Weblog KPAG Kosmidis & Partner – die deutschsprachige Anwaltskanzlei in Griechenland

Nachweispflicht des steuerlichen Wohnsitzes – Verlängerung der Einreichungsfrist für in Griechenland beschränkt Steuerpflichtige

Publiziert am 28.Dezember.2012 von Abraam Kosmidis

Wie bereits in unserem Beitrag vom 05.12.2012 https://www.rechtsanwalt-griechenland.de/blog/nachweispflicht-des-steuerlichen-wohnsitzes-im-ausland-fuer-die-steuerpflichtigen-auslandsbewohner-in-griechenland/ berichtet, wurde durch die  Ministerialbeschlüsse 1142/2012 und 1145/2012 u.a. eine Nachweispflicht über den Aufenthalt in Griechenland steuerpflichtiger Auslandsbewohner eingeführt. Danach  sind diese verpflichtet Ihren  Wohnsitz im Ausland durch die fristgerechte Vorlage einer entsprechenden amtlichen Bescheinigung nachzuweisen. Ansonsten können sie für ihr gesamtes Welteinkommen in Griechenland als unbeschränkt steuerpflichtig besteuert werden.

Die ursprünglich auf den 31.12.2012 gesetzte Einreichungsfrist für die sogenannte Ansässigkeitsbescheinigung aber auch  für die weiteren  gemäß des Ministerialbeschlussess 1145/2012 vorzulegenden Bescheinigungen (siehe hierzu eingehend weiter unten)  wurde durch aktuelles Rundschreiben des griechischen Finanzministeriums POL 1216  (für das Finanzjahr 2012)  auf den 29.03.2013 verlängert.

Von der obigen Nachweispflicht ausgenommen werden gemäß dem vorgenannten Rundschreiben diejenigen Auslandsbewohner welche

  • in Griechenland Einkünfte aus landwirtschaftlichen Betrieben (Einkunftsquelle E) von bis zu 500 EUR erzielen , oder
  • Einkünfte aus Zinserträgen erzielen, die aber bereits quellbesteuert werden, sofern hierfür keine Einkommensteuerpflicht bestehe.

Konkretisierung der notwendigen Nachweisdokumente durch weiteres Rundschreiben POL 1217-17.12.2012

Die im einzeln durch steuerpflichtige Auslandsbewohner  den griechischen Finanzbehörden vorzulegenden Dokumente wurden in einem weiteren Rundschreiben des griechischen Finanzministeriums, POL 1217-17.12.2012 durch Modifizierung des Absatzes Ministerialbeschlusses 1145/ vom 31.05.2012 wie folgt festgesetzt :

Natürliche Personen die Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen  Aufenthalt im Ausland angeben und in Griechenland lediglich für das in Griechenland erzielte Einkommen  steuerpflichtig sind,   sind verpflichtet gemeinsam mit der Steuererklärung im Wirtschaftsjahr 2012 (Geschäftsjahr  2011)  folgende Unterlagen einzureichen:

a)      Sofern das gesamte Welteinkommen einer natürlichen Person der Besteuerung in einem anderen Land unterliegt, mit dem Griechenland ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat, ist die natürliche Person verpflichtet  Ihren  gewöhnlichen Aufenthalt  im Ausland nachzuweisen und eine Bescheinigung über den dortigen steuerlichen Wohnsitz vorzulegen. Die Bescheinigung ist in dem jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen vorgesehen, mit Ausnahme den U.S.A. und der Türkei die hierfür ihre eigene Bescheinigung zugrundelegen.

b)       Sofern das gesamte Welteinkommen einer natürlichen Person der Besteuerung in einem anderen Land unterliegt, mit dem Griechenland KEIN Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat sind dem griechischen Finanzamt folgende Unterlagen einzureichen:

  • Einkommenssteuererklärung sofern diese in dem Wohnsitzstaat vorgesehen wird,oder
  • Bescheinigung der Finanzbehörde des Wohnsitzstaates aus welcher das Welteinkommen des Steuerpflichtigen hervorgeht,  oder
  • sofern  keines der vorgenannten Dokumente eingeholt werden kann, Bestätigung einer öffentlichen Verwaltungsstelle des Wohnsitzstaates worin der ständige Wohnsitz des Steuerpflichtigen aber auch dessen Familienmitglieder (Ehegatte, Kinder usw.)  bestätigt wird, damit die starke Bindung des Betroffenen mit dem Wohnsitzstaat belegt werden kann.

Sämtliche (unter Punkt b) genannte Dokumente, sind mit einer Apostille zu versehen, sofern es sich bei dem Herkunfts- bzw. Wohnsitzland um einen Vertragsstaat des multilateralen Haager Übereinkommens handelt. Ist dies nicht der Fall so sind die Dokumente durch eine diplomatische oder konsularische Vertretung  vor Ort beglaubigen zu lassen (Legalisation) .

Die Einreichung der notwendigen Unterlagen  kann durch den Zustellungsbevollmächtigten des jeweils Steuerpflichtigen in Griechenland erfolgen.

Weiterführende Informationen zum Steuerrecht in Griechenland finden Sie auf unserer Seite www.rechtsanwalt-griechenland.de unter der Rubrik Steuerrecht. Konkret zum Doppelbesteuerungsabkommen Griechenland - Deutschland und Griechenland – Österreich unter  https://www.rechtsanwalt-griechenland.de/doppelbesteuerungsabkommen.html. Bitte beachten Sie hier den jeweiligen Stand (Datum) der angegebenen Informationen, da laufend Gesetzesänderungen erfolgen und manche Angaben deshalb überholt sein können.



Bodenschätze in Griechenland – Erdgas bei Kreta und Erdölvorkommen

Publiziert am 27.Dezember.2012 von Abraam Kosmidis

Die Berichte über die Existenz von Bodenschätzen in Griechenland verdichten sich zunehmend. In den vergangenen Jahren zeigten sich etliche Fachexperten davon überzeugt, dass Griechenland aufgrund seiner geologischen Ähnlichkeit mit vergleichbaren Abbaugebieten, reich an Bodenschätzen sein müsse.

Damit würde Griechenland über Erdgasvorkommen verfügen, mit welchen das Land alle seine Energie- und Finanzprobleme lösen könnte.

Im Sommer 2012 wurde dann auch bekannt, dass in ganz Griechenland weiträumige, geheime Forschungen und seismografische Untersuchungen durchgeführt wurden. Nach Mitteilung der Zeitung „Kefaleo“ wurde dem Umweltministerium ein entsprechendes Schriftstück vom norwegischen Unternehmen „Petroleum Geo-Services“ (PGS), der größten Forschungsgesellschaft für den Erdölmarkt auf der Welt, welche mit der geologischen Erkundung im Herbst dieses Jahres begonnen hatte. Die Ergebnisse werden für Mitte 2013 erwartet. Der Erstbewertung zufolge, sollen ernsthafte Anhaltspunkte für gewaltige Kohlenwasserstoffvorkommen in einigen Gebieten Griechenlands bestehen, weshalb nun eingehende Nachforschungen  eingeleitet werden müssen.

Insbesondere das Gebiet südlich der Insel Kreta wurde kürzlich durch die US Geological Survey (USGS - amtliche Kartografiebehörde) als "Gasriese" bezeichnet, da dort ein gigantisches Erdgasvorkommen vermutet wird. Die Informationen beruhen auf einer Studie mit dem Titel „Cretan Gas Fields – A new perspective for Greece´s hydrocarbon resources der Investitionsbank Pytheas. Auf der Grundlage dieser Studie hat die Deutsche Bank Ende November eine Analyse über die Tragfähigkeit des griechischen Schuldenplans unter Berücksichtigung möglicher Erträge aus den Erdgasvorkommen erstellt.

In der Studie wird betont, dass es sieben wissenschaftliche Fakten gäbe, welche Nachforschungen südlich von Kreta gebieten:

  1. 20% der Kohlenwasserstoff-Lagerstätten würden an dem Punkt auftreten, wo tektonischen Platten zusammentreffen. Da ein solcher sog. Konvergenz -Punkt südlich von Kreta existiert, liege die Wahrscheinlichkeit für die dortige Existenz einer solchen Lagerstätte besonders hoch.
  2. Darüber hinaus sind in der betroffenen Gegend  geologische Formationen existieren, die in Kombination mit den aktiven unterseeischen Schlammvulkanen und den  freiwerdenden  Methangasen in der Geologie ein sicheres Indiz für das Vorkommen vom Gaslagerungen darstellen.
  3. Aktive Schlammvulkane auf der ganzen Welt sind ein Indiz für giantische Kohlenwasserstoffvorkommen (Timor, Karibik, südliches kaspisches Meer, Azerbeidjan, Iran, Schwarzes Meer  / Rumänien, Russland und Türkei, Östliches Mittelmeer / Ägypten, Zypern).
  4. Geochemische Untersuchungen der Methanblasen aus den Schlammvulkanen aus dem kretischen Raum zeigen, dass ihre Herkunft nicht biogenetischer sondern thermogenetischer / pyrolitischer Herkunft sind. Dies deutet auf das Vorhandensein von Schweröl hin.
  5. Schlammproben, welche im Rahmen des „Ocean Drilling Programs – OPD“ entnommen aus dem Umfeld der aktiven Schlammvulkane Kretas entnommen wurden, wurde das Vorhandensein von Kohlenwasserstoffen bestätigt. Auch dieser Umstand ist ein Indiz für die Existenz von Kohlenwasserstoff in der Tiefe (the presence of an active hydrocarbon system at depth).
  6. Auf der Grundlage der geologischen und geochemischen Fakten, als auch auf der Grundlage der allerdings noch düftigen geophysischen Daten bestehen in Südkreta und
    im Mittelmeerraum bestimmte Bereiche die Bereiche der Forschung sein können, um Kohlenwasserstoff-Lagerstätten zu finden.
  7. Die norwegische Gesellschaft „Petroleum Geo-Services“ (PGS) haben durch ihre Forschungen südlich von Kreta festgestellt, dass erhebliche geologische Ähnlichkeiten mit dem dortigen levantinischen Becken bestehen (Zypern, Israel, Syrien und Libanon), welches von der USGS auf mindestens 3.45 Billionen m³ Erdgas und 1,7 Milliarden barrels Schweröl geschätzt wird. Nach groben und eher zurückhaltenden  Schätzungen könnten im Bereich südlich von Kreta Erdgasmengen im Wert von mehr als 500 Milliarden Dollar mit einem Reinerlös für Griechenland von etwa 250 Milliarden Dollar abgebaut werden.

Mit der kommerziellen Ausbeutung der Vorkommen soll in ca. acht bis zehn Jahren begonnen werden. Laut Deutsche Bank wird der Haushalt Griechenlands durch die Erdgasvorkommen um das Jahr 2020 herum erheblich entlastet werden.

Darüber hinaus sollen laut anderer Studien, weitere Erdgas und Erdölablagerungen angesichts der dort aufzufindenden geologischen Struktur in den Bereichen um die Diapontischen Inseln, einer Inselgruppe im Norden der Ionischen Inseln nordwestlich von Korfu, sowie auch südlich des Peloponnes, bis hin zu Kreta, und auch im Bereich des „Herodotus Bassin“ vorzufinden sein. Insbesondere in dem Gebiet um die Ionischen Inseln  zeigen die Studienberichte eine signifikante Wahrscheinlichkeit von Ölvorkommnissen auf.

Einige Forscher sind ferner auf interessante Anzeichen  gestoßen, die die Existenz von Ölenklaven in den  geografischen Bereichen um den Ort Grevena, Thessaloniki sowie Westthrakien vermuten.  Anzumerken ist, dass im Bereich Ostthrakiens, welches sich im selben Beckenbereich befindet, die Türkei bereits um die 20 kleinere abbauffähige  Gaslagerungen festgestellt hat.

Beginn der Forschungsarbeiten

Gemäß der aktuellen Planung der griechischen Regierung sollen die Forschungsarbeiten zur Feststellung von Öl und Gas Vorkommnissen  Ende 2013  eingeleitet werden, beginnend mit dem   Gebiet südlich von Kreta, während unmittelbar die Ermittlungen in der  Ionischen Region folgen sollen.

Größere Unternehmen haben bereits ihr Interesse  bekundet  Bohrungen in den betroffenen  Bereichen einzuleiten. Sollten sich die Vermutungen für die Existenz der Rohstoffvorkommnisse bestätigen lassen, ist eine Neustrukturierung der  Energie -Landkarte sowie auch eine Neudefinierung der Gleichgewichte unter den Energiemachten  nicht nur für das laufende sondern auch für die  kommenden  Jahrzehnte zu erwarten.


Geschätzter Wert der Vorkommen:

Nach der Einschätzung der Deutschen Bank soll sich der Wert des Erdgases südlich von Kreta auf ca. 427 Mrd. Euro belaufen, soweit sich die Vorkommen natürlich im Rahmen der Probebohrungen bestätigen. Als Gewinn sollen ca. 214 Mrd. Euro oder 107% des BSP übrig bleiben. Dabei geht die Deutsche Bank davon aus, dass das Gesamtvolumen zu ca. 25% für die Förderung, 25% für die Betreibergesellschaft und 50% Reingewinn für den griechischen Staat verteilt wird.

Griechenland würde somit in der Liste der Länder mit den größten Erdgasvorräten der Welt auf Rang 15 rücken. Die Berechnungen der Deutschen Bank beziehen sich dabei nur auf die Gasvorräte am Schelf südlich von Kreta und betreffen nicht die Erdölvorkommen im Ionischen und im Ägäischen Meer, die nach Meinung von Geologen auch beträchtlich sein könnten, schreibt das Portal der Deutschen Bank.

Darüber hinaus wird der nach ersten groben Wertschätzungen der Wert der gesamten  Rohstoffvorkommen im Land auf über 2 Billionen US-Dollar geschätzt,  wobei sich auf dieser Grundlage der Nutzen für den griechischen Staat aus dem Abbau dieser Ressourcen auf ca. 1 Billion US-Dollar belaufen sollte.

Quelle: Deutsche Bank,  Kefaleo, RiaNovosti, newsbeast, dimokratiki-online


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Rating Agentur Standard & Poor’s hebt Griechenlands Kreditwürdigkeit an. Die Bonitätnote wurde gleich um sechs Stufen von „selective default“ auf „B-“ angehoben

Publiziert am 19.Dezember.2012 von Abraam Kosmidis

Die Kreditwürdigkeit Griechenlands wurde gestern durch die Ratingagentur  Standard & Poor's gleich um sechs Stufen von SD (selective default- teilweiser Zahlungsausfall) auf Stufe B- angehobenn, nachdem das Anleihe-Rückkaufprogramm des Landes erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Laut Stellungnahme der Agentur selbst, sei die Anhebung der Bewertung auf die   „feste Entschlossenheit“ der EU –Partner zurückzuführen Griechenland in der gemeinsamen Währungsunion zu halten. Aber auch die verbindliche Zusicherungen der griechischen Regierung finanzwirtschaftliche und strukturelle Reformen  trotz der politischen und wirtschaftlichen Gefahren umzusetzen  und die damit verbundenen Sparanstrengungen seien Anlass zu der vorgenommenen  Aufwertung.

Die Ratingagentur verwies auf den "starken" Willen der Regierungen der Eurozone, Griechenland in der gemeinsamen Währungsunion zu halten.

S&P erhöhte das Rating konkret von "Selective Default" auf "B- ". Der Ausblick wird als "stabil" bewertet. Dies bedeutet , dass weitere Ab- oder Heraufstufungen für die nächste Zeit eher unwahrscheinlich sind.

Die neue S&P-Note gehört allerdings immer noch in die "Ramsch"- Klasse. Immerhin handelt es sich bei der Bewertung aber um die höchste Einstufung, welche Griechenland von S&P seit Juni 2011 erhalten hat.

Dies ist um so bemerkenswerter, als S&P erst kurz vor Beginn des Schuldenrückkaufverfahrens am 5. Dezember  die Bonität Griechenlands  auf "SD", also selective default" herabgestuft hatte, nachdem das Ereignis als teilweiser Zahlungsausfall bewertet wurde. Offenbar wird das Schuldenrückkaufprogramm bei S&P nach seiner erfolgreicher Durchführung nun nicht mehr als teilweiser Zahlungsausfall betrachtet. Anzumerken ist das Griechenland bereits  im Februar 2012 und während des PSI-Schuldenschnittverfahrens auf dieselbe Stufen herabgesetzt worden war.

Die Tatsache aber, dass der Rückkauf  einen Teil der Staatsanleihen betraf die noch im Umlauf waren, hebt  gemäß eines  Presseberichts der griechischen  Tageszeitung „to vima“  die Bewertung der in den nächsten Jahren auszuzahlenden  Schuldtitel an, da die Ratingagentur mitunter auch sämtliche anhängige Wertpapierausgaben inklusive der durch den griechischen Staat garantierten aufwertet.

Griechenland wird für den Rückkauf von Staatsanleihen  im Volumen von mehr als 30 Milliarden Euro  einen Betrag von 11,3 Milliarden Euro ausgeben. Die Staatsanleihen sollen somit zu einem durchschnittlichen Preis von ca. 33,8 Prozent des  Nennwertes zurückgekauft werden.

(quelle : to vima)


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Deutsche Unterstützung für Einrichtung eines Fonds zur Mittelstandförderung in Griechenland

Publiziert am 19.Dezember.2012 von Soi Papadopoulou

Positives Klima verzeichnete sich nach einem Treffen zwischen dem griechischen Minister für Entwicklung  Herrn Chatzidakis und dem Bundeswirtschaftsminister Rösler vergangene Woche in Berlin.

Gemäß Pressemitteilungen führten die beiden Minister konstruktive Gespräche insbesondere zur Gestaltung einer künftigen Zusammenarbeit auf verschiedenen Sektoren wobei  die Bereitschaft seitens der deutschen Bundesregierung Griechenland bei der Umsetzung der beabsichtigten Reformen zu unterstützen deutlich zu spüren sei.

Einigkeit bestand zwischen den Ministern hinsichtlich der Einrichtung eines Förderfonds  zum Aufbau des griechischen Mittelstandes  in Griechenland. Der Fond solle nach dem Vorbild der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau ( KfW Bank)   errichtet werden,    die nach dem Zweiten Weltkrieg bei dem  Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft erheblich beigetragen habe. Die Kapitalisierung des Fonds, worin auch die größte Schwierigkeit bei der Umsetzung liegt, müsse dabei noch eingehend konzipiert werden. Gemäß der Mitteilung beider Minister solle eine Finanzierung vorrangig durch Privatinvestoren sowie bereits bestehende Fonds angestrebt werden.

Auf die Zustimmung des deutschen Wirtschaftsministers  stieß mitunter der griechische Vorschlag zur Bildung einer deutsch-griechischen biministerialen Gruppe von Fachleuten , die regelmäßig die Entwicklung der gemeinsamen Wachstumsprojekte Griechenlands , wie z.B. im Bereich Wettbewerb und Energiepolitik erörtern und  prüfen solle.

Auch die weiteren Treffen des griechischen Entwicklungsministers mit Vertretern des deutschen Kanzleramtes und des Bundesverbandes der deutschen Industrie  verliefen positiv.

Gemäß Pressemitteilungen  spiegelte sich der offizielle Standpunkt des deutschen Wirtschaftsministers Rösler, dass Griechenland sich auf einem festen Reformkurs befinde  bei den weiteren Kreisen der Bundesregierung wieder.  In einer Pressemitteilung erwähnte der deutsche Minister, dass die derzeitigen Entwicklungen  in Griechenland  deutsche Unternehmen zu Investitionen ermutigen. Als aktuelle  Beispiele deutscher Investoren erwähnte er  das Pharmaunternehmen Boeringer Ingelheim, das in sein Tochterunternehmen in Griechenland investierte, als auch  HOCHTIEF die in  Zusammenarbeit mit der europäischen  Investitionsbank  Projekte  im griechischen Straßennetz fortzusetzen  beabsichtige.

Interesse seitens der deutschen Investoren bestehe zudem nach wie vor  für das Energiegrossprojekt HELIOS, wobei anzumerken  sei, dass dieses Projekt vorrangig  als eine Investitionschance und Absatzmöglichkeit  für  deutsche  Unternehmen  betrachtet wird u.a. made in Germany – Produkte in den Energiemarkt einzubringen.

Der griechische Minister Chatzidakis versicherte  in diesem  Zusammenhang und zur Ermutigung  potentieller Investoren, dass die fälligen öffentlichen Verbindlichkeiten an den privaten Sektor(sowohl gegenüber inländischen als auch ausländischen Unternehmen)  in Höhe von derzeit 9 Mio €  innerhalb des Jahres  2013, namentlich bis Juni 2013 beglichen werden sollen. 7 Mio € sollen  dabei gemäß Mitteilung des Entwicklungsministers  bis März 2013 ausbezahlt werden, wobei ab Juni 2013 keine anhängigen Verbindlichkeiten  bestehen sollen.


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Erste positive Meldungen für den griechischen Markt mit Engagements von Hewlett Packard, Cosco und Unilever

Publiziert am 4.Dezember.2012 von Abraam Kosmidis

Es mehren sich derzeit die Anzeichen, dass der griechische Markt nun die Talsohle durchschritten und vor dem Beginn eines Aufschwungs steht.  In dieses Bild passen nun verschiedene Aktivitäten und Engagements von multinationalen Unternehmen in Griechenland.

Aktuellen Berichten zufolge wurde ein bedeutendes Abkommen zwischen dem bekannten Computerkonzern Hewlett Packard (HP) einerseits und  COSCO,  dem chinesischen  Terminalbetreiber- und Verwalter des Handelshafens von Piräus, sowie dem griechischen Eisenbahnbetreiber TRAINOSE andererseits getroffen.

Hintergrund dieser dreiseitigen Vereinbarung ist, dass  HP  langfristig die Verlagerung seines Logistikgeschäfts von Rotterdam nach Griechenland Piräus beabsichtigt.

Dies stellt laut Expertenmeinungen ein besonders wichtiges Pilotprojekt für den Hafen von Piräus dar, welches im Falle seines Gelingens, Piraeus zum wichtigesten Dreh- und Angelpunkt für Seetransporte nach Europa katapultieren könnte.

Bereits seit einigen Jahren wurden die Produktionsstätten von HP nach Indien und China verlagert. Die bisherigen Transportwege  nach Zentraleuropa nehmen jedoch längere Zeit in Anspruch, während sich über den Hafen Piraues konkret 6 Tage kürzere Transportzeiten erzielen lassen. Nach den aktuellen Entscheidungen zur Kosteneinsparung der Großunternehmer und der damit verbundenen Verminderung der Transportzeiten, könnte bei den Transportwegen nach Zentraleuropa über den Hafen von Piraeus sogar bis zu 10 Tagen gewonnen werden. Die Produkte sollen dann von Piräus aus entweder per Seeweg über das Terminal der COSCO oder über das Eisenbahnnetz mit der TRAINOSE an ihre Destination weiterbefördert werden.

Dabei war die geographisch äußerst günstige Lage des Standorts Piräus nicht das einzige und ausschlaggebende Kriterium  für das Abkommen zwischen  HP und Cosco / Trainose. Auch der, durch COSCO mittlerweile übernommene Betrieb des Hafenterminals,  sowie der Ausbau des Terminals, Errichtung einer innovativen Verwaltung und modernste Logistik, welche Piraeus zu einem zuverlässigen und einwandfrei funktionierendem Hafen avancieren läßt, stellte  ein entscheidendes Kriterium dar. Spürbar wurde diese Entwicklung Berichten zufolge bereits durch die Einstellung der Streiks der Hafenarbeiter und  der beanstandungsfreien  Einhaltung sämtlicher Zeitdiagramme.

Das Vertrauen der Investoren stützt sich aber auch zentral  auf die erstmals durch die griechische Regierung ausgesprochene Unterstützung  der Investitionsprojekte.

Der griechische Premierminister Antonios Samaras und seine Minister versicherten pünktliche Steuerrückerstattungen durch den Staat, Eindämmung der  Bürokratie und Gestaltung einer zuverlässigen und investitionsfreundlichen Umfelds für alle interessierten Investoren.

HP sieht sein Engagement als ein Pilotprojektund möchte deshalb zunächst nur einen Teils seiner Produkte über Piräus nach Zentraleuropa einführen, würde aber bei erfolgreicher Entwicklung der Zusammenarbeit künftig die Einfuhr über Griechenland steigern und langfristig den Hafen Piräus als zentralen Hafen für die Verbringung seiner Produkte nach Zentraleuropa, dem mittleren Osten, Nordafrika, den europäischen Mittelmeerländern und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion nutzen.

Da inzwischen sehr viele Großkonzerne ihre Produktionsstätte nach Osten oder Afrika verlagert haben ist bei positiver Entwicklung zu erwarten, dass diese ebenfalls dazu animiert werden, den Hafen von Piräus als den geographisch am Besten gelegensten Knotenpunkt für ihre Logistikgeschäfte zu bevorzugen.

Die  griechische Regierung soll Berichten zufolge den, durch das HP- Abkommen ausgelösten Investitionshub, anders als in der Vergangenheit,   nicht  ungenutzt lassen, sondern Invbestitionen vielmehr intensiv und aktiv fördern und durch politisch Einsatz unterstützen.

Bemerkenswert ist ferner das Investitionsverhalten einiger  multinationaler Konzerne auf dem griechischen Markt, so zB des anglo-holländischen Konzerna Unilever, dem größten Lieferanten griechischer Supermarktketten. Offenbar setzen einige  multinationale Unternehmen auf die Erholung der griechischen Wirtschaft und investieren antizyklisch zu günstigen Konditionen in Griechenland.

Wie auch der Vorsitzende des Elais – Uniliever Hellas einem Zeitungsinterview zufolge in der Zeitung „to vima“ zum Ausdruck brachte, bringe jede Krise auch neue Chancen mit sich und diejenigen, die dies als erste erkennen und nutzen, seien auch diejenigen, welche als erste hieraus profitieren würden.


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Griechenland erwägt wohlhabende Senioren aus Europa mit Steuervorteilen anzulocken

Publiziert am 4.Dezember.2012 von Abraam Kosmidis

Beitrag von Georg Petras, CEO von Engel & Völkers Dodekanes / Südägäis

In Bezug auf diese Meldung hatten wir bereits Anfragen von Kunden und möchten hier kurz über die Situation, speziell auch auf Rhodos, informieren.

Tatsächlich gibt es derzeit Überlegungen der griechischen Regierung den Immobilienmarkt durch gezielte Maßnahmen zu beleben. Verschiedene Optionen werden derzeit oder in naher Zukunft diskutiert werden. Eine Option ist die Senkung der Grunderwerbssteuer für Pensionäre. Dies wird – meines Erachtens – selbst bei einer Halbierung der Steuer, für eine Kaufentscheidung nicht so stark ins Gewicht fallen, wir derzeit vermutet.

Da sich die Immobilienpreise stabilisiert haben, dürften die ansteigende Nachfrage und die daraus resultierenden Preissteigerungen den „Preisvorteil“ der gesenkten Grunderwerbssteuer schnell neutralisieren.

Eine weitere Option ist die Einführung eines Gesetzes, das Nicht-EU-Bürgern beim Kauf einer Immobilie ab einem bestimmten Kaufpreis eine Aufenthaltsgenehmigung gewährt.  Diese Maßnahme könnte die Nachfrage nach Immobilien auf Rhodos deutlich erhöhen.

Sehr interessant dürfte auch die Option sein, bei der Immobilienkäufer Ihr Einkommen nicht in Griechenland versteuern müssen, selbst wenn sie sich länger als sechs Monate hier aufhalten. Dieses wird allerdings nicht abhängig vom Zeitpunkt des Immobilienkaufes sein, sondern von dem Zeitpunkt des tatsächlichen Aufenthaltes von über sechs Monaten in Griechenland.

Meines Erachtens ist die wichtigste Neuerung, dass die Wahrscheinlichkeit für Griechenland den Euro zu verlassen auf ein Minimum gesunken ist. Diese Kombination aus der wieder herrschenden Sicherheit in Verbindung mit dem zu erwartenden Nachfrageanstieg und den damit verbundenen Preisanstiegen macht den Kauf einer Immobilie auf Rhodos jetzt interessanter denn je.

Georg Petras, Geschäftsführer Engel & Völkers Dodekanes Südägäis


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