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Liquiditätsspritze in Höhe von 815 Mil. Euro für die griechische Wirtschaft

Europa GriechenlandFünf große Projekte im Bereich des Verkehrswesens und der Energie sollen eine neue Liquiditätsspritze mit Krediten in Höhe von 815 Mil. Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB) erhalten.

Der Präsident der Europäischen Investitionsbank, Herr Werner Hoyer, wies in einer besonderen Veranstaltung in Athen darauf hin, dass „sich die griechische Wirtschaft nur durch Investitionen erholen kann“. Er sicherte zudem die Fortsetzung der Finanzierung auch für andere Infrastrukturprojekte zu.

Herr Werner Hoyer und der Vizepräsident der EIB, Mihai Tanasescu haben gemeinsam mit den griechischen Ministern für Wirtschaft, Infrastruktur, Energie und Klimawandel, sowie den Vorsitzenden der  Baugesellschaft „Attiko Metro“, der Stromversorgungsgesellschaft „DEI“, des Transportverwalters für elektrische Energie „ADMIE“ und des Verwalters des griechischen Verteilungsnetzes für elektrische Energie „DEDDIE“  fünf neue Kreditverträge unterzeichnet:

  1. Finanzierung in Höhe von 300 Mil. Euro für die Errichtung neuer Autobahnen mit einer Gesamtlänge von 239 km, sowie kleinerer Ausbauprojekte von 434 km der Verkehrsachsen Patras, Athen und Thessaloniki.
  2. Förderung in Höhe von 200 Mil. Euro zur Erweiterung des Metroausbaus in Thessaloniki. Die EIB hat für die Hauptlinie der U-Bahn bis heute bereits Kredite in Höhe von insgesamt 650 Mil. Euro gewährt.
  3. Kreditgewährung in Höhe von 180 Mil. Euro für die Stromversorgungsgesellschaft DEI, so dass der Verwalter DEDDIE neue Modernisierungs- und Erweiterungsprojekte hinsichtlich des Verteilungsnetzes für ca. 186.000 neue Vernetzungen auf dem Festland und den Inseln vornehmen kann.
  4. Zwei Kreditgewährungen in Höhe von insgesamt 135 Mil. Euro zur Finanzierung des Transportverwalters ADMIE: der erste Kredit von 70 Mil. Euro betrifft die Konstruktion des Hochspannungsübertragungsnetzes in Megalopolis, die Vernetzung zwischen Nea Makri und Mylopotamos, sowie weitere kleinere Übertragungsprojekte.
  5. Der zweite Kredit in Höhe von 65 Mil. Euro wird an ADMIE zur Finanzierung der Vernetzung der Hauptkykladen mit dem Festland durch Hochseekabel gewährt.

Bis 2030 sollen sämtliche Inseln durch Hochseekabelnetze vom griechischen Festland direkt mit Strom versorgt werden, während zudem auch die Einrichtung von „intelligenten“ Stromzählern für alle Stromverbrauchsweisen vorgesehen ist.

Der Mitteilung des griechischen Finanzministers zufolge, benötigt das Land dringend den wirtschaftlichen Aufschwung, damit die Einkünfte der Bürger erhöht werden können und der Weg aus der Krise erkennbar wird.


Eine Antwort zu “Liquiditätsspritze in Höhe von 815 Mil. Euro für die griechische Wirtschaft”

  1. BravoZulu sagt:

    Endlich einmal ein Weg in die richtige Richtung !!!
    Was noch dringend fehlt ist der Aufbau des Mittelstandes, denn nur in diesem Bereich kann die größtmögliche Beschäftigung geschaffen werden. Dazu muss die Regierung alle kleinkarierten Regelungen abschaffen, denn sonst ist kein Kleinunternehmer bereit einen neuen Betrieb zu gründen oder einen alten Betrieb wieder aufleben zu lassen.

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