Weblog KPAG Kosmidis & Partner – die deutschsprachige Anwaltskanzlei in Griechenland

Griechenlands Nettoverschuldung liegt nur bei 18 Prozent des BIP und nicht bei 175 Prozent

Publiziert am 24.Dezember.2014 von Abraam Kosmidis

Japonica Partners: Griechenlands Nettoverschuldung liegt nur bei 18 Prozent des BIP und nicht bei 175 Prozent des BIP

Europa GriechenlandDer internationale Investmentfond „Japonica Partners“ nahm eine innovative Analyse der griechischen Verschuldung vor und organisierte zudem eine Veranstaltung mit Hauptredner den Großinvestor Paul Kazarian.
Den Schlussfolgerungen des Investmentunternehmens zufolge, erreicht die griechische Verschuldung mithilfe der internationalen Buchführungsnormen des öffentlichen Sektors einen Index (Nettoverschuldung zum BIP) wesentlich niedriger als 60%.

“Nutze den enormen Wettbewerbsvorteil Griechenlands zum eigenen Vorteil” lautet der Titel der Präsentation, in der unter anderem folgende Themen angesprochen werden:

  1. Die Buchführungsnormen des öffentlichen Sektors setzen die griechische Verschuldung auf 18% des BIP und nicht auf 175%.
  2. Die Netto-Zinskosten Griechenlands belaufen sich bei den Krediten auf 1/3 im Vergleich zu den Konkurrenzländern Portugal und Spanien. Demnach zahlt Griechenland einen niedrigeren Zinssatz als die übrigen Länder. Während der Verabschiedung des Haushaltsplans wies der griechische Premierminister, Antonis Samaras als auch der stellvertretende Regierungschef Evagelos Venizelos darauf hin, dass die Staatsverschuldung einer unterschiedlichen Messung unterliege. Unter Verwendung der internationalen Buchführungsnormen des öffentlichen Sektors erreicht somit die griechische Verschuldung einen Index (Nettoverschuldung zum BIP) deutlich niedriger als 60%.

Wie auch der Großinvestor Paul Kazarian andeutete, wird der gegenwärtige Wert der Verschuldung als gerechter Wert oder Buchwert aufgeführt, der mit den laufenden Marktwerten nicht zu verwechseln sei. Nach einer weiteren Auffassung von Herrn Kazarian, entspricht der wirtschaftliche Wert der Verschuldung dem Zeitwert der künftigen Zahlungsflüsse, mit einem Diskont auf die komparabelsten Marktzinssätze.

Bei seinem letzten Besuch vor einigen Monaten, hatte der Großinvestor Kazarian die griechische Verschuldung erneut analysiert, wobei er betonte, dass Griechenland eine gute Investitionsmöglichkeit darstelle. Wie Herr Kazarian darlegte, gestaltet sich derzeit die durchschnittliche Laufzeit der griechischen Anleihen infolge der letzten Umstrukturierungen der griechischen Verschuldung und des diesbezüglichen Übergangs vom privaten zum öffentlichen Sektor auf 17 Jahre. Zugleich beläuft sich der Mittelwert in Italien, Frankreich, Irland, Spanien und Portugal nicht höher als 7 Jahre. Zudem hat der griechische Staat in den Jahren 2015 – 2016 lediglich einen Anteil von 5% des Nennwerts seiner Verschuldung zu zahlen, während sich der entsprechende Anteil in den fünf vorstehenden Ländern auf 22% beläuft.
Ein Anteil von 86% der gesamten griechischen Staatsverschuldung weist günstige Bedingungen auf, die den Gründer der „Japonica Partners“ dazu antreiben, für Griechenland weltweit zu werben. Dazu gehören unter anderem:

  • ein Zinssatz von 0% für 10 Jahre
  • subventionierte, niedrigere Zinssätze
  • eine langjährige Entwicklung von Anleihen (40 Jahre)
  • 30 Mrd. Euro in mit Krediten des offiziellen Sektors finanzierten Vermögenswerten


Präsidentschaftswahlen in Griechenland

Publiziert am 16.Dezember.2014 von Abraam Kosmidis

invest in GreeceLeider werden die Feiertage zu Weihnachten und zum Neujahrswechsel so ganz und gar nicht besinnlich in Griechenland. Denn es stehen zum Jahreswechsel kritische politische Entscheidungen an.
Die Präsidentschaftswahlen sind dabei richtungsweisend für die das Schicksal der Regierung und das künftige Krisenmanagement. Denn kann das Parlament nicht die erforderliche Mehrheit für den Präsidentschaftskandidaten der Regierung erringen,
sind Parlamentswahlen die Folge.

Am 17.12.2014 findet der erste Wahlgang für die Präsidentenwahl statt. Gewählt ist der Kandidat für das Präsidentenamt wenn ihn von den 300 Parlamentariern 200 wählen. Wird diese Mehrheit nicht erreicht, erfolgt am 23.12.2014 eine Wiederholungswahl.

Auch bei dieser Wahl muss wieder eine Mehrheit von 200 Stimmen erreicht werden. Scheitert der Kandidat auch im zweiten Wahlgang, findet ein dritter und letzter Wahlgang am 29.12.2014 statt. Bei diesem 3. Durchgang genügen 180 der 300 Stimmen.

Wird beim 3. Wahlgang die erforderliche Stimmenzahl von 180 nicht erreicht, muss das Regierungskabinett binnen 10 Tagen zurücktreten, das Parlament aufgelöst und Neuwahlen / Parlamentswahlen ausgerufen werden.

Die Regierungsmehrheit reicht für die erforderliche Stimmenmehrheiten jedoch nicht aus. Die Verhandlungen konzentrieren sich deshalb auf die Stimmen der freien Abgeordneten. Bis zum Schluss wird dabei unklar bleiben, ob es der Regierung gelingt, die erforderlichen Stimmen der freien Abgeordneten für sich zu gewinnen oder nicht. Auf alle Fälle dürfte die Wahl so oder so sehr knapp werden. Denkbar wäre auch, dass sich Regierung und Opposition doch noch auf einen Präsidenten einigen und dafür Neuwahlen für Herbst 2015 ansetzen. Damit könnte die politisch gefährliche Gemengelage entschärft werden.

Für den Fall von Neuwahlen, ist zu berücksichtigen, dass nach den aktuellen Umfragen die Oppositionspartei Syriza mit ca. 3,5% vor der Regierungskoalition aus Nea Demokratia und Pasok liegt.
Sollte Syriza jedenfalls die Wahlen gewinnen, stehen ab Anfang 2015 erneut stürmische Zeiten bevor, weil der Parteichef A. Tsipras seinen wiederholten Aussagen zufolge die Grundlagen mit der Troika neu verhandeln möchte. Hierfür dürfte aber kaum Zeit bleiben, nachdem bis Ende Februar das neue MoU vereinbart werden muß, um die benötigte Liquidität zu erhalten. Selbst bei zügiger Durchführung von Neuwahlen und einer Regierungsbildung dürften kaum mehr als zwei Wochen für Verhandlungen verbleiben Hinzu kommt, dass Syriza auf alle Fälle Koalitionspartner benötigen würde. Die in Frage kommenden Parteien wären vermutlich Pasok und Potami. Beide aber bekennen sich zum Euro und Europa. Koalitionsverhandlungen dürften sich damit eher schwierig gestalten. Aber selbst bei erfolgreicher Regierungsbildung dürfte das verbleibende Zeitfenster jedoch kaum ausreichend sein, um die Troika und sonstigen Entscheidungsträger von einem Richtungswechsel in Sachen Griechenland zu überzeugen. Ganz abgesehen davon, dass der Beschluss neuer bzw. geänderter Maßnahmen der Zustimmung aller 26 EU-Mitgliedsstaaten bedarf und damit recht unwahrscheinlich wäre.

Die Frage ist: was käme danach ?

  • Syriza zieht sein Programm durch und es kommt zur offenen Konfrontation mit den europäischen Entscheidungsträgern. In diesem Zusammenhang ist schwierig vorstellbar, dass die Troika von ihren bisherigen Standpunkten abrücken wird.
  • Tsipras knickt ein und verhandelt das MoU auf der Grundlage der Verhandlungen der Regierung zu Ende. Das würde ihn allerdings bei seiner Wählerschaft unglaubwürdig machen.

Die Präsidentschaftswahlen werden damit Griechenland über die Feiertage und möglicherweise darüber hinaus in Atem halten.



Fraport AG erhält Zuschlag für 14 griechische Regionalflughäfen

Publiziert am 11.Dezember.2014 von Abraam Kosmidis

Airport

Fraport AG und das griechische Industrieunternehmen „Copelouzos Group“ übernehmen die Privatisierung von 14 Regionalflughäfen in Griechenland.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ist als bevorzugter Bieter für den Betrieb von 14 griechischen Regionalflughäfen ausgewählt worden. Für 1,23 Milliarden Euro erhielten Fraport und Slentel – ein Tochterunternehmen des Copelouzos – Konzerns in einem Bieterverfahren zur Privatisierung der griechischen Flughäfen den Zuschlag des griechischen Privatisierungsfonds (TAIPED).

Der auf 40 Jahre angesetzte Konzessionsvertrag umfasst die Flughäfen von Thessaloniki, Aktio und Kavala, sowie die Inselflughäfen von Chania auf Kreta, Kefalonia, Korfu, Kos, Mykonos, Mytilini, Rhodos, Samos, Santorini, Skiathos und Zakynthos. Zusammen zählten diese Flughäfen im Jahr 2013 ein Passagiervolumen von rund 19,1 Millionen Fluggästen.

Als neue Eigentümer werden Fraport AG und ihr griechischer Partner Copelouzos für den Betrieb und den Ausbau der Flughäfen bis zum Jahre 2055 verantwortlich sein. Der Gesamtkaufpreis für die Konzession beträgt 1.234 Mio. € und ist laut Fraport voraussichtlich im Herbst 2015 zu leisten.

Der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, äußerte sich zufrieden über den Erwerb von weiteren Beteiligungs-Flughäfen mit erheblichem Wachstumspotenzial, und versprach eine weitere Stärkung und Erweiterung der griechischen Regionalflughäfen. Bis 2016 rechnet die international tätige Fraport AG mit einem Umsatz von 180 Millionen Euro für die neuerworbenen griechischen Flughäfen.

Der Gründer und Präsident der Copelouzos Group, Dimitris Copelouzos, betonte die Bedeutung des Projekts auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene: „Die Modernisierung der Flughäfen trägt dazu bei, dass wir über zuverlässige und sichere Dienstleistungen die Entwicklung des griechischen Tourismus vorantreiben, zur lokalen und nationalen Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft beitragen und dadurch neue Arbeitsplätze schaffen. Unser Ziel ist es, Flughäfen zu entwickeln, die die Erwartungen und Bedürfnisse des griechischen Volkes und der internationalen Besucher erfüllen.“



Griechisches Parlament verabschiedet Haushalt für 2015

Publiziert am 11.Dezember.2014 von Abraam Kosmidis

griechenland_parlamentDas griechische Parlament stimmte in der Nacht des 7. Dezembers über den Haushalt für 2015 ab. Dabei stimmten 155 Abgeordnete für den Haushaltsentwurf, während 134 dagegen votierten.

Zuvor bezeichnete der stellvertretende Premierminister, Evagelos Venizelos, den Haushaltsplan für 2015 als ein neues Kapitel in der Finanzgeschichte Griechenlands, während Ministerpräsident Samaras von einem historischen Moment sprach, zumal die Zeit der enormen Sparmaßnahmen zum Ende komme.

Der Haushaltsplan spiegle nach fünf schwierigen Jahren die gewaltigen Anstrengungen der griechischen Wirtschaft und des griechischen Volkes wieder. Herr Venizelos fügte hinzu, dass der umstrittene Haushalt die Opfer des griechischen Volkes einschließt.

Der Haushaltsplan weist eine so geringe Verschuldung aus wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Es handelt sich um eine ausgegliche Bilanz. Die griechische Regierung rechnet dabei für das Jahr 2015 mit einem Wirtschaftswachstum von drei Prozent, die Arbeitslosenquote soll von 24,8 auf 22,6 Prozent sinken und der Schuldenstand um mehr als sechs Prozent auf 171 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) abgebaut werden.



Liquiditätsspritze in Höhe von 815 Mil. Euro für die griechische Wirtschaft

Publiziert am 13.Oktober.2014 von Abraam Kosmidis

Europa GriechenlandFünf große Projekte im Bereich des Verkehrswesens und der Energie sollen eine neue Liquiditätsspritze mit Krediten in Höhe von 815 Mil. Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB) erhalten.

Der Präsident der Europäischen Investitionsbank, Herr Werner Hoyer, wies in einer besonderen Veranstaltung in Athen darauf hin, dass „sich die griechische Wirtschaft nur durch Investitionen erholen kann“. Er sicherte zudem die Fortsetzung der Finanzierung auch für andere Infrastrukturprojekte zu.

Herr Werner Hoyer und der Vizepräsident der EIB, Mihai Tanasescu haben gemeinsam mit den griechischen Ministern für Wirtschaft, Infrastruktur, Energie und Klimawandel, sowie den Vorsitzenden der  Baugesellschaft „Attiko Metro“, der Stromversorgungsgesellschaft „DEI“, des Transportverwalters für elektrische Energie „ADMIE“ und des Verwalters des griechischen Verteilungsnetzes für elektrische Energie „DEDDIE“  fünf neue Kreditverträge unterzeichnet:

  1. Finanzierung in Höhe von 300 Mil. Euro für die Errichtung neuer Autobahnen mit einer Gesamtlänge von 239 km, sowie kleinerer Ausbauprojekte von 434 km der Verkehrsachsen Patras, Athen und Thessaloniki.
  2. Förderung in Höhe von 200 Mil. Euro zur Erweiterung des Metroausbaus in Thessaloniki. Die EIB hat für die Hauptlinie der U-Bahn bis heute bereits Kredite in Höhe von insgesamt 650 Mil. Euro gewährt.
  3. Kreditgewährung in Höhe von 180 Mil. Euro für die Stromversorgungsgesellschaft DEI, so dass der Verwalter DEDDIE neue Modernisierungs- und Erweiterungsprojekte hinsichtlich des Verteilungsnetzes für ca. 186.000 neue Vernetzungen auf dem Festland und den Inseln vornehmen kann.
  4. Zwei Kreditgewährungen in Höhe von insgesamt 135 Mil. Euro zur Finanzierung des Transportverwalters ADMIE: der erste Kredit von 70 Mil. Euro betrifft die Konstruktion des Hochspannungsübertragungsnetzes in Megalopolis, die Vernetzung zwischen Nea Makri und Mylopotamos, sowie weitere kleinere Übertragungsprojekte.
  5. Der zweite Kredit in Höhe von 65 Mil. Euro wird an ADMIE zur Finanzierung der Vernetzung der Hauptkykladen mit dem Festland durch Hochseekabel gewährt.

Bis 2030 sollen sämtliche Inseln durch Hochseekabelnetze vom griechischen Festland direkt mit Strom versorgt werden, während zudem auch die Einrichtung von „intelligenten“ Stromzählern für alle Stromverbrauchsweisen vorgesehen ist.

Der Mitteilung des griechischen Finanzministers zufolge, benötigt das Land dringend den wirtschaftlichen Aufschwung, damit die Einkünfte der Bürger erhöht werden können und der Weg aus der Krise erkennbar wird.



Neue Einheitliche Immobilienbesitzsteuer (ENFIA): die neuen Steuerbescheide, Fristen und Rückstände

Publiziert am 24.September.2014 von Abraam Kosmidis

Griechischen SteuerbehördenImmobilienbesitzer in Griechenland können ab sofort ihre neuen Bescheide zur Einheitlichen Immobilienbesitzsteuer (ENFIA) über das elektronische System „TAXISnet“ abrufen. Die korrigierten Steuerbescheide betreffen ca. 1,2 Mil. Eigentümer von Grundstücken, die sich außerhalb des Systems der objektbezogenen Einheitswertbestimmung befinden.

Die Frist zur Entrichtung der ersten Rate läuft am 30. September ab und die letzte Rate kann bis zum 27. Februar 2015 entrichtet werden. Nach Mitteilung des Generalsekretariats für Öffentliche Einnahmen werden in den neuen Bescheiden sämtliche Korrekturen und Modifizierungen beinhaltet, die gemäß dem neugewählten Änderungsantrag vorgesehen werden.

Insbesondere werden folgende Kategorien berücksichtigt:

(a) Fälle von Grundstücken, die in Gebieten liegen, in denen das System der objektbezogenen Einheitswertbestimmung nicht gilt und deswegen der herabgesetzte Steuerwert zwischen der im Jahr 2013 festgesetzten Immobiliensteuer (FAP) und der ENFIA 2014 berücksichtigt wird.
(b) Befreiung der auf der Insel Kefalonia gelegenen Immobilien vom ENFIA.
(c) Befreiung von der Hauptsteuer für das Restgrundstück denkmalgeschützter Gebäude oder Kunstwerke.
(d) Senkung des Steuersatzes der Zusatzsteuer für nicht eigengenutzte Immobilien der juristischen Personen öffentlichen Rechts, die den Trägern der Zentralregierung nicht zugeordnet sind.

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WEF: Signifikante Stärkung der griechischen Wettbewerbsfähigkeit

Publiziert am 8.September.2014 von Abraam Kosmidis

Europa GriechenlandLaut Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) ist Griechenland in diesem Jahr von Rang 91 auf Rang 81 der internationalen Länderrankings zur Wettbewerbsfähigkeit aufgestiegen. Die wesentlichen Gründe dafür sind unter anderem die Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse und die Öffnung bzw. Liberalisierung bestimmten Märkte und Berufsgruppen Ferner ist dem Bericht zufolge ein technologischer Fortschritt in Griechenland festzustellen (Rang 54). Allerdings besteht bei den Unternehmen insoweit weiterhin noch hoher Handlungsbedarf. Es zeigt sich, dass die eingeleitete Sanierung der griechischen Wirtschaft während der sechsjährigen Rezession sich noch nicht zu einem Erfolgsmodell entwickelt hat. Ein weiteres Hindernis bei der Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft ist die fehlende Kreditgewährung der Banken, sowie die weiterhin bestehenden bürokratischen Hindernisse für ausländische Direktinvestitionen.

Der Wettlauf Griechenlands, innerhalb der letzten zwei Jahre Reformen umzusetzen – oft auch unter dem Druck der Gläubiger – wird im Bericht des WEF besonders erwähnt. Außer der Nord – Süd – Unterscheidung ist nun in Europa auch eine neue Teilung zwischen den erforderlichen Reformmaßnahmen für die Wirtschaft dieser Länder festzustellen: Griechenland und Portugal sollen durch diese Maßnahmen konkurrenzfähiger werden; Wirtschaften wie Frankreich oder Italien verzeichnen keinen großen Fortschritt. Portugal liegt dieses Jahr auf Rang 36 (2013: Rang 51), während Frankreich und Italien noch eine stagnierende Entwicklung verzeichnen.

Die Bereiche, die zur Verbesserung der Position Griechenlands im internationalen Wettbewerbsfähigkeitsindex beigetragen haben sind unter anderem die Funktion der Gütermärkte (Rang 85 mit einer Bewertung von 4,20 auf einer Skala von 1 – 7), die Intensität der örtlichen Wettbewerbsfähigkeit (Rang 71) und die Flexibilität des Arbeitsmarktes, in Kombination mit besseren Leistungen in der öffentlichen Finanzwirtschaft und der drastischen Senkung des Haushaltsdefizits.

Die Ineffizienz der Regierung, der Geldmarkt, die Wirksamkeit der Bankbranche und der beschränkte Zugang zu Finanzierungen stellen laut Bericht weiterhin die m aßgeblichen Hindernisse für die Wettbewerbsfähigkeit und dem Geschäftsverkehr des Landes dar. Um eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit und hohe Produktivität erzielen zu können, muss die griechische Wirtschaft den Innovation-und Energiebereich fördern, wodurch auch eine Verbesserung des Bildungssystems und der Investitionen im Forschungs-und Entwicklungsbereich erfolgen kann.



INVESTITIONSGESETZ: ZUSCHÜSSE BIS ZU 50% FÜR 103 BEBAUUNGEN

Publiziert am 27.August.2014 von Abraam Kosmidis

invest in GreeceDas neue Investitionsgesetz betrifft den Anbau, die Produktion & Verarbeitung von neuen Arten von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, dessen Anwendung zeitnah zu erwarten ist

ZIEL: Stärkung der Produktionsfähigkeit von Griechenland
INVESTITIONSBUDGET: Ab 100.000 Euro
MINDESTEIGENKAPITAL: 25%
BETRIFFT: Gründung, Modernisierung & Erweiterung von Unternehmen, deren Gegenstand der Anbau und die Verarbeitung von neuen, alternativen und innovativen Bebauungen ist

ANBAUARTEN:

  • Obst und Gemüse
  • Aroma – und Heilpflanzen
  • Subtropische Pflanzen
  • Baumkulturen
  • Hülsenfrüchte
  • Futterpflanzen

FÖRDERFÄHIGE KOSTEN

  • die Konstruktion, Erweiterung, Modernisierung von Gebäude-Hilfs-und speziellen Einrichtungen; die Gestaltung der umgebenden Fläche
  • die Konstruktion von Gebäuden oder Einrichtungen, die zur Beherbergung, Erholung und zum Aufenthalt der Mitarbeiter des Unternehmens vorgesehen sind
  • der Kauf von neuen Fahrzeugen zum Transport von Materialen und Produkten
  • der Kauf von neuen Fahrzeugen zum Transport des Personals
  • selbstfahrende oder nicht selbstfahrende landwirtschaftliche Geräte
  • der Kauf von neuen Kühlfahrzeugen (für die Ionische Inseln & Inseln der Ägäis – für den Bereich der Fleischwaren und Obst & Gemüse)
  • der Kauf und die Einrichtung von neuen, modernen Geräten und sonstiger Ausrüstung
  • Leasingverträge für neue, moderne Geräte und sonstige Ausrüstung
  • der Erwerb von Sachanlagen, die zur Produktionsanlage unmittelbar in Verbindung stehen
  • die Ausstattung von Laboren, insoweit diese den Betrieb der Produktionsanlage von landwirtschaftlichen Produkten bedient
  • Einrichtungen zur Verarbeitung von Abfällen
  • Kosten, die sich auf die Förderung der Energienutzung aus erneuerbaren Energiequellen zur Deckung der Bedürfnisse der Anlage beziehen


Immobilienmarkt Griechenland: Gute Gelegenheiten bei Ferienhäusern und Grundstücken

Publiziert am 18.August.2014 von Abraam Kosmidis

OLYMPUS DIGITAL CAMERAPreissenkungen bis zu 70% bei Ferienhausern im Vergleich zu 2008 werden in Griechenland verzeichnet . Stabilere Preise bei Grundstucken auf den Inseln der Agais und der Ionischen Inseln. Mit detaillierten Tabellen.

Aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre ist abzusehen, dass die Preise fur Ferienhauser bald wieder auf gleicher Hohe wie zu Beginn des letzten Jahrezehnts sinken werden. Die Experten aus dem Immobilienbereich betonen aber, dass auch das niedrige Preisniveau nicht gewahrleisten konne, dass das Kaufinteresse wiederbelebt werde.

„Bei Luxusimmobilien, fur welche es viel schwieriger ist, einen Kaufinteressent zu findent, sind die Preise im Vergleich zum Jahr 2008 zwischen 50% – 70% gesunken„ Die Grundstuckspreise insbesondere auf den kosmopolitischen Inseln bleiben hingegen konstant.

Ferner besteht Kaufinteresse aus Drittstaaten, die sich fur die funfjahrige Aufenthaltsgenehmigung interessieren, die Griechenland fur diejenigen anbietet, die ein Grundstuck im Werte von uber 250.000 € erwerben.

Die Preise auf dem Immobilienmarkt fur neugebaute Ferienhauser in Attika belaufen sich auf mindestens 1.050 Euro / m2 in Loutsa und reichen bis zu 2.600 Euro / m2 in Rafina. In Saronida bewegen sich die Preise zwischen 1.700 und 2.500 Euro / m2, wobei sie sich in Porto Rafti auf 1.580 bis 2.050 Euro/ m2 belaufen.

Eine preisgunstigere Ferienwohnung kann auf dem Peloponnes erworben werden, und zwar zu Preisen die ab 800 Euro /m“ in Aigio und ab 700 € /m“ in Kastro Killini beginnen. Ab 980 € starten die Preise in Korinthia und reichen bis zu 1.800 € /m² . Hinsichtlich der Immobilien au?erhalb des Bebauungsplanes starten die Preise auf Peloponnes ab 3.000 € das Hektar und reichen bis zu 35.000 €.

Auf den Ionischen Inseln werden die niedrigste Preise fur Ferienhauser auf Lefkada verzeichnet, (1.100 € – m²) und die hoheren Preise auf Korfu ( ca 2.800 €/m²). Fur Grundstucke ausserhalb des Bebauungsplanes liegen die Preise bei mindestens 15.000 € pro Hektar ( Zakynthos).

Auf Kreta starten die Preise fur ein Neubau- Ferienhaus ab 1.200 € /m2 auf Agios Nikolaos und Sitia. Die Preise fur ein Ferienhaus in Chania, Rethymno oder Herakleion belaufen sich hingegen auf mindestens 1.400 € / m². In Chalkidiki kann heute ein neugebautes Ferienhaus fur 800 €-/m2 erworben werden. In einigen Gebieten liegen die Preise aber etwas hoher d.h. um die 1.000 € /m2.

Weiterfuhrende Informationen der benotigten Unterlagen fur einen Immobilienkauf in Griechenland finden Sie hier…

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VIELVERSPRECHENDES TREFFEN ZWISCHEN MINISTERPRÄSIDENT SAMARAS UND BUNDESKANZLERIN MERKEL

Publiziert am 5.August.2014 von Abraam Kosmidis

Samaras MerkelBesonders zufrieden erschienen griechische Regierungskreise nach dem letzten Gespräch zwischen der Bundeskanzlerin und dem Ministerpräsidenten Samaras, welches äußerst positiv verlief. Die Bundeskanzlerin volles Verständnis für die Prioritäten und Zielsetzungen der Regierung gezeigt und Verhandlungen für September offen gelassen hat.

Regierungschef Samaras und der neue Finanzminister Gikas Chardouvelis betonten die Verbesserung der Lage der griechischen Wirtschaft und die von der Regierung eingeleiteten Reformen. Der griechische Ministerpräsident teilte zudem der Bundeskanzlerin seine Absicht mit, Steuerermäßigungen und Erleichterungen hinsichtlich der Tilgung von überfälligen Schulden zu beschließen. Darüber hinaus begrüßte die Bundeskanzlerin die Einhaltung des Haushaltsplans und deutete an, dass nach dem bevorstehenden Troika – Besuch im September die Verhandlungen sowohl über eine Steuersenkung als auch Schuldenregulierung beginnen können.

Ein weiteres Gesprächsthema war die Reaktion in Bezug auf die Privatisierung der „kleinen DEI“ (öffentliche Elektrizitätsversorgungsunternehmen). Dabei wurde angesprochen, dass im Herbst eine Zunahme der sozialen Reaktionen zu erwarten ist, falls keine Erleichterungsmaßnahmen vorgenommen werden. Frau Bundeskanzlerin Merkel äußerte zudem ihre Zufriedenheit hinsichtlich der positiven Entwicklung der griechischen Wirtschaft, begrüßte die Reformmaßnahmen der griechischen Regierung und lobte die Umwandlung des Landes in eine moderne Wirtschaft.

Im Rahmen der bereits laufenden „ersten Phase der politischen Verhandlungen“ finden auch die Reise nach Florenz und das bevorstehende Treffen des griechischen Ministerpräsidenten mit dem italienischen Regierungschef M. Renzi statt, welcher die EU-Partner von einer Lockerung der Sparmaßnahmen überzeugen will.

Zugleich äußerte ein hochrangiger Regierungsbeamter seine Zufriedenheit hinsichtlich der überraschenden Stellungnahme des künftigen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker in Bezug auf die Migrationspolitik der EU und den Schutz der europäischen Grenzen.