Weblog KPAG Kosmidis & Partner – die deutschsprachige Anwaltskanzlei in Griechenland

Griechenland – Überlegungen zum Focus Artikel „Betrüger in der Euro-Familie“

imagesDie Titelseite des neuen Focus: „Betrüger in der Euro-Familie“ ist beleidigend, populistisch und für ein Magazin mit dem Anspruch von Focus unwürdig

Die Griechen sind überrascht. Überrascht und bestürzt über so viel Feindseligkeit aus einer Seite, von der sie es nicht erwartet hätten. Es geht zum Teil deutlich unter die Gürtellinie. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ heißt es im deutschen Grundgesetz. Das gilt erst recht auch für die Würde einer ganzen Nation und ihrer Kulturgüter. Mit dem Titelblatt des Focus sind die Grenzen des guten Geschmacks deutlich überschritten. Einige der Veröffentlichungen zum Thema „Griechenland Krise“ haben mittlerweile unterstes Niveau erreicht.

Man fragt sich, was die auf der aktuellen Titelseite des Focus Magazins http://www.focus.de/magazin/ abgebildete antike Aphrodite von Milos mit einer obszönen Geste und dem daneben stehenden Kommentar „Betrüger in der Euro- Familie“ eigentlich darstellen, bzw. was mit der obszönen Geste eines Kulturdenkmals und dem besagten Text unterstellt werden soll ? Wer ist also mit „Betrüger in der Euro-Familie“ gemeint und wer zeigt wem die obszöne Geste ? Das Sinnbild der Aphrodite steht für das antike Griechenland, welches heute durch den hellenischen Staat repräsentiert wird. Ist es demnach also der griechische Staat, oder gar alle „Griechen“ , auf die sich der Artikel als Nation bezieht, oder was sonst soll durch das reißerische Titelblatt vermittelt werden ? Wird jetzt eine ganze Nation in Sippenhaftung genommen, ohne den wirklichen Ursachen der Krise auf den Grund zu gehen ? Oder sollen gar sinnbildlich die Fundamente und gemeinsamen Werte der europäischen Kultur, welche zum Teil ihren Ursprung in der griechischen Antike haben, erschüttert werden ? Wer kann daran ein Interesse haben ? Diese Art von Journalismus ist beleidigend, populistisch und diskriminierend. Für ein Magazin mit dem Anspruch des Focus unwürdig.

Ein gemeinsames, starkes Europa stellt eine Einbahnstraße ohne Alternative für die Zukunft der Europäer dar. Der Traum von einem großen Europa gerät aber ins Wanken. Die Europa-Gegner freuen sich und reiben sich die Hände. Viel zu schnell erklang doch der Ruf danach, dass Griechenland jetzt „raus aus der EU und der Eurozone“ solle. Man kann sich nur noch verwundert die Augen reiben:  Das kann doch alles einfach nicht wahr sein. Bei der erst besten Gelegenheit scheinen bestimmte Kreise die EU in eine existenzielle Krise hineinreden zu wollen. Wer profitiert davon ? Was soll aus der EU überhaupt einmal werden, wenn gegenüber einzelnen Staaten sofort der Ruf nach drastischen Maßnahmen erklingt. Wo bleibt die Solidarität und der Zusammenhalt unter den EU-Staaten ?

Überhaupt der Begriff „PIIGS“ Staaten. Die Abkürzung steht für Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien. Ist die Abkürzung zufällig gewählt und wenn ja, wieso hat man nicht zB „GIIPS“ gewählt um naheliegende Assoziationen zu vermeiden ? Ist das alles nur Zufall, fragt man sich. Die neue Qualität des Umgangs miteinander, welcher in dieser Form bislang noch nicht bekannt war, ist jedenfalls beängstigend.

Fest steht, dass die finanzielle Krise nicht in Griechenland sondern in den USA begonnen hat. Der dadurch ausgelöste „Tsunami“ musste früher oder später auch in Griechenland ankommen. Die in Griechenland zweifellos seit Jahren vorhandenen Probleme wurden in der Vergangenheit nicht von der ausländischen Presse thematisiert oder bestenfalls als Randnotiz aufgegriffen. Warum ist Griechenland also ausgerechnet jetzt und in dieser Schärfe in den Mittelpunkt geraten ? Andere Länder haben ähnliche Probleme, stehen aber sprichwörtlich nicht im „Focus“. Darüber hinaus sind die Texte und Darstellungen zum Teil despektierlich, beleidigend und entwürdigend, und mittlerweile auch weit entfernt von objektivem Journalismus. Es fällt nach alledem schwer zu glauben, dass „nur“ die Spekulanten mit ihren finanziellen Interessen hinter allem stecken sollen und nicht etwa die Kräfte, welche ein Interesse am Auseinanderbröckeln der EU-Gemeinschaft haben.

Viel verheerender ist jedoch der Eindruck, welcher durch diese Behandlung des EU-Mitgliedsstaates Griechenland (immerhin seit 1981 Mitglied) auf die EU insgesamt projiziert wird: Es soll der Eindruck vermittelt werden, dass sich die EU weit entfernt von einem einheitlichen und stabilen politischen Gebilde befindet und dass die EU lediglich eine lose Interessengemeinschaft zur Verfolgung individueller und nicht kollektiver Interessen darstellt. In „guten“ und in „schlechten“ Zeiten scheint nach dem Willen bestimmter Kreise für diese Schicksalsgemeinschaft nicht zu gelten.

Diejenigen, welche jetzt nach drastischen Maßnahmen gegen Griechenland und die übrigen EU-Staaten mit hoher Staatsverschuldung wettern, müssen sich aber im klaren darüber sein, dass das Nationalstaatenmodell zukünftig aller Wahrscheinlichkeit nach ein Auslaufmodell darstellen wird und dass die europäischen Nationalstaaten nur dann eine Chance haben werden, auf der internationalen politischen Bühne mitzureden, wenn es gelingt die Kräfte Europas in einem „gemeinsamen Haus“ zu bündelt und zu vereinigen. Nur so wird man in Zukunft gegenüber den aufkommenden Weltmachten wie China, Indien aber auch gegenüber den USA wettbewerbsfähig sein bzw. auf Augenhöhe bleiben können. Mit nationalen Alleingängen wird das nicht zu bewältigen sein.

Darüber hinaus sollte nicht vergessen werden, dass die großen Exportnationen, wie zB Deutschland ungleich mehr von der Abschaffung der Handelszölle und dem freien Warenverkehr innerhalb der EU profitieren. Hinzu kommt noch, dass in den Jahren 2004-2008 insgesamt 13% der gesamten Waffenexporte Deutschlands nach Griechenland erfolgt sind. Ein hoher wirtschaftlicher Faktor, auch für deutsche Verhältnisse. Auf die deutsch-griechische Freundschaft war und ist man stets stolz gewesen. Allerdings wird dieser Tage ohne erkennbaren Grund viel Porzellan zerschlagen. Man fragt sich weshalb plötzlich in dieser Schärfe. Auch das sollte man bedenken, wenn man Griechenland und die Griechen kollektiv an den Pranger stellt.

Allerdings ist den Foren und Blogs ist zu entnehmen, dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen diese Art der Verunglimpfung und Beleidigung einer ganzen Nation durch Teile der Presse ablehnt. Das lässt für die Zukunft hoffen und stellt den positivsten Aspekt in dieser ganzen Sache dar.


83 Antworten zu “Griechenland – Überlegungen zum Focus Artikel „Betrüger in der Euro-Familie“”

  1. Anonymous sagt:

    […] […]

  2. RA Michael Langhans sagt:

    Schade ist an solcher Polemik, dass jegliche weiteren Ausführungen damit per se diskreditiert sind. Weniger ist da eben meist mehr.

    Seis drum, den Artikel hab ich nicht gelesen. Wer liest schon Focus?

  3. Südeuropäer sagt:

    Als Europäer habe ich das Gefühl das Deutschland das Ziel Europa zu beherschen noch nicht aufgegeben hat. Carl von Clausewitz: Der Krieg ist die Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln = Andere Mittel (Propaganda) sind die Fortsetzung des Krieges mit dem gleichen Ziel. Ich hoffe nur, falls es noch ein Graf von Stauffenberg in Deutschland gibt, dass er dieses Mal handelt wenn es noch Sinn macht.

  4. Heinz Opitz sagt:

    Über die Situation der Staatsfinanzen in Griechenland wird mal wieder lange hin-und herpalvert. Der Kernpunkt und daran führt nichts vorbei Soll und Haben nach alter Kaufmannsart stimmen nicht überein. Deutsche sollten sich mit Häme zurückhalten und es den Griechen ohne viel Getöse überlassen ihre Verhältnisse in Ordnung zu bringen.

  5. Gerd Wiederhold sagt:

    Der „Focus“ hat nichts anderes dargestellt, was die Griechen letztendlich Europa gezeigt haben,den Mittelfinger, sie haben sich den Zugang zur Europäischen Währung erlogen und damit Europa in eine Krise gestürzt.
    Und diesen Vorgang hat der „Focus“ bildlich ausgedrückt.
    Das wir jetzt als „Nazis“ beschimpft werden und unsere Produkte boykottiert werden sollen, ist wohl nicht unterste Schublade ?
    Wir müssten dauernd beleidigt sein wie uns die Presse im Ausland darstellt. Z.B. die „Sun“ in England.

    • Abraam Kosmidis sagt:

      Diese Polemik ist fehl am Platz. Vermutlich werden sich noch viele wundern, was wirklich hinter dieser ganzen Geschichte steckt. Es ist ein gezielter Angriff auf den Euro. Die Stimmungsmache gegen Griechenland war lediglich ein Mittel zum Zweck dafür. Nicht Griechenland hat die Krise ausgelöst, sondern Griechenland wurde als Einstieg für die Attacke gegen den Euro ausgewählt. Man sollte sich nicht für diese Interessen von Spekulanten instrumentalisieren lassen.

    • Abraam Kosmidis sagt:

      Sehr geehrter Herr Wiederhold,

      bitte erlauben Sie mir dazu die Bemerkung wonach Griechenland durch einen erlogenen Zugang zur Währungsunion nun Europa in eine Krise stürze, zu vereinfachend dargestellt ist. Griechenland ist mit seinem 2,6% Anteil am gesamten EU-Bruttosozialprodukt viel zu klein und bedeutungslos, um die EU alleine in eine Krise stürzen zu können. In anderen Beiträgen hier im Blog kann nachgelesen werden, was hinter der Medienschlacht um Griechenland stecken könnte. Berechtigte Kritik über die Darstellung der Finanzen kann natürlich jederzeit geäußert werden, aber die obszöne Fingergeste ist und bleibt unterste Schublade.

  6. […] Artikel: Überlegungen zum Focus-Artikel “Betrüger in der Euro-Familie”  Artikel per E-Mail verschicken  Artikel ausdrucken KategorienAllgemein, […]

    • Abraam Kosmidis sagt:

      Wer mit Retourkutschen auf dem selben Niveau antwortet, verliert meines Erachtens seine eigene Glaubwürdigkeit und entkräftet sein Kritikrecht.

  7. Europäer sagt:

    Es ist schon erschreckend feststellen zu müssen wie sich die deutsche Haltung zur EU seit der Wiedervereinigung verschlechtert hat. Frankreich, Deutschland, Italien und die Benelux-Länder haben mit Mut und Opfer etwas erreicht was weder Napoléon noch andere Mächtige je erreicht haben; Die Einigung Europa (nur Die Römer). Leider sieht es so aus dass jetzt und gerade wegen der Wiedereinigung das Ziel für viele Deutsche nicht mehr erstrebenswert ist. Die Opfer die wir gebracht haben werden in Vereinigten Deutschland kaum bedacht. Vielleicht weil viele gar nicht beteiligt waren?

  8. Richie sagt:

    Ich gebe Ihnen Recht, das Titelbild ist schlecht. Darauf können wir uns gerne einigen. Aber gegen den Artikel lässt sich faktisch nur wenig einwenden, außer man ist so ignorant wie Herr Langhans.

    Viele Griechen geben immerhin freimütig selbst zu, Teil des – höflich formuliert – nur suboptimal funktionierenden Staates zu sein. Steuern werden kaum gezahlt, noch nicht einmal von denen, die das ohne Not könnten. Die Regierung räumt ein, dass Zahlen massiv geschönt wurden, um die desolate Lage zu verschleiern. Sicher kann man sich jetzt über die hohen Zinsen aufregen, die Griechenland aufgrund der schlechteren Ratings zahlen muss. Man darf auch darüber empört sein, dass die EU-Aufseher die „Tricksereien“ jahrelang nicht aufgedeckt haben. Aber all dies ändert nichts an der Tatsache, dass sich Griechenland in erster Linie selbst in diese missliche Lage gebracht hat.

    Jetzt soll aber die EU an allem Schuld sein, allen voran Deutschland. Man beschimpft die Deutschen unflätig in diversen Foren und will deutsche Handelswaren und Industrieerzeugnisse boykottieren, obwohl die eigene Wirtschaft davon kaum welche produziert. Selbst die griechische Kultur und die Errungenschaften der Antike werden bemüht, um seinen Beleidigungen Nachdruck zu verleihen. Was soll das bringen? Also wenn das eigene Haus brennt, sollte man nicht unbedingt auf die Feuerwehr schimpfen.

    Griechenland hat sich selbst zum eigenen Vorteil bereitwillig an den Milliarden-Topf der EU anschließen lassen und hat jahrelang in Form von niedrigen Zinsen, steigenden Löhnen und EU-Hilfen in hoher Milliardenhöhe profitiert. Die Griechen haben es zugelassen, dass die Regierung den Staatsapparat immer weiter aufgebläht hat. Einfache Beamte verdienen zum Teil mehr als in hochindustrialisierten Ländern und beziehen großzügige Pensionen. Daran krankt das System in hohem Maße, aber doch nicht daran, dass Focus einen Artikel veröffentlicht hat!

    Liebe Griechen, wir lieben Euch, euer Land und eure Kultur. Aber ein wenig müsst ihr schon selbst einsehen, dass das derzeitige System den Staat zum Umkippen bringt.

    • Abraam Kosmidis sagt:

      Lieber Richie,
      in Griechenland herrscht nur wegen des beleidigenden Titelblatts und des Titelthemas im Focus Empörung.
      Keinesfalls richtet sichtet sich die Kritik auch pauschal gegen die EU und/oder die Deutschen. Es wurde nach meinem Kenntnisstand auch nie behauptet, dass die EU und / oder „die Deutschen“ an allem Schuld sein sollen.

      Hier besteht eine differenzierte Betrachtung der Dinge. Darüber hinaús finde ich es falsch, dass nun Retourkutschen auf ähnlich niedrigem Niveau gefahren wurden. Die Antike wurde übrigens in dieser Sache nicht von den Griechen bemüht, sondern auf der Titelseite des Focus vorgeführt.

      Die Griechen wissen sehr genau, dass die Gründe für die finanzielle Misere selbstverschuldet sind und nicht von Anderen verursacht wurden. Ich habe im Blog hier vor Erscheinen des Focus Artikels einen Beitrag über die meiner Meinung nach wahren Gründe für die Krise in Griechenland eingestellt. Da kann nachgelesen werden, was viele Griechen für die Ursachen der Krise in Griechenland halten.

      Die aktuelle Situation berechtigt jedoch einige Blätter nicht dazu, eine ganzen Nation zu beleidigen. Darüber hinaus hätte man sich Solidarität anstatt Polemik gewünscht. Schliesslich soll die EU ja eine Union und damit eine Gemeinschaft sein.

      Darüber hinaus muß man sich im Klaren darüber sein, dass sich die hausgemachten Probleme in Griechenland durch die Weltfinanzkrise extrem schnell verschärft und zu einer nationalen Finanzkrise geführt haben. Aus dem langjährigen Reformstau hat sich im Zusammenspiel mit der Weltfinanzkrise eine extrem schwierige Konstallation in Griechenland ergeben. Diese eigentlichen Probleme in Griechenland waren über Jahre hinweg nur eine Randnotiz in den europäischen Blättern gewesen.

      Ferner muß man sich weiter im Klaren darüber sein, dass die starke Fokusierung der Krise auf Griechenland lediglich den EU- und Eurogegnern dient. Die derzeit schlechte finanzielle Situation in Griechenland, soll als Einstieg für eine umfassende Attacke auf den Euro dienen. Auch hierzu gibt es einen Beitrag hier im Blog (Die Griechenland Krise – Der wahre Angriff gilt dem Euro).

      Die Griechen sind und waren stets stolz auf die deutsch-griechische Freundschaft. Man ist eben über die Vehemenz der negativen Berichterstattung überrascht und gekränkt. Den guten Beziehungen wird dies auf Dauer aber mit Sicherheit nicht schaden. Wir sollten als Europäer enger zusammenrücken und uns nicht von Spekulanten auseinander dividieren lassen.

  9. Vielen Dank für diese treffende Analyse! Indem man versucht, Griechenland zum Sündenbock abzustempeln und die ganze Debatte so stark emotionalisiert, wird von den eigentlichen Problemen abgelenkt. s. hierzu den sachlichen Beitrag von Robert Kurz „Staatsbankrott und Banküberfall“: http://www.neues-deutschland.de/artikel/164456.staatsbankrott-und-bankueberfall.html

  10. Rolf Hilke sagt:

    Auch der Wirt bekommt ein Problem, wenn die Gäste wegbleiben. Am Ende werden sich die Euroländer solidarisch mit Griechenland verhalten müssen, wenn nicht die ganze Eurozone kippen soll: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/02/27/dlf_20100227_1325_66f715b4.mp3

  11. Jens Sommer sagt:

    Für was soll Deutschland denn noch alles bezahlen? Unsere Kriegsschulden sind schon x mal zurückgezahlt worden. Hat auch Griechenland der Türkei den Schaden ersetzt den sie dort angerichtet haben. Jetzt ist aber mal langsam Schluß mit den ewigen Zahlungsansprüchen an Deutschland . Deutschland hat mehr Gutes getan als schlechtes . Nur davon will keiner etwas wissen solange wir nur immer zahlen,zahlen, und nochmal zahlen. Andere Nationen sind da nicht so blöde. Griechenland trägt die alleinige Schuld für seinene Betrügereien an und in der EU.Aber die Schuld anderen in die Schuhe schieben wollen ist gerade für Griechenland typisch. Jeder Betrüger wird normalerweise Angeklagt und bestraft nur wenn ein Staat krimminell wird bekommt er auch noch viel viel Geld dafür. Pack schlägt sich Pack verträgt sich seht euch nur das koruppte Deutschland an deckt Mörder und andere Verbrecher wenn es nur daran gut verdient. Deutschland ist mitlerweile ebenfalls eine Bananen Republick und ein Schurkenstaat.

  12. Jens Sommer sagt:

    Für was soll Deutschland denn noch alles bezahlen? Unsere Kriegsschulden sind schon x mal zurückgezahlt worden. Hat auch Griechenland der Türkei den Schaden ersetzt den sie dort angerichtet haben. Jetzt ist aber mal langsam Schluß mit den ewigen Zahlungsansprüchen an Deutschland . Deutschland hat mehr Gutes getan als schlechtes . Nur davon will keiner etwas wissen solange wir nur immer zahlen,zahlen, und nochmal zahlen. Andere Nationen sind da nicht so blöde. Griechenland trägt die alleinige Schuld für seinene Betrügereien an und in der EU.Aber die Schuld anderen in die Schuhe schieben wollen ist gerade für Griechenland typisch. Jeder Betrüger wird normalerweise Angeklagt und bestraft nur wenn ein Staat krimminell wird bekommt er auch noch viel viel Geld dafür. Pack schlägt sich Pack verträgt sich seht euch nur das koruppte Deutschland an deckt Mörder und andere Verbrecher wenn es nur daran gut verdient. Deutschland ist mitlerweile ebenfalls eine Bananen Republick und ein Schurkenstaat

    • Abraam Kosmidis sagt:

      Lieber Jens Sommer,
      mich würde jetzt einmal interessieren zu erfahren, welchen Schaden Griechenland in der Türkei angerichtet haben soll. Ich bitte um Erläuterung.

  13. Richie sagt:

    Sehr geehrter Herr Kosmidis,
    haben Sie vielen Dank für Ihre Antwort. Es ist gut, dass man sich hier zur Sache kritisch äußern kann, ohne gleich ein verbales Brett über den Kopf gezogen zu bekommen. Griechenland weiß sicher selbst, was zu tun ist. Dennoch können andere Blickwinkel eine Position verändern und das Verstehen fördern. Daher möchte ich mich nochmals zu Wort melden.

    Das Focus-Titelblatt ist und bleibt geschmacklos, keine Frage. Aber es bringt nach Einschätzung vieler Deutschen die Sache auf den Punkt. Griechenland sollte daher, wenn die Verärgerung etwas verflogen ist, zähneknirschend einmal darüber nachdenken, warum es soweit gekommen ist. Also warum das harte Wort “Betrüger“ gefallen ist. Denn nicht die schwierige Staatslage in Griechenland ist Grund für die Enttäuschung, sondern es ist die vorsätzliche und nachhaltige Trickserei. Eine Krise kann als Folge unglücklicher Verkettungen entstehen, Betrug nicht. Betrug ist Vorsatz und wenn er die griechischen Dimensionen erreicht, kann man ihn auch nicht mehr mit lockeren Gesten oder Ablenkungsmanövern abtun.

    Es kann ebenfalls kaum mildernd gelten, dass Griechenland lediglich 2,6% des europäischen Bruttosozialprodukts stellt. Denn es steht etwas ganz anderes auf dem Spiel, nämlich die Glaubwürdigkeit der EU. Diese Glaubwürdigkeit hat Griechenland leichtsinnig gefährdet. Das ist Wasser auf den Mühlen der Euro- und EU-Gegner. Und zugleich haben unsere Freunde über dem Atlantik jetzt ein schiefes “Ihr seid auch nicht besser“ – Grinsen im Gesicht, wenn sie über Europa sprechen. Das schmerzt mich. Denn auch ich bin ein Europäer. Und ich bin es sogar gerne. Europa sollte hohe Grundsätze und Standards haben, das habt ihr einmal erfunden. Gelten die nicht mehr?

    Die EU hat Griechenland vertraut, was sicher sehr ehrenhaft war. Muss man immer erst misstrauisch sein? Nein, nur derjenige der schlecht ist, denkt auch so über Andere. Die Dimension der griechischen Probleme schockt jedoch. Man erfährt, dass Griechenland zu den EU-Milliarden noch weitere hohe Kredite aufgenommen hat, um was auch immer zu finanzieren. Man mag nicht glauben, dass skrupellose Banken seit über einer Dekade Griechenlands Politikern bei der Verschleierung der Realität helfen. Hat das wirklich keiner bemerkt oder war es eher kollektiv egal? Jetzt erst wird den Akteuren allmählich klar, dass man sich mit den Falschen eingelassen hat, denn die Helden von damals spekulieren jetzt gegen sie. Das müssen wir allerdings jetzt gemeinsam ausbaden. Diesen Umstand verdanken wir…wem? Beantworten Sie die Frage selbst.

    Wenn einem lieben Verwandten die Luft ausgeht, dann hilft man. Also wird auch die EU helfen, das steht für mich fest. Aber tadeln muss erlaubt sein, erst recht wenn man als Deutscher tapfer seine Steuern bezahlt, die, wie man jetzt weiß, teilweise auf unerklärliche Weise in einem schwarzen Loch in Griechenland versickern.

    Deutschland musste in den Jahren 2000-2008 einen Reallohnverlust von knapp 1% hinnehmen, während Griechenland um satte 39,6% zulegte. Übrigens der höchste Wert in den alten EU-Ländern. Da hat sich wohl die Geldmenge von der Wirtschaftsleistung eindeutig entkoppelt. Insofern ist sicher verständlich, dass viele Deutsche der Meinung sind, dass wir Zahlmeister der EU sind. Wir arbeiten hart und bis 67, um uns ab und zu mal einen kleinen Ouzo auf Rhodos zu gönnen, was mittlerweile gar nicht mehr so billig ist. Aber wir lieben beides, also die Arbeit und Griechenland, irgendwie.

    Wenn jedoch in Regierungskreisen vor lauter Ablenkungstaktik von noch ausstehenden Reparationszahlungen gesprochen wird, dann hat man endgültig auf den falschen Knopf gedrückt. Leute, solche Themen bespricht man doch diplomatisch im Hinterzimmer der Politik, aber doch nicht im TV. Da meint ja eure Jugend gleich, sie braucht gar nichts mehr zu arbeiten, bei den vielen Billionen, die wir Euch schulden und bald zahlen. Pädagogisch wirklich ein schwachsinniger Schachzug. “Grillt“ Eure Politiker mal für solche Äußerungen.

    Wir Deutschen haben sicher ein sehr dunkles Kapitel in unserer Geschichte, keine Frage. Aber bitte, noch nicht mal mein Vater war im Krieg, weil er zu jung ist. Wir wurden nach dem Krieg zu einer der tolerantesten, fleißigsten und friedfertigsten Nationen mit hoher Bildung, wer was anderes behauptet ist ein Volltrottel. Wir zahlen als Sühne seit Jahrzehnten wie die Bekloppten in alle Herren Länder. Also lasst uns damit in Frieden, wir tun es schon freiwillig.

    Überall wo auf der Welt Not herrscht, ist Deutschland zur Stelle. Die meisten Griechen hingegen spenden höchstens für die staatliche Lottogesellschaft, Johnny Walker oder für den Philip-Morris Konzern. Sorry, aber das musste jetzt sein.

    Am Ende werden wir uns wieder zusammensetzen und eine gute Lösung aus dem Schlamassel finden. Der Wunsch ist jedoch, dass die Griechen bitte in der Realität ankommen müssen. Denn die Lösung wird nicht heißen, dass mit weniger Arbeit und ohne sich anzustrengen alles wieder automatisch in Ordnung kommt. Auf Wiedersehen in Hellas!

    • Abraam Kosmidis sagt:

      Sehr geehrter Ritchie,
      der objektive Austausch von Meinungen ohne überzogene Polemik und Verbalattacken wird in diesem Forum als selbstverständlich vorausgesetzt.

      Allerdings empfinde ich das Titelblatt gerade auch unter dem vorgenannten Aspekt als nicht „auf den Punkt gebracht“, denn es geht da nicht um objekte Darstellung der Probleme sondern nur darum, mit einer obszönen Geste möglichst viel Aufsehen zu erregen. Auch kenne ich hier niemand, der eine derartige Geste in diesem Zusammenhang gemacht hat. Die Unterstellung aber, dass nun „alle Griechen“ (sinnbildlich hin oder her) den „Stinkefinger“ gezeigt haben sollen, bleibt damit also ebenso eine Beleidigung wie auch eine unwahre Behauptung.

      Ebenso lehne ich persönlich, den ständigen Hinweis auf die NS-Vergangenheit Deutschlands als Reaktion auf derartige Vorgänge ab. Hier hätte ich auch von der griechischen Presse etwas mehr Taktgefühl erwartet. Über das Thema Reparationszahlungen kann ich mich derzeit nicht äußern, weil ich mich mit dem Thema bislang nicht befasst habe.

      Über die Gründe der schlechten Lage in Griechenland macht man sich hier übrigens nicht erst seit der Focus-Titelseite Gedanken, sondern ist schon seit Jahren darüber besorgt. Nur hat das ausserhalb Griechenlands bislang niemand sonderlich interessiert. Es begann jedoch nicht mit einer finanziellen Krise, sondern mit einer Strukturkrise. Die Gründe hierfür können in dem anderen Blog Beitrag „Die Beseitigung der wahren Gründe für die Krise in Griechenland – Chance für einen Neuanfang nachgelesen werden“. Dort wird absolut selbstkritisch über die Gründe, die zur heutigen Situation geführt haben, reflektiert. Doch die Strukturkrise, welche zum großen Teil in einem enormen Reformstau begründet ist, entwickelte sich aufgrund der Weltfinanzkrise auch in Griechenland zu einer ausgewachsenen Finanzkrise. Durch die bereits vorhandenen Probleme wirkte die Weltfinanzkrise quasi als Katalysator und hat den Prozess in Griechenland rapide beschleunigt. Das ist die hausgemachte Seite der Medaille.
      Nicht hausgemacht ist jedoch der aktuelle Angriff der Finanzspekulanten auf Griechenland. Aufgrund der dargestellten Situation hat man sich Griechenland als Einstieg auf eine wüste Zockerei gegen den Euro ausgesucht. Auch zu diesem Thema wurde bereits vor Tagen ein Beitrag im Forum unter dem Titel „Griechenland Debatte- der eigentliche Angriff gilt dem Euro“ eingestellt.
      Am Samstag war dann auch in der FAZ exakt zu diesem Thema eine ähnlicher Artikel zu lesen. Es geht um einen Angriff der Hedge Fonds auf den Euro, welcher nach dem Wunsch dieser Spekulanten auf eine 1:1 Parität zum US-Dollar gedrückt werden soll. Nach Ansicht dieser Kreise dient Griechenland lediglich als Einstieg zur Realisierung dieses Plans. Andere Länder sollen folgen.

      Abgesehen davon, dass der Euro sicherlich nicht auf Dauer bei einem Verhältnis von 1:1,50 zum Dollar stehen bleiben konnte, geht es jetzt darum Mechanismen für die allgemeine Abwendung solcher Attacken zu entwickeln, die offenbar bislang fehlten.

      Die Europäer sollten ihre Kräfte hierfür verwenden, anstatt sich in egenseitigen Schuldzuweisungen zu erschöpfen. Dies hilft den Spekulanten nur bei der Realisierung ihrer Pläne, sonst niemand.

      Darüber hinaus wird aber ein ganz anderes Problem in der Euro-Zone deutlich. Die Kriterien für den Stabilitätspakt wurden im Wesentlichen von den starken Wirtschaftsnationen in der EU vorgegeben. Die kleineren Ländern hatten hierauf keinen Einfluß. Aber möchte man wirklich glauben, dass sich zB Griechenland (und viele andere EU-Staaten) wirtschaftlich jemals mit Deutschland, Frankreich messen können werden ? Andererseits sollen aber für die Wirtschaft die selben Kriterien in beiden Ländern gelten. Wie soll das funktionieren ? Nun kann man sich lapidar auf den Standpunkt stellen: Ja, wenn die Kriterien nicht erfüllt werden können, dann muß Griechenland und/oder auch andere Länder auf Dauer gesehen raus aus dem Euro-Verbund. Ist das aber nicht zu einfach gedacht ? Sinn der EU und der Eurozone ist nicht die wie bisher praktizierte „einfache Interessengemeinschaft zur Bedienung rein wirtschaftlicher Interessen“, sondern soll lediglich eine Vorstufe zu einem wirklich vereinten Europa darstellen unter dem Motto „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Bestandteile“. Dies ist kein Selbstzweck sondern absolut notwendig, damit Europa auf Dauer gegenüber den aufkommenden Welt(wirtschafts)mächten konkurrenzfähig bleiben kann. Es ist einfach zu kurz gedacht, wenn man Deutschland nur als Zahlmeister der EU betrachtet. Deutschland profitiert mit seinen Exporten sehr stark von den weggefallenen Handelszöllen (was absolut ok ist), es erhält übrigens ebenso einen hohen zweistelligen Betrag aus dem Strukturförderungsfonds der EU wie Griechenland. Die „kleinen“ Länder sollten aber nicht nur zur Vereinfachung von Expansionsplänen und zur Schaffung ständig neuer Märte für die Exportnationen innerhalb de EU dienen, sondern ihre Integration in eine gesamteuropäische Familie stellt ein Muß für den nächsten Evolutionsschritt in der Geschichte de EU dar. Denn die „großen“ Länder in der EU werden nur dann auf Dauer eine Chance haben, ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten beizubehalten, wenn der Traum von einem großen Europa als moderner Staatstyp mit zentraler wirtschaftlicher, verwaltungstechnischer, militärischer und sonstiger staatlicher Verwaltung realisiert wird und sich die EU wie gesagt nicht nur als reiner Wirtschaftsverbund definiert. Hierzu ist die Integration aller europäischer Länder nötig und nicht nur die der finanzstarken. Deshalb sollte einmal darüber nachgedacht werden, ob das bisherige Modell der Währungsunion einem solchen Ziel unter allen Aspekten und insbesondere im Hinblick auf das gewünschte Endergebnis gerecht wird.

  14. Europäer sagt:

    Was Sie da schreiben entspricht, bis auf die Verschwörungstheorie mit dem Angriff auf den Euro, ziemlich genau meine Meinung. Nun ich weiß ja nicht ob die Deutsche dass jetzt so empfinden können. Durch die Wiedervereinigung haben die Deutsche andere Prioritäten und vor allem denken viele Deutsche dass sie jetzt wieder zu den Großen gehören. Die Zeit der Bescheidenheit das war gestern. Es kann also sein dass gerade wegen der Wiedervereinigung die EU scheitert. Ich bin der Meinung dass die meisten deutsche Politiker das Problem erkannt haben. Aber ob sie den Mut haben die notwendige Schritte zu machen und das gegen der allgemeine Meinung, ist fraglich. Die Zukunft wird es sagen. Es kann aber sein dass wir es nicht schaffen. Das wäre dann das zweite mal dass die Entscheidung für oder gegen Europa bei den Deutschen liegt. Arminius hat diese Chance verpasst und hat sich für den Verrat seines Freundes Varus entschieden. Die Zukunft wird es sagen.

    • Abraam Kosmidis sagt:

      Die Sache mit dem Angriff auf den Euro konnte sinngemäß wie in dem Beitrag jetzt auch in der letzten Samstagsausgabe der FAZ nachgelesen werden. Zuvor hatte auch schon das Wallstreet Journal ähnlich berichtet. Es passt auch absolut in unsere Zeit, dass sich die Spekulanten immer neue Varianten ausdenken, wie sie auf Kosten ganzer Länder und Wirtschaften Geld verdienen können. Nach Immobilien- und Lehman crash, Weltfinanzkrise usw. ist jetzt eben die Euro-Dollar Parität dran.

      In Deutschland habe ich volles vertrauen. Sie werden gemeinsam mit Frankreich der Motor des großen Europas sein. Nicht überall wird in Deutschland negativ über die EU gedacht. Weite Kreise, welche zur differenzierten Betrachtung und objektiven Abwägung in der Lage sind, betrachten ein großes Europa ohne Alternative. In einer pluralistischen Gesellschaft gibt es eben viele Meinungen. Meistens sind aber die Stimmen mit dem niedrigsten Niveau auch die lautesten.

  15. Europäer sagt:

    Hallo Herr Kosmidis,
    den Artikel in der FAZ habe ich auch gelesen, es unterstellt aber eine Koordination der Spekulanten voraus und das halte ich für unwahrscheinlich. Ich glaube mehr an den Herdentrieb. Es werden erste Anzeichen einer Gefahr erkannt und durch den Herdentrieb kommt es zu eine Art scheingezielte Spekulation. Ansonsten hoffe ich dass sie mit Europa recht behalten. Aber ich habe eine Zunahme des primitivsten Nationalismus seit der Wiedervereinigung in Deutschland festgestellt. Besonders bei den deutschen aus den sogenannten neue Bundesländer. Aber auch in den Medien. Hoffentlich irre ich mich. Es wäre Schade wenn alle bisherige Anstrengungen und Opfer umsonsten gewesen sind.

  16. Michalis sagt:

    Lieber Abraam Kosmidis,

    ich lese hier viele kluge Gedanken und einige Erklärungsansätze, welche ich voll und ganz unterstreichen kann. Was ich aber vermisse, ist eine etwas losgelöstere Betrachtung, die Betrachtung aus einem größeren Abstand.

    Ich bin als Deutscher in einem Alter, in dem ich feststellen muss, dass mein bisheriges Leben rein rechnerisch wesentlich mehr von der D-Mark als von dem Euro beeinflusst wurde. Ebenso kenne (und liebe!) ich Griechenland seit nun mehr als zwei Jahrzehnten; 1989 durfte ich meine ersten Wochen in dem schönen Hellas verbringen. Ich kenne daher also auch Griechenland noch aus der Zeit der Drachmen.

    Wenn ich diese Umstände berücksichtige, vermisse ich hier die Berücksichtigung der nun einmal völlig unterschiedlichen Mentalitäten. Denn diese Mentalitäten haben sich – Zeus sei Dank! – selbst durch die zum Teil verkrampften Versuche einer gewaltvollen Europäisierung noch nicht geändert. Wenn ich dies gut heiße, so will ich damit sagen, dass es doch gerade das Miteinander dieser zum Teil völlig unterschiedlichen Kulturen ist, was den eigentlichen Wert einer Europäischen Union darstellt. Anders: ich halte es für völlig falsch, im Rahmen eines „Vereinigten Europas“ Griechen zu Deutschen machen zu wollen oder Deutschen etwa eine griechische Mentalität überstölpen zu wollen. Gerade dies wurde jedoch fatalerweise mit der aus meiner Sicht zwanghaften wirtschaftlichen Gleichschaltung versucht. Und wir alle sind darauf hereingefallen!

    Mal ehrlich: Letztendlich müssen wir uns doch mittlerweile eingestehen, dass wir durch die Einführung des Euro komplett veralbert worden sind – um nicht noch einen härteren Ausdruck zu bemühen! Wenn man all die Tricksereien und Augenwischereien beiseite schiebt: Welches Land innerhalb der EU hat denn wirklich von dem Euro profitiert? Wurde uns da nicht lediglich eine Riesen-Seifenblase präsentiert, die jetzt schon gewaltige Risse hat und höchstwahrscheinlich in nächster Zukunft zerplatzt? Und das nicht nur in Griechenland! Haben da nicht ganz andere Interessen dahinter gestanden? Beispielsweise ein schon zur Zeit der Euro-Einführung viel zu schwacher Dollar, für den dringend eine Lösung gefunden werden musste?

    Allan Greenspan, der ehemalige Präsident der Federal Reserve Bank, hat bereits vor nun ca. fünf Jahren (also als der Euro gerade einmal einige wenige Jahre alt war) ausgeführt, das Währungsgefüge zwischen Dollar und Euro, das Miteinander dieser beiden Währungen sei auf die Dauer unbefriedigend. Es werde daher eine Zeit kommen, in der dringend über eine einheitliche Währung nachgedacht werden müsse, in welcher es dann also konsequenterweise weder den Dollar noch den Euro gebe. Auf Nachfrage erklärte er, diese Zeit werde alsbald kommen; er rechne ab spätestens 2007 mit dem Beginn der „notwendigen Reformen“.

    Nun kann man natürlich nicht von Heute auf Morgen hingehen und den Völkern verkünden: Eure Währung ist tot, ab heute heißt unsere gemeinsame Währung „?“. Also musste dafür Sorge getragen werden, dass sich der Markt so entwickelt, dass die Völker von sich aus nach einer solchen neuen Währung verlangen. Und das wird nun einmal am besten dadurch erreicht, dass die althergebrachten Werte „in die Tonne gekloppt“ werden.

    Insofern sind die Anmerkungen zu den unseeligen Rollen der diversen Hedgefonds völlig zutreffend. Überhaupt muss man sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Es gibt die legale Möglichkeit, an den Verlusten nicht nur einzelner Unternehmen, sondern sogar kompletter Staatsgebilde und Währungen zu verdienen! Irgendwie eine wirtschaftliche Perversität, oder?

    Nun zurück zum eigentlichen Thema. So wie ich die griechische Mentalität kennengelernt habe, war es schon immer so, dass für den einzelnen Bürger staatliche Institutionen sehr weit entfernt waren. Ich sehe zu, dass ich zu guten Zeiten mein Schäflein ins Trockene bringe, damit ich in schlechten Zeiten davon zehren kann. Aber warum soll ich von meinen Gewinnen abgeben? „Die da oben“ tun doch eh nichts; sollen sie doch eher selbst arbeiten als von meinen Steuerzahlungen zu leben. Was haben die denn auch schon groß für mich gemacht?

    Ich finde das im Wesentlichen sogar nachvollziehbar. Auch ich habe viele griechische Staatsbedienstete kennen gelernt, die froh waren, ihren gesicherten Posten innezuhaben, und sich dann nicht mehr sonderlich bemüht zeigten, etwas für ihre Mitbürger zu tun. Siga, siga – nur nichts übereilen!

    Mit dieser Metalität liefen die Griechen mit „Hurra“ in die Euro-Region über. Nach dem Motto „Wie im Kleinen so im Großen“ nahm nun auch der komplette griechische Staat mit Freuden die vermeintlichen Vorzüge in Anspruch, welche der Euro bot. Dafür wurden dann auch gerne die einen oder anderen Zahlen etwas geschönt.

    So, das ist jetzt die Stelle, an welcher der Focus mit seinem hier nun schon zur Genüge zitierten Titelbild eingreift. Die Griechen sind die Hinterlistigen, die nun für ihre eigenen Lügen bestraft werden! Aber das ist weniger als die Hälfte der Wahrheit! Und daher empfinde auch ich dieses Titelbild nicht nur als unpassend, sondern als für das griechische Volk beleidigend.

    Sieht man den Globalzusammenhang, stellt man schnell fest, dass alle Europäer sich mit der Einführung des Euro zum Spielball der Weltfinanzmächte gemacht haben. Auch wir Deutschen! Nur dass wir aufgrund unserer wesentlich höheren Obrigkeitshörigkeit immer schon erheblich mehr darauf erpicht waren, nur ja unsere Steuerschulden zu begleichen und insoweit keine Schulden zu haben.
    Einen wesentlichen und in jedem Fall zu beachtenden Unterschied zu Griechenland stellt aber auch unser Sozialstaatsverständnis dar. Deutschland ist ein – von den entscheidenden Finanzkräften im Übrigen deswegen verachteter – Wohlfahrtsstaat, welcher mit seinen Sozialleistungen jedenfalls gegenüber Griechenland beispielslos ist. Die bei uns gewährten Sozialleistungen (derzeit 359 EUR monatlich zzgl. Miete für angemessenen Wohnraum) würden einen Großteil der griechischen Bevölkerung vollends zufriedenstellen. Tatsächlich leben aber viele Griechen bei gleicher Währung und mittlerweile fast gleichem Preis-Leistungs-Verhältnis weit unterhalb dieser Einkommensgrenze, was viele Griechen im Gegensatz zu den meisten Deutschen dazu zwingt, eben weiterhin „irgendwie ihr Schäfchen am Finanzamt vorbei ins Trockene zu bringen“.

    Und genau dies ist die Stelle, an welcher die Finanzmächte eingreifen. An dieser Stelle ist Griechenland verletzbar. Und da es nun endlich an der Zeit ist, die große unbedingt erforderliche Reform des Weltfinanzmarktes durchzuführen, werden die schwächsten Glieder der Kette angegriffen, um dadurch das gesamte Gefüge ins Wanken und letztendlich zum Sturz zu bringen. Es gibt weltweit weitaus höhere Staatsschulden als Guthaben. Diese Schulden müssen beseitigt werden, um einen wirtschaftlich stabilen Neuanfang zu starten. Und da nicht einfach ohne Ende weiter Geldscheine gedruckt werden können, welche mangels völliger Loslösung von einem Goldstandard oder von ähnlichen Bezugsgrößen ohnehin keinen verlässlichen Wert mehr haben, müssen die Schulden auf Null zurückgefahren werden, was aber nur durch eine Währungsreform geschehen kann. Um dahin zu gelangen, bedarf es zunächst des Sturzes des alten Systems.

    So gesehen tut mir Griechenland leid. Andererseits bin ich aber auch froh, dass es ein Volk wie die Griechen gibt. Denn welches andere Volk steht ähnlich auf wie die Griechen? Die Griechen wollen die Erhöhung des Rentenalters, die Erhöhung der Mehrwertsteuer, die Herabsetzung der Beamtengehälter nicht einfach hinnehmen, daher treten sie in den Streik. Ich habe schon viele Streiks in Griechenland hautnah erlebt, bin beispielsweise in einem Fährhafen bei abendlichem Gaslicht hängen geblieben, weil der gesamte öffentliche Dienst einschließlich der Stromversorger streikte. Wann gab es so etwas schon einmal in einer solchen Dimension in Deutschland? Ich kann mich nicht daran erinnern, und wie eingangs erwähnt, so ganz frisch bin ich nicht mehr! Und gerade die derzeitige Situation kann ich aus meinen hier dargelegten Gründen vollkommen nachvollziehen. Das einfache Volk wurde letztendlich völlig – jetzt schreibe ich es – verarscht!

    Fazit:
    Das Titelbild des Focus ist für mich solange falsch, als es suggeriert, die griechische Nation habe die EU hinters Licht geführt und zeigt ihr nun stänkernd mit einem hämischen „Ätsch-Bätsch“ den Stinkefinger. Das Titelbild ist für mich aber dann richtig und positiv, wenn ich es dahingehend verstehe, dass die Griechen der Weltfinanzmacht den Stinkefinger zeigen. „Mit uns nicht!“
    So interpretiert würde ich mir wünschen, dass so etwas auch in Deutschland möglich wäre!

  17. Richie sagt:

    Lieber Herr Kosmidis,
    es ist schön zu sehen, dass mittlerweile die Diskussion hier mit kleinen Ausnahmen auf den Sachthemen angekommen ist.

    Da Sie das Titelblatt nochmals ansprachen: Wir sind uns einig, dass es geschmacklos ist und Sie haben Recht, es war nicht objektiv. Es gehört eher in den satirischen Bereich der Unterhaltung, aber nicht auf die Titelseite eines “Nachrichtenmagazins“. Ich denke das hat mittlerweile auch Herr Markwort begriffen, der Macher des “Focus“. Auch wenn “Michalis“ sagt, wenn man es andersrum interpretiert wäre es ok, nein ist es nicht. Es bleibt eine Schmähung an sich.

    Dass viele Griechen diese Schmähung jedoch als “kollektive Beleidigung“ empfinden, liegt im Ermessen des einzelnen Betrachters. Denn in erster Linie sollten sich diejenigen angesprochen fühlen, die für die Betrügereien im Staat Griechenland die Verantwortung tragen. Keinesfalls die ganze Bevölkerung, die zum Großteil genauso ahnungslos gewesen ist. Das sollten die Griechen ihren Politikern vermitteln.

    Das Wesen einer Provokation liegt in der Überspitzung, dadurch wird ein Problem in den Blickpunkt gerückt und eine Zäsur gesetzt. Vielleicht auch aufgrund der Publikation im Focus wurde letztlich eine massive Diskussion angestoßen und möglicherweise werden die Griechen damit auch aus der Reserve gelockt. Sie sagten, dass Griechenland vorher nur als Randnotiz in deutschen Publikationen auftauchte. Das ist zumindest im Moment anders. Das hatte jedoch nichts mit Ignoranz zu tun, sondern eher mit der Gewichtung. Es wird ja z.B. auch nicht ständig über das Saarland berichtet.

    Wir erleben in Deutschland solche Provokationen in der Form eher seltener. Meine Anregung war daher, nach Abklingen des Ärgers, darüber nachzudenken, warum es überhaupt so weit gekommen ist. Also warum eine deutsche Zeitschrift, wo sicherlich viele kluge Menschen arbeiten und recherchieren, auf die Idee gekommen ist, das zu tun. Focus ist nicht die “Sun“ aus England. Aber dennoch dafür bekannt, schonungslos über Missstände zu berichten und manch einer kommt dabei schlecht weg. Die Frage dabei ist sicher, ab wann der gute Geschmack auf der Strecke bleibt. Dennoch halte ich es für besser, lieber einmal ordentlich auf den Tisch zu hauen und zu polarisieren (wenn auch zu heftig und entwürdigend), als dauernd nur um den heißen Brei herumzureden. Denn offenbar ist Kritik an den Staatsfinanzen und anderen Problemen bis dato jahrelang an Griechenland abgeprallt. Also verschärfte sich die Debatte massiv, nachdem die drohende Rechnung auf dem Tisch lag.

    Ich bleibe auch einigermaßen gelassen, wenn ich aktuelle Beiträge wie z.B. den in der Zeitung “Eleftheros Typos“ sehe, wo populistisch über “Finanz-Nazitum in Europa“ geschrieben und das Ganze durch eine Fotomontage der Göttin Viktoria mit Hakenkreuz illustriert wird. Ich weiß, warum die Reaktion erfolgte und deshalb sehe ich das nicht zu eng. Die Frage muss aber erlaubt sein, ob man sich einen Gefallen tut, mit gleicher Münze heimzuzahlen. Stellt man sich doch damit auf die gleiche Stufe wie Focus und ganz plötzlich ist man nicht mehr erhaben über der Kritik. Oder will man erneut nur ablenken?

    Wir alle sind betroffen von der Welt-Finanzkrise, die ihren Ursprung in erster Linie in den USA hat, weil die Amerikaner seit mindestens 10-15 Jahren massiv über ihre Verhältnisse gelebt haben. Was meinen Sie, wie viel Geld in Deutschland in der Finanzkrise von einfachen Bürgern und hart arbeitenden Menschen verloren gegangen ist oder noch verloren gehen kann? Die Menschen dachten, ihr erspartes Geld wäre sicher. Ich spreche nicht von windigen Anlagen und hochspekulativen Derivaten der Banken, das kommt noch dazu. Dafür wird in Deutschland mit den Verantwortlichen bereits ins Gericht gegangen. Sondern ich spreche vom Wert des Geldes an sich. Wer wenig oder nichts hat, kann darüber lachen. Aber vielen ist nicht zum Lachen. Droht eine Mega-Inflation? Wer weiß?

    Es ist jedenfalls nicht zu rechtfertigen, dass ein Staat seine Finanzen nicht wenigstens versucht, in Nicht-Krisenzeiten in Ordnung zu halten. Leider mussten wir in Deutschland in dieser Phase die Grundsätze über einen ausgeglichenen Staatshaushalt ebenfalls verletzen und die Diskussion ist sehr groß darüber. Der Unterschied ist, dass Griechenland diese Grundsätze auch außerhalb der Krise nicht respektiert hat. Das hat nicht unbedingt etwas mit der Finanzkraft eines Landes zu tun, sondern mit ordentlicher Buchführung. Ich vergleiche den Staat einmal mit der Führung eines Unternehmens: egal ob klein oder groß, man kann nicht auf Dauer mehr Geld ausgeben als erwirtschaften. Sonst fressen einen die Zinsen auf. Im Blog hier hat das Herr Opitz richtig angemerkt, die Rechnung nach alter Kaufmannsart passt(e) nicht.

    Dass man strukturschwache Unternehmen oder Länder mit entsprechenden Maßnahmen stützt, sofern solche Investitionen an der richtigen Stelle ansetzen, also vor allen Dingen in die Zukunft gerichtet sind, ist selbstverständlich und angemessen. Jetzt geht es jedoch zunächst um die Wiederherstellung solider Zustände, und da sind sicher Opfer notwendig. Und allen voran muss wohl Deutschland finanzielle Opfer erbringen, insofern ist die Stimmung darüber natürlich nicht besonders gut. Uns freundlich aufzuklären, dass wir diese finanziellen Opfer gut wegstecken können, weil wir gute Handelswaren und industrielle Erzeugnisse ins Ausland liefern, an denen wir gut verdienen, ist irgendwie paradox, um es höflich auszudrücken. Denn im Klartext bedeutet es: arbeitet schön, wir kaufen Euch die Waren gerne ab, aber wenn es um Bezahlen geht, dann erwarten wir einen hohen Rabatt oder Kompletterlass. Das ist nicht wirklich fair. Wir lassen beim Griechen auch nicht anschreiben, wir zahlen gleich.

    Dass man bei den Deutschen, wie im Beitrag von “Europäer“ zu lesen ist, “eine Zunahme des primitiven Nationalismus“ vermutet, kann ich nicht nachvollziehen und gehört eher in den Bereich einer Stammtischdiskussion. Ich kann ebenso wenig bestätigen, dass Deutschland jetzt wieder “zu den Großen gehören will“ oder das die “Bescheidenheit gestern war“. Oder ist gemeint, dass wenn das Portemonnaie erst mal vor größeren Zugriffen zugeklappt wird, dann ist der Empfänger eingeschnappt und schimpft? Wir zahlen netto in die EU ein, das ist Tatsache. Selbst in der jetzigen Situation geht Deutschland weiterhin verantwortungsvoll mit seinen Nachbarn um. Zudem werden wir, ob es uns gefällt oder nicht, eher in die Verantwortung gedrängt. Das ist auch richtig so, denn wir sind aufgrund der Wirtschaftskraft ein wichtiger Faktor in Europa. Aber man sollte uns nicht unterstellen, wir würden mehr Macht ausüben wollen, als die, die uns aus der Verantwortung aufgebürdet wurde.

    Wir alle müssen lernen als Europäer zu denken. Ich behaupte, dass Deutschland einen weitaus geringer ausgeprägten Nationalstolz hat als jedes andere Land der Welt. Das ist Folge unserer Geschichte und legt einen guten Grundstein für das Haus Europa. Es geht auch nicht um Wirtschaftskapitalismus, das war gestern. Heute haben wir ein offenes Europa. Wir haben viele Schranken abgebaut. Nur ein Beispiel: früher konnte in Deutschland nur jemand einen Handwerksbetrieb gründen, wenn er einen Meistertitel hatte. Das wurde zugunsten vieler ausländischer, anders qualifizierter Arbeiter aufgegeben. Das war nicht zum Vorteil deutscher Betriebe. Umgekehrt investieren deutsche Firmen gerne im Ausland und werden zu Partnern von Firmen Vorort, also sind sie mehr als nur Lieferanten, die ihre Gewinne komplett mit in die Heimat nehmen. Dies hilft der Wirtschaft dortzulande. Aber man soll nicht meinen, dass wir immer die Lokomotive sein können und alle anderen dürfen bequem hinten in den Waggons Platz nehmen. Das wird nicht funktionieren. Zu viele Waggons hängen bereits dran.

    Ansonsten gebe ich Ihnen in all Ihren Ausführungen Recht. Die Integration aller Länder in der EU auf allen Ebenen fair voranzutreiben ist ein gutes Ziel. Die EU darf nicht nur eine Wirtschafts- oder Währungsunion wie jetzt sein. Auch der Dollar war mit 1:1,50 unterbewertet. Zu guter letzt sei angemerkt, dass kein vernünftiger Mensch Griechenland oder andere Länder aus der Währungsunion oder gar der EU ausschließen will. Genauso fordern einige Ewiggestrige, die deutsche Wiedervereinigung rückgängig zu machen, weil sie uns immer noch Geld kostet. Auch das ist nur Stammtischgerede und beides ist in Deutschland nicht Gegenstand sachlicher Diskussionen, obwohl schlaue Analytiker oft so einen Unsinn von sich geben. Aber dieselben Schlaumeier haben auch ähnlich absurde Ratschläge von sich gegeben, als die Wirtschaft scheinbar brummte, dabei war alles nur eine Blase.

  18. Europäer sagt:

    Das Titelbild ist nicht das Problem, mittlerweile wird auch der Vorwurf erhoben, Deutschland habe mit seinen Leistungsbilanzüberschüssen und den damit verbundenen Kapitalexporten zu der Krise beigetragen. Wie immer auch eine Bewertung aussehen mag: Fakt ist, dass gesamtwirtschaftlich die Ersparnis gleich der Investitionen ist und dass ein Land, das mehr spart, als es selbst investiert, Kapital ins Ausland exportiert. Insofern ist, rein mathematisch, ein Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands nur möglich, wenn anderswo ein Leistungsbilanzdefizit existiert. Insofern hat es tatsächlich wenig Sinn, anderen Ländern Defizite vorzuwerfen, solange man auf die eigenen Überschüsse stolz ist und dass man durch Schleichprotektionismus dazu beiträgt.

  19. nikos sagt:

    Der gesamte Beitrag von Focus (Titelfoto und Inhalt) ist die Definition des „yellow journalism“ d.h. mit extremen Fotos und Inhalt eher zu provozieren und Aufregung schaffen statt zu informieren und dadurch den Verkauf des Blattes steigern. Daher verdient Focus nicht so viel Kritik und Aufmerksamkeit. Viel schlimmer ist dass die restliche sonst serioesere Presse (Spiegel usw) im gleichen Motiv Griechenland in mehreren Ebenen, sogar kulturell und besonders geschmaklos angegriffen haben. In Krisensituationen sind verschiedene Reaktionen zum Teil begruendet, aber mann sollte das Mass nicht verlieren. Das gilt sowohl fuer die deutsche als auch fuer die griechische Seite. Sogenannte „Antworten“ auf Focus welche die Nazi WW2 Kriegsverbrechen in der Argumentation benutzen sind nicht akzeptabel. „Pan metron“ war ein Kernpunkt der griechischen Zivilisation und das sollte man nach Aussen zeigen.

  20. theodor sagt:

    Hallo aus Griechenland
    Ich bitte im voraus um entschulduigung fuer meine rechtschreibung aber ich bin seit langem weg aus Deutschland (Hierzu mus ich sagen das ich das kind Griechisher Gastarbeiter bin und in Deutschland geboren und aufgewachsen bin , fuhle mich also auch teils als Deutscher)
    Es ist richtig das dieses tetelblatt des Focus unterste guertelinie war, wie auch das die politiker hier in Greichenland sich nur um die macht sorgen machen und wie sie wieder gewaehlt werden, das erklert teils die grosse und teils ueberflusige anzahl an staatsangestelten, die wie erwehnt sehr grosszuegig und meist fuer nichtstun bezahlt werden.
    Zur kriese muss ich aber sagen das viele die wahren hintergruende nicht gesehen haben oder diese nicht sehen wollen.dazu dies: Wan fing diese Kriese an; Meiner meinung nach ging es los als Wier Griechen im Vordergrund des NATO gipfels traten uns gegen den einzug Von FYROM euserten (wie auch Deutschland und Frankreich gegen die UKREINE und GEORGIEN)etwas das meiner meunung nach nicht in den karten der USA mit ihren weltherschaftsplenen spielte. Es ging los mit dem einbruch (angeblich) der grossen finanzkonzerne in den USA(es wird gemunkelt das die 700 mrd $ hilfe der regierung schulden decken solte die wehrend des IRAK , AFGANISTAN konflikts gemacht worden sind, da dies nicht vom kongres gebiligt werden ko0nte), dan die sogenante Shweine Grippe da viele leander Miliarden fuer eine impfung Gaben die gar nich einmal noetig war. Gelder die an US konzernen gingen um die Gesundheitsreform der USA zu finanzieren. wie komt es das es im aktien markt fast keine anderen auser EU Firmen stark betrofen betrofen sind (GMotors angeblich pleite , aber OPEL wolen diese heren nicht abgeben, und viele bangen um Ihren arbeitsplatz). meiner meinung nach sind wir Griechen als volk schuldig weil wier die Politik aller parteien in Griechenland gebiligt haben und auf eine art anbieter und kunde beziechung mit den politikern angegangen sind um letztendlich im ofentlichen dienst einsteigen zu koennen da dies als finanziele absicherung jeder Familie in Griechenland zeahlt.
    Sicher ist es Jedenfalls das aus eiger Kraft wir Griechen es nicht schafen werden rechtzeitig aus der klemme zu kommen, und ich will nicht wisen was es fuer uns und der EU bedeuten wird, wenn wir alle diesen finanzheien aus den USA nachgeben.Solange die Europea sich nicht in allem einig sind wie; eine gemeinsame finanzpolitik mit ausreichenden kontrol und sicherheitssystemen, nicht die eigenen staatsgrenzen sondern die gemeinsame EU grenze anerkenen, solange mitglidslender auf eige faust handeln (stationierung Patriotraketen in Polen Slowakei usw),kein einheitliches Rechtssystem gilt, eine gemeinsame EU ausenpolitik, wird es weitere leander wie Griechenland geben etwas was ich nicht hofe und wuensche mir das wier die ersten und letzten sind die das mitmachen.
    was gegenseitige beleidigungen angeht finde ich das dies nicht unsere freundschaft als voelker beeintrehtigen sollte da diese gezielt und koordiniert von denen die die lage nicht richtig einschetzen oder provit davon haben augestralt wird.weiterhin alles gute und hofentlich ist alles bald vorbei, so das wir uns gemeinsam auf ein ouzo freuen koennen.

  21. Richie sagt:

    Hallo Michalis,
    ihr Beitrag ist interessant und behandelt in erster Linie die Auswirkungen auf die Menschen und die unterschiedlichen Kulturen. Ich stimme Ihnen zu, dass falsch wäre, alle Bürger in Europa in einer Art Gleichschaltung der Mentalität auf einen Nenner bringen zu wollen. Ich denke, das muss jedoch nicht befürchtet werden, denn selbst heute sind selbst in Deutschland innerhalb weniger Kilometer höchst unterschiedliche Kulturen und Traditionen anzutreffen, und das obwohl wir alle mit der gleichen Währung bezahlen und wirtschaftlich vereint sind. Trotz aller Unterschiede in den einzelnen Bundesländern.

    Ich denke, der Föderalismusgedanke war auch mit Ausschlag gebend, als man das “Haus Europa“ erdacht hat. Denn im Gegensatz zu anderen Staatsformen, wie beispielsweise im zentralistischen Frankreich, haben bei uns die föderalen Länder ein großes Mitsprache- und Selbstbestimmungsrecht. Das macht eine einheitliche Meinungsfindung nicht immer einfacher, garantiert aber, dass regionale Interessen nicht zu kurz kommen.

    Die Herausforderung innerhalb der Europäischen Union ist tatsächlich, die unterschiedlichen Kulturen und Mentalitäten sowie Abstammung und Traditionen von Menschen nicht zu zerschlagen, sondern zu integrieren und zu respektieren. Hierzu ist Feingefühl notwendig. Daher ist der Integrationsprozess nicht mit hoher Geschwindigkeit machbar und das ist auch gut so. Am Ende bleiben die europäischen Unterschiede, die wir alle lieben, erhalten. Im Gegensatz zu beispielsweise den USA, wo ein Restaurant in Kalifornien so aussieht wie in New York und das Essen schmeckt in beiden auch noch genau gleich. Das möchte doch niemand in Europa. Im Gegenteil, wir sind Stolz auf die verschiedenen Nationalitäten und deren Eigenheiten. Dennoch verlangt das Gebilde EU nach einheitlichen Strukturen und rechtsstaatlichen Grundsätzen, auch oder gerade im Finanzbereich.

    Ich persönlich halte nicht viel von Alan Greenspan, dieser hat meines Erachtens mit der Politik des billigen Geldes viel dazu beigetragen, dass die Finanzkrise entstanden ist. Seine Ratschläge zur EU und dem Euro kann er sich sonst wohin stecken. Nur wenn Zinsen zu niedrig sind, versuchen institutionelle Anleger und Banken mit geborgtem Geld höhere Renditen durch windige Anlagen zu schaffen. Also nicht nur mit Sachwerten wie Aktien, sondern auch mit anderen, wie wir jetzt wissen, undefinierbaren Finanzinstrumenten. Im Moment befindet sich das Weltfinanzsystem in einer Zwangslage. Denn “echtes Geld“, gedeckelt durch wirtschaftliche Güter, wurde knapp. Also müssten die Zinsen eigentlich steigen. Aber die Notenbanken der Welt mussten die Märkte mit billigem Geld fluten, um zuerst Banken und letztlich das Gesamtsystem vor dem Umkippen zu bewahren. Geflutet wurde mit Kapital, was die “ehrenhaften“ Banker vorher dem Markt unehrenhaft entnommen haben.

    Ziel waren nur die Boni der Erfinder, meist ansässig im heutigen angelsächsischen Raum. Hier hat die Krise ihren Ursprung, weil spekulative Geschäfte keine Wirtschaftsleistung im Hintergrund benötigten, sondern eben nur eine Idee oder Hoffnung. Solche “Anlagen“ funktionierten eher wie ein Kettenbrief, der Dumme ist dann der, der am Schluss kauft, denn der hat wertlose Papiere. Dummerweise hat auch der Kleinanleger solche Papiere gezeichnet, weil seine Bank ihm die als absolut sicher verkauft hat. Die wiederum hat gesagt sie sind sicher, weil sie von Rating-Agenturen als “AAA“ eingestuft wurden. Ein Betrug sondergleichen. Alan Greenspan trägt daran eine große Schuld. Die Staaten versuchen gerade die Auswüchse zu bekämpfen, ohne gegen wirtschaftliche Prinzipien, z.B. gültiges Vertragsrecht, zu verstoßen. Man kann nicht einfach sagen, „Du bekommst den Bonus nicht“, wenn es vertraglich vereinbart wurde.

    Griechenland und auch damit die EU befinden sich gerade in den Klauen von Finanzjongleuren, denen das Handwerk gelegt gehört. Wetten auf Ausfall von Staatsanleihen gehören verboten. Eine unüberlegte Währungsreform kann jedoch nicht die Lösung sein. Auch nicht ein “Sturz des alten Systems“, denn ein Sturz bedeutet immer massive Verwerfungen und am Ende gefährdet es sogar den Frieden. Dennoch ist es ratsam, das verworrene Knäuel jetzt aufzudröseln und genau an dieser Aufgabe wird in unseren Regierungen gearbeitet. Davon bin ich jedenfalls überzeugt. Es gibt wenig Alternativen.

  22. Miriam Endlich sagt:

    Es sind definitiv Betrüger und wir müssen sie hinausbefördern!

  23. Gastarbeiter sagt:

    Hallo Miriam Endlich,

    Wen hinauswerfen? Meinen Sie jetzt Deutschland? Um die Kriterien zu respektieren hatte der damalige Finanzminister Theodor Waigel die Goldbestände der Bundesbank neu bewerten lassen, den Unterschied als Gewinn buchhalterisch für das Jahr geführt.(wie die Hütchenspieler). Somit waren die Kriterien nur anscheinend eingehalten worden. Nur Luxemburg (vielleicht wegen des Schwarzgeldes) hatte die Kriterien zu Hundert Prozent respektiert. Und mit dem Hinauswerfen, das ist nicht vorgesehen im Vertrag. Ein Land Z.Bsp. Deutschland kann nur freiwillig die Eurozone verlassen. Aber sagen Sie mir bitte, wie ist es möglich dass der Exportweltmeister Deutschland so ein Haushaltsdefizit hat? Die Kriterien werden von Deutschland bei weitem überschritten und das bei einem so großen Handelsüberschuss! Überschuss in Deutschland heißt Defizit anderes wo. Hier in Deutschland werden Euros verbrannt, nicht in Griechenland.

  24. Es ist erfreulich, dass wenigstens jetzt allmählich die Erkenntnis bis zur deutschen Presse durchdringt, dass das eigentliche Problem die Hedge Fonds und der Angriff auf den Euro ist.

    Es ist schon ein Witz, dass ausgerechnet die Rating Agenturen, welche zum Teil die Weltfinanzkrise verursacht haben, nun auch noch die Kompetenz für up und downratings von Ländern haben. Bei vereinzelten dieser Institutionen ist es ja offenbar so gewesen, dass sie den griechischen Staat bei der Trickserei mit den Swaps beraten haben sollen. Diese Kreise waren es jetzt die das downrating Griechenlands von AAA- auf BBB+ vorgenommen haben, jetzt gegen Griechenland spekulieren und mit den Bonds sowie der Euro-Dollar Parität mächtig abkassieren !

    Ich frage mich, wo bleiben die EU-Mechanismen ? Die Agenturen und amerikanischen Banken / Berater sollten überhaupt keinen Einfluß auf die Ratings etc. haben, das sollte sich alles in der Hand einer europäischen Gemeinschaftsorganisation befinden, zB bei der europäischen Zentralbank.

    Neben den ganzen hausgemachten griechischen Problemen, welche zweifellos seit Jahren gegeben sind und nie in Zweifel gezogen wurden, sollten sich Teile der deutschen Presse einmal überlegen, was sie die letzten Wochen in Sachen Griechenland veranstaltet haben. Das ist schon sehr traurig und lehrreich, wie mit einem befreundeten Land und Partner in seiner schwierigesten finanziellen Situation umgegangen wird.

  25. A.Grue sagt:

    Ich habe leider noch nicht die Möglicjkeit gehabt, den Artikel im Focus zu lesen, jedoch schon einiges gehört. Sicher ist es nicht richtig, im Niveau der Berichterstattung so tief zu sinken und ich als Ostdeutscher aus Leipzig musste vor einiger Zeit einen ähnlich niveaulosen und populistischen Artikel im Focus lesen, aber dennoch muss man festhalten, dass nicht vorrangig die in den USA entstandene Finanzkrise am finanziellen Desaster in Griechenland schuld ist. Auch andere Länder haben mit den Folgen der Finanzkrise zu kämpfen, ganz besonders Deutschland, was in besonderer Weise vom Export abhängig ist. Aber durch eine im Vergleich mit anderen Staaten solide Finanzpolitik, gelingt es Deutschland recht gut, durch diese schwierige Zeit zu kommen und es ist nicht einzusehen und auch gar nicht möglich, dass Deutschland Griechenland und andere Länder nun vorm finanziellen Kollaps rettet. Deutschland kann die gewaltigen Belastungen, die sich aus der derzeitigen Krise ergeben kaum für sich selbst stemmen, da ist es abwegig zu denken, dass durch Deutschland nun auch noch andere Staaten gerettet werden können. Griechenland hat sich durch seine Finanzpolitik selbst mit in diese Lage gebracht und muss nun auch selbst wieder hinausfinden.
    Aber, das berechtigt den Focus noch lange nicht dazu, in solcher Art und Weise über griechisches Essen zu schreiben (was mit den aktuellen Problemen rein gar nichts zu tun hat) oder nationale Kulturgüter in solch einer Art zu verunglimpfen.
    Ich habe großen Respekt vor der griechischen Geschichte.

  26. flankos sagt:

    Schon lange vor der Finanzkrise lebte nicht nur Griechenland über seine Verhältnisse. Und wer das über einen längeren Zeitraum tut, bekommt irgendwann die Quittung, auch Deutschland.

    Ob Griechenland seine Probleme in den Griff bekommt, bezweifele ich sehr. Ich lebe schon lange hier und stelle immer wieder fest, dass die Schuld für eindeutig hausgemachte Probleme sehr oft bei anderen gesucht wird.
    Selbsterkenntnis ist nicht gerade weit verbreitet.

    Weiterhin, Gesetze gibt es viele, aber die Einhaltung wird selten kontrolliert. Ich könnte eine unendliche Liste von Beispielen aufzählen, wo Regeln mit größter Selbstverständlichkeit offen missachtet werden. Hinzu kommt die ausufernde Schlamperei. Auch hier liefere ich gerne eine Aufzählung. Also liebe Deutsche, lasst euch kein schlechtes Gewissen einreden. Griechenland muss die Suppe selber auslöffeln, sonst ändert sich hier nie was.

  27. Sinneswandel sagt:

    Merkel für stärkere Koordinierung von EU-Wirtschaftspolitik. – (Pressezitat)
    – Woher dieser Sinneswandel auf einmal? Deutschland hat es sonst immer abgelehnt! Jean-Claude Juncker hat vor einem Auseinander driften der Euro-Zone gewarnt. „Eine Währungszone kann auf Dauer nicht bestehen, wenn die Unterschiede in den Leistungsbilanzen der Volkswirtschaften übergroß werden“, sagte der luxemburgische Ministerpräsident der „Süddeutschen Zeitung“. Die Wirtschaftspolitik müsse europäisch koordiniert werden. Und auf einmal ist der Groschen gefallen!? Wunder geschehen!

  28. Grieche sagt:

    Warum haben die Deutsche damals ihr xxxxxxxxx nicht aufgemacht? – 2003 hat der griechische Staat 170 Panzer für insgesamt 1,8 Milliarden Euro bei KMW bestellt. Die Lieferung sei 2009 abgeschlossen worden. 90 Prozent des Kaufbetrags seien inzwischen bezahlt, zehn Prozent stünden noch aus. KMW gehört mehrheitlich der Eigentümerfamilie, 49 Prozent hält Siemens. Mal prüfen wo das Geld geblieben ist, Schweiz vielleicht?

  29. Südländer sagt:

    Ich verstehe jetzt warum in Deutschland diese Verleumdungskampagne gegen die Griechen gestartet wurde, sie sollte von Rüstungsskandal ablenken, und die Korruption als der Hauptgrund für die griechische Probleme machen. Es war zu erwarten dass die Zahlen über Rüstungsausfuhren bald bekannt gegeben wurden. – Also sind doch Griechenlands Schulden gleich deutsche Arbeitsplätze. –
    http://derstandard.at/1267132043547/Ruestung-Griechenland-schuldet-Panzerhersteller-180-Millionen

  30. Deutsche Bank in Italien wegen Derivate-Betrugs angeklagt sagt:

    […] Griechenland – Überlegungen zum Focus Artikel “Betrüger in der … […]

  31. Richie sagt:

    An Südländer:

    Sorry, aber Sie behaupten mehrere unrichtige Dinge: Erstens gab es keine Verleumdungskampagne in Deutschland gegen Griechenland, sondern einen einzigen Artikel im Magazin Focus, der in großen Teilen gestimmt hat. Nur das Titelbild war daneben. Aber prompt wurde es mit noch gehässigeren Kommentaren aus Hellas kommentiert. Diese Retourkutsche erhob die Griechen nicht einmal im Ansatz über deutsche Berichterstattung.

    Zweitens, Sie suchen den Fehler schon wieder bei den Anderen. Oder glauben Sie ernsthaft, dass die 1,8 Milliarden aus dem Panzergeschäft mit Deutschland, wenn man diese Summe abzieht, auch nur wesentlich den Schuldenberg von über 300 Milliarden von Griechenland mildert? Zudem, dann baut halt die Panzer selber wenn ihr es könnt.

    Drittens: Griechenlands Schulden sind sicherlich nicht gleich deutsche Arbeitsplätze. Wir sind lediglich produktiver als andere und bauen gute Produkte, deshalb werden sie im Ausland nachgefragt. Die Griechen haben jetzt aber offenbar das Jammern über Wettbewerbsnachteile entdeckt, obwohl die EU seit Jahren nachweislich dutzende Milliarden nach Griechenland bezahlt. Saniert endlich das opulente Pensionssystem für Beamte, bekämpft die überbordende Korruption in allen Bereichen und seht ein, dass nur mit dem Finger auf andere zeigen in der derzeitigen Situation die miserabelste Leistung ist, die man in der Sache momentan abgeben kann.

    In Deutschland gibt es ebenfalls genug Probleme, aber wir kümmern uns im Gegensatz zu Euch um unseren eigenen Mist und machen auch nicht die Griechen oder sonstwen dafür verantwortlich. Wir sind selbst kritikfähig.

    Ich denke, wir haben ein Recht gehabt, uns für den Betrug über die falschen griechischen Zahlen zum EU-Beitritt aufzuregen. Aber Griechenland hat sich meines Wissens noch nicht einmal dafür entschuldigt. Noch nicht mal, wenn man überführt wurde, wird Reue gezeigt. Das spricht nicht für große Einsicht.

    Dann kommt der griechische Präsident nach Deutschland und sagt, er will keinen Cent. Heute kann man in der Presse lesen, dass derselbe Präsident anmahnt, das Rettungspaket für Griechenland endlich zu schnüren. Was ist denn das für eine Politik?

    Aber zur Sicherheit, wie in Ihrem Beitrag zu lesen ist, wird erst einmal wieder auf die Deutschen eingeschlagen, das macht wohl Sinn.

    Sorry, aber Ihre Haltung und Ignoranz ist nicht akzeptabel, um es höflich auszudrücken.

  32. Südländer sagt:

    Hallo Heer Abraam Kosmidis,

    Spekulanten sind nur Menschen die besser informiert sind als andere. Hier noch mehr über die wahre Gründe des Problems – Tropfenweise kommt die Wahreheit raus.

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/kiel-fuer-kuhhandel-hilfen-fuer-athen-erst-bei-tilgung-der-werft-schulden;2547745

    Nach Informationen des Handelsblatts hat der griechische Staat allein bei Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) über seine Tochtergesellschaft Hellenic Shipyards (HSY, Athen) mehr als 500 Mio. Euro Schulden.
    Insgesamt hat Griechenland 300 Mrd. Euro Schulden,in wenigen Wochen ist eine Kreditrate fällig. Über die am Montag von den EU-Finanzministern festgelegten Eckpunkte für einen Notfallplan wollen die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfel am 25. und 26. März reden. Berlin sieht Hilfszusagen kritisch.
    Konkret geht der Streit um vier U-Boote, von denen das erste bei HDW gebaut wurde. Seit der Fertigstellung im September 2006 verweigert der griechische Staat nach Informationen des Handelsblattes die Abnahme. Die drei weiteren Schiffe werden bei der HDW-Tochter HSY mit Hilfe von HDW-Material gebaut. Nach der konkreten Vertragsausgestaltung ist Schuldner nicht HSY, sondern der griechische Staat.

  33. Südländer sagt:

    Hallo Heer Abraam Kosmidis,

    Wozu werden diese U-Boote gebraucht?

  34. NikosAnge sagt:

    Hallo Leute,

    Ich stimme Richie und Michalis völlig zu.

    Die Schuldner fühlen sich unverschämt plötzlich beleidigt, betriffen. Oh Gott, was für eine traurige Geschichte!

    Die abwertende Geste ist total provozierend und abwertend. Das muß ich gestehen. Aber, das Ziel wurde damit erreicht: Provokation.
    Dieses Provokation könnten die Griechen als einen Anlaß zur Einsicht nutzen, aber solange ich sie kenne werden sie es nicht. Wissen Sie, so viele Jahre der Faulheit, des Bestechens, des Betrugs auf allen Ebenen können nicht so schnell abgeschafft werden.

    Die Griechen fühlen sich beleidigt, weil sie tatsächlich und seit langem andere Leute, Länder und sogar sich selbst betrügen.

    Wir haben immer geglaubt (Plural 1. Person hier, weil ich es selbst für mehrere Jahre getan habe), dass wir die Kügsten der ganzen Welt sind und das Andere unsere schwarzen Geschäfte nicht merken können. Und endlich hat sie (Plural 3. Person, weil ich nicht mehr dieser Gruppe angehöre) jemand entdeckt und enthüllt. Jetzt ist damit Schuß. Uns wurde einfach gesagt: „Hören sie gefälligst auf uns zu betrügen. Liebe Griechen, sie werden zur Kasse gebeten!“.

    Das traurige ist und wie ich aus der Reaktion des Volkes ableiten kann, dass die Griechen sich kaum zu ändern bereit zeigen. Es tut denen leid, weil sie nicht mehr locker mehr verdienen als leisten können.
    Sie werden für kurzfristig alles ordentlich vorführen und nach einer Weile, nachdem sie sich ordentlich mit den Zuständigen Kontrolleuren bekannt gemacht haben, das alte „gute“ System der Bestechung wieder durchsetzen. Es sind nicht die Regeln und Gesetze, die hier in Griechenland fehlen. Leider mangelt es an Moral.

    Ich weiß, dass ich zynisch klinge, aber es kann einfach nicht anders gesagt werden. Ich bin für die Wahrheit und will mich nicht hinter meinem Finger verstecken.

    Dass die Griechen die Deutschen sofort angegriffen haben (Nazi Geschichte) zeigt sehr deutlich, dass der Betroffene sich nur zu wehren versucht, aber leider mit ungleichen Mitteln und auf ungerechte Art und Weise.
    Die Deutschen sind Streber und haben mehrmals gezeigt, dass sie sich bessern können und von einer Kriese schnell erholen können. Die Griechen dagegen kaum. Nicht dass es in Deutschland nie geklaut wird. Der Unterschied liegt im Verhältnis: die Mehrheit ist legal und ordentlich, was zur Produktivität und Wohlfahrt führt. In Griechenland dagegen ist die Mehrheit, welche mehr oder weniger klaut, was unumgänglich zur Pleite führt. Schade, hier haben sich die „klugen“ Griechen vertan. Die Kuh muß man auch manchmal füttern.

    Goodnight and Good Luck.

  35. Südländer sagt:

    Hallo Herr Abraam Kosmidis,

    Ein Bisschen Korruption darf doch sein. (deutsche versteht sich, sonst nicht) Aus der WELT –
    Der Anklageschrift nach hat der deutsche Konzern (Daimler) über verschiedene Wege Schmiergelder an „ausländische Regierungsmitarbeiter“ gezahlt. Sie seien als Kommissionen, spezielle Rabatte oder „nützliche Aufwendungen“ getarnt gewesen. Millionenbeträge seien auf diese Weise unter anderem an Regierungsbeamte in China, Russland, Ägypten, Griechenland, der Türkei gezahlt worden.
    http://www.welt.de/wirtschaft/article6903317/US-Regierung-klagt-Daimler-der-Korruption-an.html

  36. Südländer sagt:

    Danke Griechenland!

    Was Herr Jean-Claude Juncker lange gepredigt hat aber nicht erreichen konnte, hat die griechische Krise erreicht. Wenn so, dann dürfen wir uns bei den Griechen bedanken. Ein Sieg für die Eurozone und den Euro! Vor allem ein Schritt nach vorne für Europa!

    http://www.capital.de/politik/100029234.html?p=7

  37. Richie sagt:

    Bevor weiter über die Korruptheit und die bösen Spekulanten (die man nur im Ausland wähnt) geschimpft wird, bitte mal den folgenden Artikel lesen:

    http://www.zerohedge.com/article/biggest-greek-cds-speculator-has-been-uncovered-culprit-greek-state-controlled-hellenic-post

    Also man sollte wirklich nicht am eigenen Ast sägen.

  38. Südeuropäer sagt:

    ENDLICH VERNUNFT
    Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble
    Wie muss sich Europa weiterentwickeln?
    Wir haben auf dem EU-Gipfel in Brüssel in der vergangenen Woche eine Vertragsänderung gefordert, die mehr Europa bedeutet. Wir brauchen bessere Instrumente, um den Stabilitätspakt durchzusetzen. Und wir brauchen mehr Koordinierung im Sinne einer Wirtschaftsregierung – auch wenn wir den Begriff nicht so sehr lieben. Das alles führt nicht zu weniger, sondern zu mehr Europa.
    Die weitere Integration Europas ist im Interesse Deutschlands.

  39. Keingeldfürgriechen sagt:

    Ich stimme dem Focus Artikel voll und ganz zu.
    Es geht mir die Galle über bei dem Gedanken, einem Staat, der jahrelang wohlwissend über seine Verhältnisse lebt und mit seinen „Greek Statistics“ selbst bei den blauäugigen EU Politikern nur – vollkommen zu Recht- noch Hohn und Spott erntet, finanziell zu ünterstützen.
    Im Gegensatz zu der obig vertretenen Meinung verzichte ich gerne und dankend auf diese Nation, auf die gesamte EU und sehr gerne erst recht auf den Euro. Ich kenne übrigens keinen Menschen (!) aus meiner Umgebung, durchweg, durch alle Bildungs- und Einkommensschichten, der Hilfen für das Betrügerland befürwortet, insofern ist die überwiegende Mehrheit in Deutschland sicher nicht der Meinung, daß die Griechen zu Unrecht an den Pranger gestellt werden. Das Gegenteil ist der Fall. Und dabei werden die Meinungen zum Teil deutlich drastischer dargestellt als im Focus.
    Ich hoffe wirklich, daß der deutsche Staat ncoh soviel Courage besitzt, hier klar und deutlich „NEIN“ zu sagen.
    Gehen Sie doch mit Ihrer Meinung zurück nach Griechenland, liebe Rechtsanwälte. Ist sicher besser für Sie, denn somit müssen Sie nicht für dieses korrupte und verlogene Land zahlen, können nach 11,3 Tagen Arbeit ein Leben lang eine Staatsrente beziehen, die nach dem EU Prinzip, nämlich vereinfacht „Deutschland zahlt“, gestellt wird und können dort im Jahr allen Ernstes ein paar Tausend Euro Einkommen vor der Steuer angeben, um den Rest bar in Briefumschlägen zu erhalten.
    Was ist aus dieser Nation, der Wiege der Demokratie, nur für ein Schurkenstaat geworden. Mitleid? Im Leben nicht! Finanziell Hilfe erst Recht nicht.
    Das Land gehört seinem Schicksal ausgeliefert, der totalen Pleite – und seiner alten Währung.
    Ich habe nicht eine Spur Mitleid.

    • Abraam Kosmidis sagt:

      KeingeldfürGriechen,

      soweit Sie uns Rechtsanwälte zur Rückkehr nach Griechenland auffordern, dürfte es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen sein, dass sich der Sitz unserer Kanzlei bereits in Griechenland befindet.

      Es ging auch zu keinem Zeitpunkt um Mitleid sondern um Solidarität unter den EU und Euro-Ländern. Dies setzt im Hinblick auf die politischen und wirtschaftlichen Interessen aller EU-Mitglieder und Euroländer eine gewisse Weitsicht voraus.

      Kritisiert wurden die gegen Griechenland und die Griechen ausgesprochenen pauschalen Beleidigungen, welche mit der finanziellen Krise des Landes kaum in einem sachlichen Zusammenhang stehen.

      In diesem Forum wird zu diesen Themen -gerne auch kontrovers- jedoch stets sachlich diskutiert. Ihren Beitrag wollen wir deshalb nicht weiter kommentieren, bitten jedoch, sich bei künftigen Beiträgen hieran zu orientieren.

  40. Helmut Kolodzey sagt:

    Kein Geld für Griechen?

    Wenn ich den letzten Satz des Kommentars von „keingeldfürgriechen“ : „Ich habe nicht eine Spur Mitleid.“ lese, so frage ich mich, was aus dem untergegengenen „Nazi-Deutschland“ 1945 geworden wäre, wenn die Siegermächte den Deutschen nicht geholfen hätten.
    Der frühere Deutsche Bundespräsidend Gustav Heinemann hat einmal gesagt, wenn man mit dem Finger auf einen zeigt, dass stets drei Finger auf einen zurückweisen.

    Dem „keingeldfürgriechen“ sage ich an dieser Stelle wofür diese drei zurückweisenden Finger stehen:
    1. Finger = Nazi-Deutscher
    2. Finger = Kriegsverbrecher
    3. Finger = Judenvergaser

  41. Kokolores sagt:

    Helmut Kolodzey sagt:
    Griechenlands Regierung ist der pure Abschaum.
    Griechenlands Regierung sind verlauste Ratten.
    Griechenlands Regierung muss in die Knie gezwungen werden.
    Griechenlands Regierung muss raus aus dem Euro

    • Abraam Kosmidis sagt:

      An Kokolores: Ein solches Niveau ist auf diesem Blog unerwünscht ! Falls Sie -gerne auch kritische-, aber sachliche Beiträge liefern möchten, können Sie das gerne jederzeit tun. Derartige Kommentare können Sie bitte bei den einschlägigen Foren ablassen. Danke.

  42. Griechenland=Abzockland sagt:

    Welches Niveau die Griechische Mafia Regierung an den Tag gelegt hat sehen wir ja jetzt sehr deutlich. Überall wo es selbst verschuldete Probleme gibt, ist der Ruf nach der deutschen Finanzhilfe nicht weit. Zahlen wir nicht, werden wir sofort wie im Blog zuvor mit dem Stinkefinger beleidigt, als Judenvergaser Kriegsverbrecher,Nazi-Deutsche bezeichnet, und man wundert sich dann über ebenfalls Niveaulose retour Beleidigungen. Aber so wie man in den Wald hineinruft, schallt es meist auch wieder raus.
    Wer vorsätzlich eine Solidargemeinschaft belügt und betrügt, wie die EU eine ist, um sich in diese einzuschleichen, und dann
    Dreist um Hilfe zu bitten, hat bei uns absolut nichts verloren, und muss sofort ohne Wenn und Aber gefeuert werden. Wir müssen endlich mehr Rückgrat zeigen, und dürfen uns von solchen Leuten nicht mehr länger auf unserer Nase herumtanzen lassen. Wer hat uns nach dem 1. & 2. Weltkrieg geholfen? Die Hilfen haben wir alle wieder teuer auf Heller und Pfennig zurückgezahlt und zahlen immer noch dafür. War das nicht ein äußerst lohnendes Geschäft? Wäre man davon ausgegangen, das Deutschland auf absehbare Zeit dazu nicht in der Lage gewesen wäre hätten wir auch kaum auf Hilfe von außen hoffen dürfen.
    Wollen wir künftig allen Betrügern unsere Solidarität und Hilfe als Belohnung anbieten, anstatt sie zu bestrafen. Sollen wir uns immer tiefer von ihnen in den Schuldensumpf hineinziehen lassen. Haben wir Deutsche nicht schon mehr als genug Notleidenden geholfen. Zu welchem Preis wenn wir mal nicht sofort zahlen. Sind wir dann wieder die hässlichen bösen Deutschen, die die lieben Juden etc. vergast hatten vor ca.70 Jahren wohlgemerkt? Nur weil wir den Krieg verloren hatten. Zum Glück! Wir Deutsche sind anscheinend nur dann gerngesehen wenn wir unsere Großzügigkeit immer unter Beweis stellen. Ansonsten sind wir doch wohl nur wohlgelitten zum Wohle der anderen.
    Was wäre Europa ohne ein finanzstarkes Deutschland?
    Wir sind aber kein finanzstarkes Land mehr, sondern ein
    Total überschuldetes Land. Ständig werden wir auf Einschnitte und Sparmaßnahmen eingeschworen, und unser Geld von der Politik geradezu sinnlos verpulvert. Bei uns haben immer mehr Menschen immer stärkere Existenz ängste.

    Wir sind nicht das Sozialamt von Europa & der Welt, solange wir nicht selbst wieder auf die Beine kommen. Wer bezahlt unsere Schulden, wenn nicht wir selbst?
    Wollen wir den anderen EU-Ländern wie Spanien, Portugal, Italien, Rumänien, Bulgarien etc. signalisieren, BETRUG lohnt sich da sind ja die hoffnungslos blöden Deutschen die werden das dann schon wieder richten, indem sie ihren höheren Lebensstandard den sie sich selbst hart erarbeitet haben auf den niedrigsten Lebensstandard in der EU herunterschrauben lassen. Was werden wir uns dann anhören müssen. Schön wart blöd ? Haben wir nicht genug eigene Probleme wie z. B. mit unseren geliebten Ossis ,die selbst schon gesagt haben euch Wessis brauchen wir nicht. Aber euer Geld!!!

    Genau so denken auch alle anderen. Wie lange wollen wir uns das noch von diesen Pfeifen gefallen lassen?

  43. Griechenland=Abzockland sagt:

    Hallo liebe Betrugsgemeinde der“ jungen „Griechen
    Hättet ihr euch doch nur mal an euere Altenväter orientiert.Die alten Griechen!
    1. Tanzt weiter eueren griechischen Tanz Sirtaki
    2. Sauft Brüder eueren Wein
    3. Rauft Brüder ihr, seid doch Griechen
    4. Lacht Griechen
    5. Spielt Griechen
    6. Betrügt Griechen
    7. So werdet ihr es bestimmt auch noch schaffen
    8. Armes dummes Griechenland, was ist, wenn euch die Sonne nicht mehr scheinen mag, wenn sie vor lauter Scham ihr Antlitz verhüllt?
    9. Wenn der Tourismus nicht mehr funktioniert???
    10. Hört auf zu Jammern und zu Wimmern
    11. Fangt endlich an zu Arbeiten>>>an euch selbst zuallererst.
    12. Wir sind es leid die Sozialkasse der EU zu sein
    13. Wir haben unsere eigenen Probleme
    14. Was machen wir mit … Island, Spanien, Italien, Portugal, Rumänien, Bulgarien, derDDR (Deutsche Dorf Ratten) etc.
    15. Das griechische Volk hat nur zu dem Teil schuld in dem es selbst betrogen hat und betrügt. Ansonsten ist es auch nur Opfer dieser Betrüger ala >>>> A.Onasis<<<

  44. Mario Peters sagt:

    Fakt ist, Griechenland hat betrogen um in die Währungsunion zu kommen. Weiterer Fakt ist, dass Griechenland auf Kosten anderer sich ein LUXUS- Renten und Beamtensystem finanzieren lässt. Und schlussendlich muss FAKT sein, dass Betrüger bestraft werden. Alle sprechen nur davon, dass die EU schnell reagieren muss um die Griechen zu retten. Was tut denn Griechenland? Wie immer = GARNICHTS! Es läuft alles wie gehabt. GRIECHENLAND GEHÖRT BESTRAFT, denn den Martkzins haben sie durch eigenes Handeln eingebrockt. WAS GEDENKT GRIECHENLAND ALS STRAFE ZU LEISTEN? Es dürften die nächsten 30 Jahre keine Gelder der EU mehr dorthin fliessen, dass wäre ein Anfang.

  45. Richie sagt:

    So liebe Griechen,

    Jetzt ist die Wahrheit raus. 120 Millarden werden benötigt, um Griechenland aus der Patsche zu helfen. Mir klar, dass ihr jetzt sagen werdet, daran haben nur die Finanzjongleure Schuld. Das könnt ihr aber Euren Kindern erklären, die die Suppe auslöffeln müssen, während die faulen und korrupten Verursacher in Staatsrente gehen.

    Ihr habt geschimpft über den Focus-Artikel. Alles unwahr, ihr seid die größte Nation und das beste Land der Welt, so war die Reaktion. Geld braucht ihr keins, nur Unterstützung. So habt ihr uns das verkauft. Ihr schafft das alleine, war der Tenor.

    Einen Quatsch habt ihr uns erzählt. Zum wiederholten Male. Das Defizit war sogar noch höher als angenommen, obwohl manche gesagt haben es wurde vielleicht zu hoch geschätzt. Ich sage: Alles nur Lug und Betrug vom Tag des Eintritts in die EU bis heute. Eine Schande ist das. Mit Händen und Füßen wehrt ihr Euch gegen Veränderungen, obwohl euer Land am Boden liegt. Streik ist die Antwort und Empörung. Keine Spur von Einsicht.

    Korrupte Regierungen wählt ihr schon seit Jahrzehnten, weil Euch anscheinend der Betrug in Fleisch und Blut übergegangen ist und ihr es nicht mehr anders kennt. Ist der Grieche sich immer erst selbst der Nächste? Also mir kommt es so vor.

    Ich schäme mich für die EU und bedauere alle, die jetzt wegen der Kosten für Griechenland noch härter arbeiten müssen, weil uns unser eigener Staat alles abverlangt.

    Trinkt heute abend wenigstens einen Ouzo auf uns, wenn ihr in der Taverne sitzt, denn wir müssen wegen Euch noch arbeiten.

    • Abraam Kosmidis sagt:

      Lieber Richie,
      über den Focus Artikel wurde nicht geschimpft weil alles unwahr ist, sondern wegen der kollektiven Beleidigungen und Beschimpfungen gegen „alle Griechen“. Die Wortwahl, sowie der Mißbrauch von Kulturdenkmälern war und ist nach wie vor unakzeptabel.

  46. Es ist erfreulich, dass in der Presse jetzt endlich auch sachlich richtige Darstellungen erscheinen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,691508,00.html

    Herr Prof. Dr. Gustav A. Horn ist Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Er gilt als ausgewiesener Keynesianer. Horn lehrt an der Universität Flensburg.

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