Weblog KPAG Kosmidis & Partner – die deutschsprachige Anwaltskanzlei in Griechenland

INVESTITIONSGESETZ: ZUSCHÜSSE BIS ZU 50% FÜR 103 BEBAUUNGEN

Publiziert am 27.August.2014 von Abraam Kosmidis
invest in GreeceDas neue Investitionsgesetz betrifft den Anbau, die Produktion & Verarbeitung von neuen Arten von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, dessen Anwendung zeitnah zu erwarten ist ZIEL: Stärkung der Produktionsfähigkeit von Griechenland INVESTITIONSBUDGET: Ab 100.000 Euro MINDESTEIGENKAPITAL: 25% BETRIFFT: Gründung, Modernisierung & Erweiterung von Unternehmen, deren Gegenstand der Anbau und die Verarbeitung von neuen, alternativen und innovativen Bebauungen ist

ANBAUARTEN:

  • Obst und Gemüse
  • Aroma – und Heilpflanzen
  • Subtropische Pflanzen
  • Baumkulturen
  • Hülsenfrüchte
  • Futterpflanzen

FÖRDERFÄHIGE KOSTEN

  • die Konstruktion, Erweiterung, Modernisierung von Gebäude-Hilfs-und speziellen Einrichtungen; die Gestaltung der umgebenden Fläche
  • die Konstruktion von Gebäuden oder Einrichtungen, die zur Beherbergung, Erholung und zum Aufenthalt der Mitarbeiter des Unternehmens vorgesehen sind
  • der Kauf von neuen Fahrzeugen zum Transport von Materialen und Produkten
  • der Kauf von neuen Fahrzeugen zum Transport des Personals
  • selbstfahrende oder nicht selbstfahrende landwirtschaftliche Geräte
  • der Kauf von neuen Kühlfahrzeugen (für die Ionische Inseln & Inseln der Ägäis – für den Bereich der Fleischwaren und Obst & Gemüse)
  • der Kauf und die Einrichtung von neuen, modernen Geräten und sonstiger Ausrüstung
  • Leasingverträge für neue, moderne Geräte und sonstige Ausrüstung
  • der Erwerb von Sachanlagen, die zur Produktionsanlage unmittelbar in Verbindung stehen
  • die Ausstattung von Laboren, insoweit diese den Betrieb der Produktionsanlage von landwirtschaftlichen Produkten bedient
  • Einrichtungen zur Verarbeitung von Abfällen
  • Kosten, die sich auf die Förderung der Energienutzung aus erneuerbaren Energiequellen zur Deckung der Bedürfnisse der Anlage beziehen


Immobilienmarkt Griechenland: Gute Gelegenheiten bei Ferienhäusern und Grundstücken

Publiziert am 18.August.2014 von Abraam Kosmidis
OLYMPUS DIGITAL CAMERAPreissenkungen bis zu 70% bei Ferienhausern im Vergleich zu 2008 werden in Griechenland verzeichnet . Stabilere Preise bei Grundstucken auf den Inseln der Agais und der Ionischen Inseln. Mit detaillierten Tabellen. Aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre ist abzusehen, dass die Preise fur Ferienhauser bald wieder auf gleicher Hohe wie zu Beginn des letzten Jahrezehnts sinken werden. Die Experten aus dem Immobilienbereich betonen aber, dass auch das niedrige Preisniveau nicht gewahrleisten konne, dass das Kaufinteresse wiederbelebt werde. „Bei Luxusimmobilien, fur welche es viel schwieriger ist, einen Kaufinteressent zu findent, sind die Preise im Vergleich zum Jahr 2008 zwischen 50% - 70% gesunken„ Die Grundstuckspreise insbesondere auf den kosmopolitischen Inseln bleiben hingegen konstant. Ferner besteht Kaufinteresse aus Drittstaaten, die sich fur die funfjahrige Aufenthaltsgenehmigung interessieren, die Griechenland fur diejenigen anbietet, die ein Grundstuck im Werte von uber 250.000 € erwerben. Die Preise auf dem Immobilienmarkt fur neugebaute Ferienhauser in Attika belaufen sich auf mindestens 1.050 Euro / m2 in Loutsa und reichen bis zu 2.600 Euro / m2 in Rafina. In Saronida bewegen sich die Preise zwischen 1.700 und 2.500 Euro / m2, wobei sie sich in Porto Rafti auf 1.580 bis 2.050 Euro/ m2 belaufen. Eine preisgunstigere Ferienwohnung kann auf dem Peloponnes erworben werden, und zwar zu Preisen die ab 800 Euro /m“ in Aigio und ab 700 € /m“ in Kastro Killini beginnen. Ab 980 € starten die Preise in Korinthia und reichen bis zu 1.800 € /m² . Hinsichtlich der Immobilien au?erhalb des Bebauungsplanes starten die Preise auf Peloponnes ab 3.000 € das Hektar und reichen bis zu 35.000 €. Auf den Ionischen Inseln werden die niedrigste Preise fur Ferienhauser auf Lefkada verzeichnet, (1.100 € - m²) und die hoheren Preise auf Korfu ( ca 2.800 €/m²). Fur Grundstucke ausserhalb des Bebauungsplanes liegen die Preise bei mindestens 15.000 € pro Hektar ( Zakynthos). Auf Kreta starten die Preise fur ein Neubau- Ferienhaus ab 1.200 € /m2 auf Agios Nikolaos und Sitia. Die Preise fur ein Ferienhaus in Chania, Rethymno oder Herakleion belaufen sich hingegen auf mindestens 1.400 € / m². In Chalkidiki kann heute ein neugebautes Ferienhaus fur 800 €-/m2 erworben werden. In einigen Gebieten liegen die Preise aber etwas hoher d.h. um die 1.000 € /m2. Weiterfuhrende Informationen der benotigten Unterlagen fur einen Immobilienkauf in Griechenland finden Sie hier... Lesen Sie den ganzen Artikel auf www.griechenland-immobilie.de
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BESTEUERUNG VON IMMOBILIENÜBERTRAGUNGEN, STEUERSÄTZE, STEUERBEFREIUNGEN, FRISTEN, VERJÄHRUNG

Publiziert am 11.August.2014 von Abraam Kosmidis
Immobilien Griechenland

1. Welche Vermögensgegenstände unterliegen der Grunderwerbssteuer und wer ist zur Entrichtung der anfallenden Steuer verpflichtet?

Jede Übertragung von Immobilien (gegenseitige Verträge) und Übertragungen von Schiffen unter griechischer Flagge. Steuerschuldner ist der Erwerber.

2. Welches Finanzamt ist für die Einreichung der Steuererklärung zuständig?

Vor jeder Immobilienübertragung müssen die Parteien gemeinsam eine Grunderwerbssteuererklärung beim Finanzamt einreichen, wo die Immobilie belegen ist.

3. Wie läuft das Verfahren zur Einreichung der Steuererklärung und Entrichtung der Grunderwerbssteuer ab?

Die Steuererklärung wird in doppelter Ausfertigung eingereicht, wovon ein Exemplar dem zuständigen Beamten des Finanzamtes übergeben wird; die zweite Abschrift erhält der Beteiligte nach Bestätigung der Richtigkeit. Die Entrichtung der Steuer erfolgt in Kreditinstituten oder bei der Post mittels eines Zahlungscodes. Der anschließend mit einem Zahlungsvermerk ausgestellte Zahlungsbeleg die als Zahlungsnachweis.

4. Wie erfolgt die Entrichtung der Grunderwerbssteuer?

Bei Einreichung der Grunderwerbssteuererklärung hat der Steuerpflichtige den Einheitswert der zu übertragenden Immobilie anzugeben. Hiernach berechnet sich dann die anfallende Steuer. Ist der Kaufpreis höher als der Einheitswert, wird die Steuer aus diesem höheren Kaufpreis berechnet. Lesen Sie den ganzen Artikel auf www.griechenland-immobilie.de
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Was Sie über die Besteuerung von Erbschaften, Schenkungen und Übertragungen von Immobilien in Griechenland wissen sollten – FAQ

Publiziert am 9.August.2014 von Abraam Kosmidis

Die am häufigsten auftretenden Fragen und Antworten zur Besteuerung von Erbschaften, der für den ersten Wohnsitz geltenden steuerfreien Grenzen und aktuelle Regelungen zur Erbschaftssteuer, Schenkungen, elterlichen Zuwendungen und Übertragungen von Immobilien in Griechenland.

 

A. – BESTEUERUNG VON ERBSCHAFTEN – SCHENKUNGEN – ELTERLICHEN ZUWENDUNGEN

1. Wer ist zur Einreichung einer Erbschaftssteuererklärung verpflichtet?

Zur Einreichung von Erbschaftssteuererklärungen sind der Erbe oder sein rechtmäßiger Vertreter verpflichtet- (Artikel Nr. 61 des Gesetzes über die Besteuerung von Erbschaften – Schenkungen – elterlichen Schenkungen, welches mit Gesetz Nr. 2961/2001 modifiziert worden ist).

2. Welche Frist wird zur  Einreichung der Erbschaftssteuererklärung vorgesehen?

Falls der Erblasser in Griechenland verstorben ist, muß die Erbschaftssteuererklärung innerhalb von sechs Monaten ab dem Todeszeitpunkt des Erblassers eingereicht werden. Ist der Erblasser im Ausland verstorben, oder lebten die Erben oder Rechtsnachfolger zum Todeszeitpunkt des Erblassers im Ausland, gilt die Jahresfrist.

3. Wann beginnt die Frist zur Einreichung der Erbschaftssteuererklärung ?

Die Frist beginnt entweder * mit dem Tod des Erblassers, oder * der Veröffentlichung des Testaments, oder * der Veröffentlichung des Endbeschlusses, der die Verschollenheit oder den Tod des Steuerpflichtigen erklärt, falls dieser keine Erklärung eingereicht hat, * oder ab der Bestimmung von Erben ruhender Erbschaften, Testamentsvollstrecker,  Konkursverwalter oder deren Anerkennung, im Falle von Erben ruhender Erbschaften.

4. Ist die Frist zur Erbschaftssteuererklärung verlängerbar?

Die sechs.- bzw. zwölfmonatige Frist kann um maximal drei (3) Monate durch Beschluss des Leiters des zuständigen Finanzamtes verlängert werden, sofern hierfür gewichtige Gründe vorliegen.

5. Welche Dokumente sind für die Einreichung der Erbschaftssteuererklärungen notwendig?

a) Sterbeurkunde b) Abschrift des Testaments c) Erbschein oder eine Bescheinigung der zuständigen Gemeinde oder kommunalen Behörde bezüglich der Art und des Grades der Verwandtschaft zum Erben. d) Bescheinigung des Justizsekretärs des Landgerichts bezüglich einer Nichtveröffentlichung eines jüngeren Testaments oder über die Nichtveröffentlichung eines Testaments im Falle der gesetzlichen Erbfolge. e) Bestätigung über das Alter des Nutznießers, sofern sein Alter zur Festlegung des Werts berücksichtigt wird. f) Legalisierungsdokument im Falle einer Vollmacht. g) Die Unterlagen, aus denen die Verlegung des Zeitpunkts des Eintretens der Steuerpflicht hervorgeht. h) Nachweise der Masseverbindlichkeiten (bzgl. Artikel Nr. 67 des Gesetzes).

6. Welches Finanzamt ist für die Entgegennahme der Erbschaftssteuererklärungen zuständig?

Zuständig für die Einreichung der Erbschaftssteuererklärung ist das Finanzamt am Wohnsitz des Erblassers oder gegebenenfalls das Finanzamt für Auslandsbewohner. Falls  der Erblasser seinen Wohnsitz im Ausland hatte, aber in Griechenland verstorben ist, ist das Finanzamt am Todesort zuständig. Der sich aus der Steuernummer des Erblassers ergebende Wohnsitz gilt als sein  fester Wohnsitz (Artikel Nr. 66).

7. Wer ist zur Einreichung einer Schenkungssteuererklärung – Steuererklärung einer elterlichen Zuwendung - Schenkung verpflichtet?

Zur Einreichung einer Schenkungssteuererklärung ist
  • Der Schenkungsgeber (Elternteil)
  • Der Schenkungsempfänger (zB Kind) und,

8. Welches Finanzamt ist für die Entgegennahme der Schenkungssteuererklärung – Steuererklärung einer elterlichen Schenkung zuständig?

Zuständig für die Entgegennahme der Schenkungssteuererklärung ist der Leiter des Finanzamtes am Wohnsitz des Schenkungsgebers. Der sich aus der Steuernummer des Schenkungsgebers ergebende Wohnsitz gilt als sein  fester Wohnsitz  (Artikel Nr. 87).

9. Welche Frist wird zur Einreichung der Schenkungssteuererklärung - Steuererklärung einer elterlichen Schenkung vorgesehen?

Die Steuererklärung wird vor der Errichtung der Schenkungsvereinbarung eingereicht, welche auf der Grundlage einer beglaubigten Abschrift der Schenkungssteuererklärung verfasst wird. Die Frist beläuft sich auf sechs Monate und beginnt mit der Übergabe des Schenkungsgegenstands an den Schenkungsempfänger (Artikel Nr. 86) u laufen. 10. Unter welchen Voraussetzungen kann eine Befreiung von der Erbschaftsbesteuerung und der Besteuerung elterlicher Zuwendungen erfolgen? Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Erwerb von Immobilien des ersten Wohnsitzes von der Erbschaftsbesteuerung und von der Besteuerung elterlicher Zuwendungen befreit werden. Berechtigte dieser Befreiung können
  • Der Erbe (der Ehepartner, oder das Kind des Erblassers) oder
  • das Kind, welches die elterliche Zuwendung erhält, oder
  • dessen Ehepartner
  • oder die minderjährigen Kinder dieser sein,
soweit sie
  • kein Recht zu vollem Eigentum oder Nießbrauch bereits an einem anderen Haus haben, oder
  • Teileigentum, welches die Unterbringungsbedürfnisse der Familie erfüllt, besitzen, oder
  • ein Volleigentumsrecht an einem bebaubaren Grundstück oder einem Mitanteil an einem Grundstück besitzen,
welches einer Baufläche entspricht, die ihre Unterbringungsbedürfnisse erfüllt und welche sich in einer Gemeinde mit über 3.000 Bewohnern befindet. Die Unterbringungsbedürfnisse gelten als erfüllt, sofern sich die Gesamtfläche der vorstehenden Immobilien auf 70 qm beläuft. Diese Fläche wird um jeweils 20 qm für die ersten beiden Kinder und um jeweils 25 qm ab dem dritten Kinde des Berechtigten erhöht (Artikel Nr. 26  Abschnitt A‘ und Nr. 43 Abschnitt A‘).

11. Welche Steuerfreibeträge gelten für den Erwerb des ersten Wohnsitzes infolge eines Todesfalls oder einer elterlichen Schenkung?

* Für jedes minderjährige Kind oder ledigen Erben gilt ein Steuerfreibetrag von 200.000 € (Immobilienwert) * für einen verheirateten Erben gilt ein Steuerfreibetrag von bis zu 250.000 € Immobilienwert, welcher sich um 25.000 € für jedes der ersten beiden Kinder und um jeweils weitere 30.000 € ab dem 3. minderjährigen Kindern erhöht, dessen Sorgerecht dem Berechtigten zusteht. * Im Betrag der Steuerbefreiung ist zudem auch der Wert eines Parkplatzes und eines Lagerraums mit einer Fläche von jeweils 20 qm enthalten, sofern sich diese Flächen in derselben Immobilie befinden und miterworben werden. * Zudem wird für jedes minderjährige Kind oder jeden ledigen Erben eine Steuerbefreiung für Grundstücke bis zu einem Wert 50.000 €, und bis zu 100.000 € für jeden verheirateten Erben gewährt, welcher sich um jeweils 10.000,- € für jedes der ersten beiden Kinder und um 15.000 € ab dem 3. Kind gewährt wird. Die vorstehenden Regelungen gelten sofern der berechtigte Erbe oder Rechtsnachfolger ein Grundstück zu vollem Eigentum und nicht als Miteigentumsanteil erhält. Eine entsprechende Steuerbefreiung wird auch im Falle einer elterlichen Schenkung des ersten Wohnsitzes gewährt (Artikel Nr. 26  Abschnitt A‘ und Nr. 43 Abschnitt A‘).

12. Existieren landwirtschaftliche Steuerbefreiungen  ?

Durch das Gesetz Nr. 3842/2010 vom 23.4.2010 sind die landwirtschaftlichen Steuerbefreiungen aufgehoben worden und die Steuerhöhe wird heute gemäß der allgemeinen steuerfreien Beträge und Steuersätze der entsprechenden Kategorie berechnet.

13. Wie viele Ratenzahlungen werden für die Entrichtung der Erbschafts-und Schenkungssteuer und die anfallende Steuer der elterlichen Schenkung gewährt?

Die gemäß der Steuererklärung anfallende Steuer wird in 12 gleich hohen, zweimonatigen Raten entrichtet. Im Falle einer Erbschaft Minderjähriger verdoppelt sich die Anzahl der Raten, wobei jedoch der Mindestbetrag der Rate den Betrag von 500 € dadurch nicht unterschreiten darf.

14. Wann tritt die Besteuerung für den Erwerb infolge eines Todesfalles ein?

Grundsätzlich entspricht der Zeitpunkt der Besteuerung dem Todeszeitpunkt. Der Zeitpunkt der Besteuerung kann nach dem Zeitpunkt des Todesfalls von Rechts wegen aber auch in den Fällen einer aufschiebenden Bedingung, eines Rechtsstreits in Bezug auf das Erbrecht oder der Erbschaft, der Trennung des Nießbrauchs am Eigentum usw. eintreten, oder in den Fällen des Artikels Nr. 8 des Gesetzes (Artikel Nr. 7 & 8) durch Beschluss des Leiters des zuständigen Finanzamtes.

15. Wann verjähren die Rechte des Staates zur Erhebung der Erbschafts-oder Schenkungssteuer, oder Besteuerung einer elterlichen Schenkung?

Soweit eine Steuererklärung eingereicht wurde, beträgt die Verjährungsfrist 10 Jahre, bei einer Nichteinreichung der Steuererklärung beträgt die Verjährungsfrist 15 Jahre. Unabhängig hiervon ist das Recht des Staates für alle Fälle verjährt, für die eine Steuerpflicht bis zum 31.12,1994 eingetreten ist (Artikel Nr. 102 des Gesetzes, wie dieses durch Artikel Nr. 25 des Gesetzes 3842/2010 modifiziert worden ist).

16. Welche Steuerfreibeträge und Steuersätze gelten für die Besteuerung von Erbschaften, Schenkungen und elterlichen Zuwendungen?

16.1 Der Erwerb von Vermögenswerten jeglicher Art infolge eines Todesfalls sowie der Erwerb von Rechten auf Immobilien (dinglich oder vertraglich), Aktien, sowie weiteren Vermögenswerten aufgrund einer Schenkung oder elterlichen Zuwendung  ( d.h. sämtliche Vermögenswerte außer Bargeld) unterliegen der Besteuerung, die gemäß den nachstehenden Steuerskalen berechnet wird: ERSTE KATEGORIE (A): Zur ersten Kategorie gehören:
a) der Ehepartner des Erblassers, b) die Person, die einen Partnerschaftsvertrag mit dem Erblasser gemäß den Bestimmungen des Gesetzes 3719/2008 abgeschlossen hat und dieser nach seinem Tod aufgelöst worden ist, sofern die Partnerschaft mindestens zwei Jahre andauerte, c) Abkömmlinge erster Ordnung (eheliche Kinder, Kinder der nichtehelichen Mutter, gerichtlich oder freiwillig anerkannte Kinder vom Vater, für eheliche erklärte Kinder oder auf gesetzlichem Wege von beiden Eltern), d) Abkömmlinge zweiter Ordnung und e) Vorfahren erster Ordnung
 
 Steuerskala in €  Steuersatz (%)  Steuer gemäß Skala in €  Zu versteuerndes Vermögen in €  Steuerbelastung in €
150.000 ---- ---- 150.000 ----
150.000 1% 1.500 300.000 1.500
300.000 5% 15.000 600.000 16.500
Darüber hinaus 10%
  ZWEITE KATEGORIE (B): Zur zweiten Kategorie gehören:
a) Abkömmlinge dritter und nachfolgender Ordnungen, b)  Vorfahren zweiter und nachfolgender Ordnungen, c) freiwillig oder gerichtlich anerkannte Kinder der Vorfahren des Vaters, d) Abkömmlinge des Anerkannten gegenüber dem Anerkennenden und dessen Vorfahren, e) die Geschwister (mit inbegriffen sind Stiefgeschwister), f) Blutsabkömmlinge dritter Ordnung in Seitenlinie, g) Stiefväter und Stiefmütter, i) Kinder des Ehepartners aus vorheriger Eheschließung, j) angeheiratete Kinder (Schwiegersöhne – Schwiegertöchter) und k)angeheiratete Vorfahren (Schwiegerväter – Schwiegermütter).
 
 Steuerskala in €  Steuersatz (%)  Steuer gemäß Skala in €  Zu versteuerndes Vermögen in €  Steuerbelastung in €
30.000 ---- ---- 30.000 ----
70.000 5% 3.500 100.000 3.500
200.000 10% 20.000 300.000 23.500
Darüber hinaus 20%
  DRITTE KATEGORIE (C): Der dritten Kategorie unterliegen alle weiteren Personen (vom Familienstamm ausgehend).  
 Steuerskala in €  Steuersatz (%)  Steuer gemäß Skala in €  Zu versteuerndes Vermögen in €  Steuerbelastung in €
6.000 ---- ---- 6.000 ----
66.000 20% 13.200 72.000 13.200
195.000 30% 58.500 267.000 71.700
Darüber hinaus 40%
  16.2 Die infolge einer elterlichen Zuwendung erlangten Geldbeträge unterliegen der selbstständigen Besteuerung mit einem Steuersatz von 10%, während für die infolge einer Schenkung erlangten Geldbeträge ein Steuersatz von 10% für Schenkungsempfänger der ersten Kategorie, 20% für Schenkungsempfänger der zweiten Kategorie und 40% für die der dritten Kategorie gilt.

17.  Wie hoch beläuft sich der Steuerfreibetrag für Ehepartner oder minderjährige Kinder des Erblassers?

Falls der Erbe Ehepartner oder minderjähriges Kind des Erblassers ist, gilt für den Nachlasswert ein Steuerfreibetrag von bis zu 400.000 €.
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VIELVERSPRECHENDES TREFFEN ZWISCHEN MINISTERPRÄSIDENT SAMARAS UND BUNDESKANZLERIN MERKEL

Publiziert am 5.August.2014 von Abraam Kosmidis
Samaras MerkelBesonders zufrieden erschienen griechische Regierungskreise nach dem letzten Gespräch zwischen der Bundeskanzlerin und dem Ministerpräsidenten Samaras, welches äußerst positiv verlief. Die Bundeskanzlerin volles Verständnis für die Prioritäten und Zielsetzungen der Regierung gezeigt und Verhandlungen für September offen gelassen hat. Regierungschef Samaras und der neue Finanzminister Gikas Chardouvelis betonten die Verbesserung der Lage der griechischen Wirtschaft und die von der Regierung eingeleiteten Reformen. Der griechische Ministerpräsident teilte zudem der Bundeskanzlerin seine Absicht mit, Steuerermäßigungen und Erleichterungen hinsichtlich der Tilgung von überfälligen Schulden zu beschließen. Darüber hinaus begrüßte die Bundeskanzlerin die Einhaltung des Haushaltsplans und deutete an, dass nach dem bevorstehenden Troika – Besuch im September die Verhandlungen sowohl über eine Steuersenkung als auch Schuldenregulierung beginnen können. Ein weiteres Gesprächsthema war die Reaktion in Bezug auf die Privatisierung der „kleinen DEI“ (öffentliche Elektrizitätsversorgungsunternehmen). Dabei wurde angesprochen, dass im Herbst eine Zunahme der sozialen Reaktionen zu erwarten ist, falls keine Erleichterungsmaßnahmen vorgenommen werden. Frau Bundeskanzlerin Merkel äußerte zudem ihre Zufriedenheit hinsichtlich der positiven Entwicklung der griechischen Wirtschaft, begrüßte die Reformmaßnahmen der griechischen Regierung und lobte die Umwandlung des Landes in eine moderne Wirtschaft. Im Rahmen der bereits laufenden „ersten Phase der politischen Verhandlungen“ finden auch die Reise nach Florenz und das bevorstehende Treffen des griechischen Ministerpräsidenten mit dem italienischen Regierungschef M. Renzi statt, welcher die EU-Partner von einer Lockerung der Sparmaßnahmen überzeugen will. Zugleich äußerte ein hochrangiger Regierungsbeamter seine Zufriedenheit hinsichtlich der überraschenden Stellungnahme des künftigen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker in Bezug auf die Migrationspolitik der EU und den Schutz der europäischen Grenzen.
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