Weblog KPAG Kosmidis & Partner – die deutschsprachige Anwaltskanzlei in Griechenland

Große internationale Investoren zeigen hohes Interesse an griechische Anleihen

Laut einer Ansage der Agentur Bloomberg, vertrauen die größten Investoren der Welt griechischen Staatsanleihen, nachdem sie unter dem Druck der sehr niedrigen Renditen in Europa stehen. Danach brachten die griechischen Staatsanleihen seit Beginn dieses Jahres bis zum 16. Juni einen Gewinn von 30% ein. Das Portfolio des amerikanischen Finanzunternehmens Prudential Financial verfügt über griechische Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren, die britische Investmentmanagergruppe Jupiter Asset Management erhöhte ihre Positionen in griechischen Wertpapieren ab Oktober, während der weltweit aktive Vermögensverwalter Fidelity Worldwide Investment laut Bloomberg stetig größere Positionen im letzten Halbjahr aufbaut. Griechenland ist im Vergleich zu den anderen Ländern der Eurozone mit den schwierigsten Problemen konfrontiert, doch hat das Land laut Aussagen des Strategen der Prudential Financial zwei Vorteile auf dem Anleihemarkt zu bieten:
- der relative Wert der griechischen Anleihen ist attraktiv und - ihre Laufzeit ist vorteilhaft
Griechenland hat nach vier Jahren erstmals wieder Anleihen mit fünfjähriger Laufzeit am Kapitalmarkt zu einem Wert von insgesamt drei Milliarden Euro verkauft, wobei sich die Gebote der Anleger auf mehr als 20 Milliarden Euro summierten und die Emissionen damit mehrfach überzeichnet waren. Die Rendite der Anleihen der Eurozone ist seitdem auf Rekordwerte gesunken, zumal die Europäische Zentralbank (EZB) ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Wirtschaft der Zone und zur Deflationsbekämpfung eingereicht hat. Die durchschnittliche Rendite der Staatsanleihen der Eurozone fiel am 9. Juni auf den historischen Tiefstand von 1,3992%,, und stieg am 16. Juni gemäß der Bank of America Merrill Lynch auf 1.3576%. Das Anlegervertrauen in Griechenland ist jedoch keinesfalls gesichert, zumal die Preise der 10-jährigen Anleihen zum ersten Mal nach vier Monaten im Mai einen Rückgang verzeichnet haben, unter Bedenken, dass die Regierungskoalition an Unterstützung verlieren und ihre Möglichkeit zur Anwendung von Sparmaßnahmen untergraben werden würde.

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