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Alpha Bank: Stärkstes Wirtschaftswachstum in Griechenland

invest in GreeceDie Ankündigungen der Griechischen Statistikbehörde ELSTAT bestätigen erneut das spürbare Wachstum der griechischen Wirtschaft seit Beginn des Jahres 2014. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Sommerquartal um 0,7 Prozent, der Privatkonsum um 1,3% und die Investitionen um 12,3 %.
Den Mitteilungen des griechischen Bankinstitutes „Alpha Bank“ zufolge, stellte die enorme Zunahme der Touristenströme einen wesentlichen Bestandteil des Aufschwungs dar, mit einem Anstieg der Auslandsankünfte um 22,2 %, der Einnahmen um 11,1 % und einer Zunahme der Arbeitsplätze um 0,3 % (Schaffung von ca. 91.500 Arbeitsplätzen).
Die Beschleunigung des Wirtschaftswachstums auf 1,9 % im dritten Quartal war in der Tat beindruckend; am bemerkenswertesten erscheint jedoch die Tatsache, dass der Hemmungsfaktor des Wachstums nicht auf die Inlandsnachfrage, sondern auf die Inlandsproduktion zurückzuführen ist.
Ferner nimmt gemäß Alpha Bank die Unsicherheit aufgrund der langwierigen Verhandlungen mit der Troika immer größere Ausmaße an, wodurch die Erwartungen auf gute Perspektiven der griechischen Wirtschaft geschwächt werden und das Wachstum gefährdet wird.
Alpha Bank betont, dass Troika ihre Verhandlungen in einer Weise ausführt, als würde Griechenland am Rande der wirtschaftlichen Destabilisierung stehen, und trägt zweifelhafte Vorwürfe bezüglich einer Nichteinhaltung der Reformen vor. Vielmehr sollte das positive Wirtschaftsklima erhalten bleiben und gefördert werden, um Griechenland aus der Rezession und Arbeitslosigkeit helfen zu können.
Das griechische Bankinstitut vertritt zudem die Auffassung, dass die Verlagerung der Ressourcen von den geschützten Sektoren zu den extrovertierten Wirtschaftszweigen keinesfalls in diesem Jahr realisiert werden kann, unabhängig davon wie viele Reformen eingeführt werden. Das grundlegende Inkompatibilitätsproblem spiegelt sich nicht nur in der Qualifizierung der Arbeitskräfte wider, sondern auch in der griechischen Unternehmungslust selbst.

Trotz der kurzsichtigen Politikansätze seitens der Troika und sämtlicher Vorurteile der Gläubiger, befindet sich Griechenland nach enormen Anpassungsbemühungen in einer vorteilhaftesten Position als die weiteren Länder des Südens. Die Möglichkeit zur Nichtfinanzierung eines solchen Landes ist daher sehr gering, zumal dieses starke Perspektiven zur Stabilisierung und Erhaltung des Primärüberschusses auf 3% des BIP aufweist.


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