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Griechenland erwägt wohlhabende Senioren aus Europa mit Steuervorteilen anzulocken

Beitrag von Georg Petras, CEO von Engel & Völkers Dodekanes / Südägäis

In Bezug auf diese Meldung hatten wir bereits Anfragen von Kunden und möchten hier kurz über die Situation, speziell auch auf Rhodos, informieren.

Tatsächlich gibt es derzeit Überlegungen der griechischen Regierung den Immobilienmarkt durch gezielte Maßnahmen zu beleben. Verschiedene Optionen werden derzeit oder in naher Zukunft diskutiert werden. Eine Option ist die Senkung der Grunderwerbssteuer für Pensionäre. Dies wird – meines Erachtens – selbst bei einer Halbierung der Steuer, für eine Kaufentscheidung nicht so stark ins Gewicht fallen, wir derzeit vermutet.

Da sich die Immobilienpreise stabilisiert haben, dürften die ansteigende Nachfrage und die daraus resultierenden Preissteigerungen den „Preisvorteil“ der gesenkten Grunderwerbssteuer schnell neutralisieren.

Eine weitere Option ist die Einführung eines Gesetzes, das Nicht-EU-Bürgern beim Kauf einer Immobilie ab einem bestimmten Kaufpreis eine Aufenthaltsgenehmigung gewährt.  Diese Maßnahme könnte die Nachfrage nach Immobilien auf Rhodos deutlich erhöhen.

Sehr interessant dürfte auch die Option sein, bei der Immobilienkäufer Ihr Einkommen nicht in Griechenland versteuern müssen, selbst wenn sie sich länger als sechs Monate hier aufhalten. Dieses wird allerdings nicht abhängig vom Zeitpunkt des Immobilienkaufes sein, sondern von dem Zeitpunkt des tatsächlichen Aufenthaltes von über sechs Monaten in Griechenland.

Meines Erachtens ist die wichtigste Neuerung, dass die Wahrscheinlichkeit für Griechenland den Euro zu verlassen auf ein Minimum gesunken ist. Diese Kombination aus der wieder herrschenden Sicherheit in Verbindung mit dem zu erwartenden Nachfrageanstieg und den damit verbundenen Preisanstiegen macht den Kauf einer Immobilie auf Rhodos jetzt interessanter denn je.

Georg Petras, Geschäftsführer Engel & Völkers Dodekanes Südägäis


2 Antworten zu “Griechenland erwägt wohlhabende Senioren aus Europa mit Steuervorteilen anzulocken”

  1. Ulrich Katscher sagt:

    Wie soll das funktionieren?Solange das Gesetz besteht,daß Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen nach 185 Tagen das Land verlassen müssen,ohne Gefahr zu laufen sich eine horrende Strafe einzuhandeln,werden wahrscheinlich wenige „wohlhabende Senioren“eine Immobilie in Griechenland erwerben.Als EU-Bürger möchte ich nicht von Polizei und Zollbehörden verfolgt werden.

    • Abraam Kosmidis sagt:

      Grundsätzlich verstehe ich Ihre Bedenken. Aber auch in anderen Ländern müssten Sie Ihr Fahrzeug ummelden, wenn Sie sich dort länger als 185 Tage aufhalten. Darüber hinaus kann man bei ständigem Aufenthalt in Griechenland ja auch den Erwerb eines Fahrzeugs hier in Erwägung ziehen, wenn man ohnehin den größten Teil des Jahres hier lebt. Die Anschaffungskosten für neue Klein- und Mittelklassefahrzeuge entsprechen dem deutschen Preisniveau, bei gebrauchten kann aufgrund der Krise im Lande derzeit auch viele Schnäppchen machen.

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