Weblog KPAG Kosmidis & Partner – die deutschsprachige Anwaltskanzlei in Griechenland

Hohe Exportsteigerung für griechisches Obst und Gemüse in 2016

Publiziert am 3.Juni.2016 von Abraam Kosmidis

Exportsteigerung Obst und GemüseEinen beachtlichen Aufschwung verzeichnen die griechischen Exporte von frischem Obst und Gemüse im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Auch für den Rest des Jahres sind die Prognosen besonders günstig.

Den letzten Kennzahlen des griechischen statistischen Amtes ELSTAT zufolge, verarbeitet vom Verband Griechischer Unternehmen für die Ausfuhr und den Transport von Obst, Gemüse und Säften „INCOFRUIT – HELLAS“, erhöhten sich die Exporte um 37,8%, und erreichte damit ein Volumen von 241,226 Mil. Euro.

Einer diesbezüglichen Mitteilung des Verbandes zufolge ist ein erheblicher Anstieg der Exporte von frischem Obst und Gemüse bis Ende des Jahres zu erwarten, die schätzungsmäßig einen Umfang von mehr 1,5 Mio. Tonnen erreichen sollen.

Gemüseexport

In diesem Quartal ist das Ausfuhrvolumen von Gemüse im Vergleich zum letzten Jahr um 31,4% angestiegen, mit einem Gesamtumfang von 66.976 Tonnen, und der Wert beläuft sich durch eine Zunahme von 21,2 % auf über 54 Mio. Euro.

Obstexport

Beim Obstexport verzeichnete sich ein enormer Anstieg des Ausfuhrvolumens um 39%, welcher sich in einem Ausfuhrvolumen von über 187 Mio. Euro bzw. 383.568 Tonnen niederschlägt.

Einfuhren

Der Gemüseimport zeigt zugleich eine Abnahme des Einfuhrvolumens um 13% der Masse und 7,4% des Umsatzes, wobei jedoch eine Zunahme des Einfuhrvolumens für Obst entsprechend um 7,4% und 12,2% festzustellen ist.

Wie auch der Sonderberater des Verbandes, Herr Polychronakis, anmerkte, wird seitens der EU die einjährige Verlängerung der Fördermaßnahmen (Ablauf am 30. Juni 2016) für Erzeuger von Obst und Gemüse, welche am stärksten vom russischen Einfuhrverbot betroffen sind, sowie eine umgehende Verbesserung des Rücknahmesystems gefordert.



Neue Fristverlängerung für Investitionsvorhaben

Publiziert am 8.Januar.2016 von Abraam Kosmidis

griechenland_parlamentSchon in den nächsten Tagen soll das Ministerium für Wirtschaft, Entwicklung und Tourismus eine neue Rechtsvorschrift zur Verlängerung der Abschlussfrist für sämtliche, bereits in den zwei vorherigen Entwicklungsgesetzen (Nr. 3299/2004 und 3908/2011) eingeordnete Investitionsvorhaben einführen.

Der diesbezüglichen Mitteilung des Ministeriums zufolge, wird insbesondere die Frist zum Abschluss der im Gesetz Nr. 3299/2004 eingeordneten Investitionsvorhaben bis zum 30/6/2016 verlängert, welche am 31/12/2015 ablief.

Die Träger der Vorhaben, welche 50% der Investition bis zum 30/6/2016 umsetzen werden, können eine zusätzliche, einjährige Verlängerung in Anspruch nehmen, um das gesamte Investitionsvorhaben bis zum 30/6/2017 abzuschließen.

Zugleich werden organisatorische und institutionelle Maßnahmen zur Vereinfachung der Investitionsumsetzung der entsprechenden Gesetze getroffen, sodass innerhalb der neuen Fristsetzung alle ausstehenden Angelegenheiten abgeschlossen werden können.

Noch im Januar soll außerdem die Ausarbeitung des neuen Entwicklungsgesetzes abgeschlossen werden, um anschließend vom Parlament so schnell wie möglich verabschiedet zu werden.
Erwähnenswert ist, dass im Rahmen der zwei vorherigen Entwicklungsgesetze eine geringe Anzahl von Investitionsvorhaben einen hohen Anteil der Gesamtförderungen erhalten haben (4% der Investitionspläne erhielten 44% der Zuschüsse im Rahmen des Gesetzes Nr. 3299/04, während 5,1 % der Vorhaben 42% der Förderungen im Gesetzesrahmen 3908/11 gewährt wurden).



Griechische Wirtschaft zeigt bemerkenswertes Durchhaltevermögen

Publiziert am 11.Dezember.2015 von Abraam Kosmidis

invest in GreeceDer griechische Unternehmens-und Industrieverband SEB wies im Monatsbericht für wirtschaftliche Entwicklungen auf das bemerkenswerte Durchhaltevermögen der griechischen Wirtschaft trotz der schwierigen Finanzlage hin. Die Rezession des Gesamtjahrs erweist sich milder als erwartet, und es zeigen sich geringere Auswirkungen durch die Kapitalverkehrskontrollen im Vergleich zu den anfänglichen Prognosen.

Zugleich weisen die Frühindikatoren der wirtschaftlichen Aktivität eine Normalisierung auf, wobei die versäumte Zeit insbesondere aufgrund der negativen Entwicklungen während der Sommermonate größtenteils nachgeholt wird.

Dennoch bestehen weiterhin offensichtliche Abschwächungsanzeichen, die vorwiegend durch die verlangsamte Wachstumsrate der Industrieproduktion und der Exporte sowie die Reduzierung der Importe, des Einzelhandels und der Einkünfte aus dem Tourismus-und Schifffahrtsbereich ausgedrückt werden.

Die Normalisierungsanzeichen der Wirtschaft umfassen gemäß dem Verbandsbericht folgendes:

  • – ein weiterer Anstieg des Einkaufsmanagerindex (PMI) im Verarbeitungssektor im November 2015,
  • – der unveränderte wirtschaftliche Einschätzungsindikator im selben Monat, und eine Zunahme der Geschäftserwartungen im Industriesektor, indem eine Verbesserung der Auftragseingänge, der

Exporte und der Beschäftigungserwartungen festzustellen war, obwohl sich die absoluten Vertrauensebenen noch auf niedrigen Werten belaufen,

  • – die Zunahme der Industrieproduktion im September (+2,8%), infolge des starken Rückgangs im Juli,
  • – die Exportdynamik, die während der ersten Monate von 2015 zum bemerkenswerten Anstieg von +11,1% führte (Jan. – Sep. 2015); zu diesem Ergebnis haben hauptsächlich die Exporte von Agrar-und

Industrieprodukten beigetragen,

  • – die Lockerung des Deflationsdrucks im Oktober,
  • – die Verringerung der Arbeitslosenanzahl im August 2015 (von 1.196.000 auf 1.180.000),

Gleichzeitig werden jedoch Entwicklungen verzeichnet, welche die Unsicherheit verlängern, wie z.B. die Abnahme der Industrieumsätze im September, der Rückgang der Reiseverkehrseinnahmen (-5,4%), der Transporte und der Tätigkeiten griechischer Bauunternehmen im Ausland, oder das negative Bild in der Finanzierung, den Investitionen und der Bautätigkeit.



Förderung der Auslandsorientierung griechischer Unternehmen durch junge Diplomaten

Publiziert am 29.April.2015 von Abraam Kosmidis

Förderung der Auslandsorientierung griechischer UnternehmenDank einer Initiative des griechischen Unternehmens-und Industrieverbandes (SEB) wird jungen Diplomaten ein Praktikum bei griechischen Exportunternehmen angeboten. Damit soll ihre Auslandorientierung gefördert werden und ihnen das notwendige Know – How vermittelt werden, damit sie im internationalen Wettbewerb bestehen können.

Die am Ausbildungspraktikum beteiligten Attachés hatten die Möglichkeit, sich über die Exportverfahren, sowie über die Belange der Marktforschung, sowie über den Zugang zu den Zielländern zu informieren. Ferner hatten sie Gelegenheit, sich einen Einblick in die Vernetzungen von Unternehmen in neuen Märkten und über praktischen Methoden in Bezug auf Kooperationen zwischen Exportunternehmen und griechischen Botschaften im Ausland zu verschaffen.

Hierbei handelt es sich nicht nur um ein innovatives Programm, das in Kraft gesetzt und aufgrund der guten Zusammenarbeit des Industrieverbandes mit der Diplomatischen Akademie des Außenministeriums erfolgreich abgeschlossen worden ist, sondern hauptsächlich auch um eine nützliche Partnerschaft zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor.

Die an diesem Programm teilnehmenden Mitgliedsgesellschaften des griechischen Industrieverbands sind unter anderem: Aluminium of Greece, Hellenic Fine Oils, Intercom Defense, METKA, Papadopoulos E.I., TITAN und Halcor.
Die Studiendirektorin der Diplomatischen Akademie und Botschaftsrätin erster Klasse, Frau Sotiria Theocharidi, bedankte sich persönlich bei diesen Unternehmen und betonte zudem, dass diese Zusammenarbeit den Beitrag des Außenministeriums zur Förderung der Auslandsorientierung griechischer Unternehmen, sowie deren Zugang zu ausländischen Märkten verbessern wird.

Besonders hervorgehoben wurde die wesentliche Bedeutung des permanenten Informationsaustausches, damit die Bedürfnisse der Unternehmen ausreichend gedeckt werden und sich ihre Stellung im lokalen Markt verbessern kann. Zudem kann die Erkennung von neuen Möglichkeiten zur Schaffung von neuen – oder der Erhaltung von bereits bestehenden Arbeitsplätzen beitragen.

Die Minimierung des unternehmerischen Risikos, die Auswirkungen der politischen Entwicklungen sowie die finanziellen Ausmaße als Folge der politischen Entscheidungen sind unter anderem einige der großen Vorteile, welche durch die spezialisierte Informationserteilung der entsprechenden Kooperation den Unternehmen bereitgestellt werden. Die finanziellen Auswirkungen infolge von eventuellen Änderungen der institutionellen Rahmenbedingungen können Bußgelder, Beschlagnahmungen sowie die Teilnahme an Wettbewerben bewirken.

Die engen Beziehungen zwischen der Diplomatie und dem Unternehmergeist tragen zudem zur Anerkennung und Bewahrung der griechischen Unternehmen vor finanziellen Risiken bei, wobei das griechische Konsulat demnach als ein qualifiziertes „One – Stop – Shop“ den Bedürfnissen der griechischen Unternehmen nachkommen kann. Dank der rechtzeitigen Bereitstellung von politischen, wirtschaftlichen und institutionellen Informationen können griechische Exportunternehmen gefestigt werden und somit zum Aufschwung der Volkswirtschaft beitragen.



Griechenland: Investitionen in Höhe von ca. 20 Mrd. in Infrastrukturprojekte bis 2022

Publiziert am 26.Februar.2015 von Abraam Kosmidis

Europa GriechenlandDem neuen ESPA Programm zufolge, könnte die Förderung von Investitionen sowie neue Finanzierungswege wie öffentlich – private Partnerschaften und projektbezogene Anleihen das heutige Rezessionsbild der griechischen Wirtschaft drastisch ändern und die Beschäftigung wesentlich ankurbeln.
Gemäß dem Programm beläuft sich der Gesamtwert der geplanten Projekte für die nachfolgenden sieben Jahre auf 20,1 Mrd. Euro, wovon sich der Rückstand auf 12 Mrd. Euro beläuft und die geplanten Projekte auf 8 Mrd. Euro veranschlagt werden.

Von den insgesamt 71 bevorstehenden Vorhaben bis 2022 bezieht sich 34% auf den Energiesektor, 25 % auf U-Bahn – und Straßenbahnnetze und 23% auf den Straßenverkehr.
57% der Infrastrukturprojekte sollen im zweijährigen Zeitraum 2015 – 2016 fertiggestellt werden, zu einem Gesamtwert von 5,8 Mrd. Euro. Einer Studie zufolge werden sich die jährlichen Kosten in Griechenland zwischen 2,5 und 5 Mrd. Euro belaufen, sofern keine Verzögerungen bei der Auftragserteilung entstehen.

Der Rückgang von Investitionen bietet jedoch weiterhin Anlass zu großer Sorge – als Anteil am BIP – zumal diese während der Rezessionszeit von 3,6% (2006) auf 1,2 % (2012) geschrumpft sind, mit einem Verlust von 4,3 Mrd. Euro auf jährlicher Basis (Gesamtverlust: 30 Mrd. Euro).
Die Investitionen in Griechenland sind durch die tiefe Rezession und den Haushaltseinschränkungen wesentlich beeinträchtigt worden, was zu einer Abnahme von Arbeitsplätzen um 49% an Infrastrukturprojekten führte.
Infrastrukturvorhaben werden in Griechenland hauptsächlich durch öffentliche Mittel finanziert, während die Privatbeteiligungen einen Anteil von 10% – 15% der Gesamtinvestition nicht überschreiten. Investitionen sind in Infrastrukturprojekten von entscheidender Bedeutung für Griechenland, mit einem hohen wirtschaftlichen Multiplikator zweifacher Größenordnung (d.h.: jeder aufgewendete Euro für Infrastrukturen erhöht das BIP um jeweils 1 Euro), der zudem den Konsum und die Investitionen in anderen Branchen fördern kann.
„In Griechenland zeigt sich derweil eine harte Realität. Die Investitionen in Infrastrukturprojekte sind im Zeitraum 2006 – 2012 aufgrund der Wirtschaftskrise von 3,6% auf 1,2% des BIP gesunken. Dies führte zu einer Abnahme der Beschäftigung in der Baubranche von 49%. Der umgehende Ausbau der Infrastruktur zur Verbesserung der griechischen Wettbewerbsfähigkeit ist absolut notwendig.

Die Beschleunigung der Planung von Infrastrukturvorhaben und die Steigerung des Interesses am Standort Griechenland ist damit ein Primärziel.

Finanzierungsquellen

Infolge der Einschränkungen der staatlichen Haushaltsausgaben wird der Schwerpunkt der Finanzierung auf den privaten Sektor verlagert. Dabei kann der Infrastrukturbereich auf drei verschiedene Arten attraktiver werden:

  1. Änderung der Rahmenbedingungen, damit das private Kapital ein positives Risiko – Rendite – Verhältnis aufweisen kann.
  2. Verbriefung von künftigen Einnahmen
  3. Neue Finanzierungsinstrumente, wie Projektanleihen (Project bonds), die auf anderen Kapitalquellen beruhen und die für den Infrastrukturbereich geeignete Renditeerwartungen und akzeptable Risiken der langfristigen institutionellen Fonds zu ihrem Vorteil nutzen.


Alpha Bank: Stärkstes Wirtschaftswachstum in Griechenland

Publiziert am 8.Januar.2015 von Abraam Kosmidis

invest in GreeceDie Ankündigungen der Griechischen Statistikbehörde ELSTAT bestätigen erneut das spürbare Wachstum der griechischen Wirtschaft seit Beginn des Jahres 2014. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Sommerquartal um 0,7 Prozent, der Privatkonsum um 1,3% und die Investitionen um 12,3 %.
Den Mitteilungen des griechischen Bankinstitutes „Alpha Bank“ zufolge, stellte die enorme Zunahme der Touristenströme einen wesentlichen Bestandteil des Aufschwungs dar, mit einem Anstieg der Auslandsankünfte um 22,2 %, der Einnahmen um 11,1 % und einer Zunahme der Arbeitsplätze um 0,3 % (Schaffung von ca. 91.500 Arbeitsplätzen).
Die Beschleunigung des Wirtschaftswachstums auf 1,9 % im dritten Quartal war in der Tat beindruckend; am bemerkenswertesten erscheint jedoch die Tatsache, dass der Hemmungsfaktor des Wachstums nicht auf die Inlandsnachfrage, sondern auf die Inlandsproduktion zurückzuführen ist.
Ferner nimmt gemäß Alpha Bank die Unsicherheit aufgrund der langwierigen Verhandlungen mit der Troika immer größere Ausmaße an, wodurch die Erwartungen auf gute Perspektiven der griechischen Wirtschaft geschwächt werden und das Wachstum gefährdet wird.
Alpha Bank betont, dass Troika ihre Verhandlungen in einer Weise ausführt, als würde Griechenland am Rande der wirtschaftlichen Destabilisierung stehen, und trägt zweifelhafte Vorwürfe bezüglich einer Nichteinhaltung der Reformen vor. Vielmehr sollte das positive Wirtschaftsklima erhalten bleiben und gefördert werden, um Griechenland aus der Rezession und Arbeitslosigkeit helfen zu können.
Das griechische Bankinstitut vertritt zudem die Auffassung, dass die Verlagerung der Ressourcen von den geschützten Sektoren zu den extrovertierten Wirtschaftszweigen keinesfalls in diesem Jahr realisiert werden kann, unabhängig davon wie viele Reformen eingeführt werden. Das grundlegende Inkompatibilitätsproblem spiegelt sich nicht nur in der Qualifizierung der Arbeitskräfte wider, sondern auch in der griechischen Unternehmungslust selbst.

Trotz der kurzsichtigen Politikansätze seitens der Troika und sämtlicher Vorurteile der Gläubiger, befindet sich Griechenland nach enormen Anpassungsbemühungen in einer vorteilhaftesten Position als die weiteren Länder des Südens. Die Möglichkeit zur Nichtfinanzierung eines solchen Landes ist daher sehr gering, zumal dieses starke Perspektiven zur Stabilisierung und Erhaltung des Primärüberschusses auf 3% des BIP aufweist.



WEF: Signifikante Stärkung der griechischen Wettbewerbsfähigkeit

Publiziert am 8.September.2014 von Abraam Kosmidis

Europa GriechenlandLaut Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) ist Griechenland in diesem Jahr von Rang 91 auf Rang 81 der internationalen Länderrankings zur Wettbewerbsfähigkeit aufgestiegen. Die wesentlichen Gründe dafür sind unter anderem die Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse und die Öffnung bzw. Liberalisierung bestimmten Märkte und Berufsgruppen Ferner ist dem Bericht zufolge ein technologischer Fortschritt in Griechenland festzustellen (Rang 54). Allerdings besteht bei den Unternehmen insoweit weiterhin noch hoher Handlungsbedarf. Es zeigt sich, dass die eingeleitete Sanierung der griechischen Wirtschaft während der sechsjährigen Rezession sich noch nicht zu einem Erfolgsmodell entwickelt hat. Ein weiteres Hindernis bei der Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft ist die fehlende Kreditgewährung der Banken, sowie die weiterhin bestehenden bürokratischen Hindernisse für ausländische Direktinvestitionen.

Der Wettlauf Griechenlands, innerhalb der letzten zwei Jahre Reformen umzusetzen – oft auch unter dem Druck der Gläubiger – wird im Bericht des WEF besonders erwähnt. Außer der Nord – Süd – Unterscheidung ist nun in Europa auch eine neue Teilung zwischen den erforderlichen Reformmaßnahmen für die Wirtschaft dieser Länder festzustellen: Griechenland und Portugal sollen durch diese Maßnahmen konkurrenzfähiger werden; Wirtschaften wie Frankreich oder Italien verzeichnen keinen großen Fortschritt. Portugal liegt dieses Jahr auf Rang 36 (2013: Rang 51), während Frankreich und Italien noch eine stagnierende Entwicklung verzeichnen.

Die Bereiche, die zur Verbesserung der Position Griechenlands im internationalen Wettbewerbsfähigkeitsindex beigetragen haben sind unter anderem die Funktion der Gütermärkte (Rang 85 mit einer Bewertung von 4,20 auf einer Skala von 1 – 7), die Intensität der örtlichen Wettbewerbsfähigkeit (Rang 71) und die Flexibilität des Arbeitsmarktes, in Kombination mit besseren Leistungen in der öffentlichen Finanzwirtschaft und der drastischen Senkung des Haushaltsdefizits.

Die Ineffizienz der Regierung, der Geldmarkt, die Wirksamkeit der Bankbranche und der beschränkte Zugang zu Finanzierungen stellen laut Bericht weiterhin die m aßgeblichen Hindernisse für die Wettbewerbsfähigkeit und dem Geschäftsverkehr des Landes dar. Um eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit und hohe Produktivität erzielen zu können, muss die griechische Wirtschaft den Innovation-und Energiebereich fördern, wodurch auch eine Verbesserung des Bildungssystems und der Investitionen im Forschungs-und Entwicklungsbereich erfolgen kann.



Große internationale Investoren zeigen hohes Interesse an griechische Anleihen

Publiziert am 23.Juni.2014 von Abraam Kosmidis

Laut einer Ansage der Agentur Bloomberg, vertrauen die größten Investoren der Welt griechischen Staatsanleihen, nachdem sie unter dem Druck der sehr niedrigen Renditen in Europa stehen. Danach brachten die griechischen Staatsanleihen seit Beginn dieses Jahres bis zum 16. Juni einen Gewinn von 30% ein.

Das Portfolio des amerikanischen Finanzunternehmens Prudential Financial verfügt über griechische Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren, die britische Investmentmanagergruppe Jupiter Asset Management erhöhte ihre Positionen in griechischen Wertpapieren ab Oktober, während der weltweit aktive Vermögensverwalter Fidelity Worldwide Investment laut Bloomberg stetig größere Positionen im letzten Halbjahr aufbaut.

Griechenland ist im Vergleich zu den anderen Ländern der Eurozone mit den schwierigsten Problemen konfrontiert, doch hat das Land laut Aussagen des Strategen der Prudential Financial zwei Vorteile auf dem Anleihemarkt zu bieten:

– der relative Wert der griechischen Anleihen ist attraktiv und
– ihre Laufzeit ist vorteilhaft

Griechenland hat nach vier Jahren erstmals wieder Anleihen mit fünfjähriger Laufzeit am Kapitalmarkt zu einem Wert von insgesamt drei Milliarden Euro verkauft, wobei sich die Gebote der Anleger auf mehr als 20 Milliarden Euro summierten und die Emissionen damit mehrfach überzeichnet waren. Die Rendite der Anleihen der Eurozone ist seitdem auf Rekordwerte gesunken, zumal die Europäische Zentralbank (EZB) ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Wirtschaft der Zone und zur Deflationsbekämpfung eingereicht hat.

Die durchschnittliche Rendite der Staatsanleihen der Eurozone fiel am 9. Juni auf den historischen Tiefstand von 1,3992%,, und stieg am 16. Juni gemäß der Bank of America Merrill Lynch auf 1.3576%.

Das Anlegervertrauen in Griechenland ist jedoch keinesfalls gesichert, zumal die Preise der 10-jährigen Anleihen zum ersten Mal nach vier Monaten im Mai einen Rückgang verzeichnet haben, unter Bedenken, dass die Regierungskoalition an Unterstützung verlieren und ihre Möglichkeit zur Anwendung von Sparmaßnahmen untergraben werden würde.



The National Growth Model of Greece: an attempt to reignite the Greek economy

Publiziert am 16.Juni.2014 von Abraam Kosmidis

How Greece reached the “edge of the hill”

Europa Griechenland

Before the outbreak of the financial crisis in 2009, the growth rates in Greece were very high – the average rates of growth were significantly higher than the European Union average. The crisis unveiled that this development was not real and it was financed by external public sector borrowing. This extensive borrowing led to the gradual increase of the fiscal deficit (the public debt reached the highest level in Europe – almost 120% of the GDP).

As a result, Greece could no longer borrow from the international capital markets and it was made clear that from that point the European Union (EU), the European Central Bank (ECB) and the International Monetary Fund (IMF) could finance the needs of Greece. The support of these 3 institutions was supplied
under the presupposition that the country would implement very radical structural reforms which often came at an enormous social cost. Indeed, numerous structural reforms were adopted during the last four years in order to return to a sustainable growth path. According to the data provided by the Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD), Greece has implemented the largest fiscal adjustment programme compared to the member countries of the OECD.

Due to this programme, the Greek economy is showing again some encouraging signs of development. For the first five months of 2014, there was a primary budget surplus of 711 million Euros (with the target being 208 million Euros). The situation for the same last year was completely opposite: there was a deficit of 970 million Euros. In 2013, Greece had the lowest inflation rate in the eurozone and the consumer price inflation turned negative in March 2013. Unemployment rate shows signs of stability, even though it remains at unacceptably high levels (jobless rate remained stable at 27,8% for the first three months of the year compared to the same period of last year).

The National Growth Model of Greece

The political model upon which the economy of Greece was based prior to the crisis, it is now obsolete. The policies followed for more than 30 years were responsible for the creation of a large and inefficient public sector with overlapped responsibilities and huge bureaucracy. Furthermore, the complicated tax system and the numerous laws were some of the barriers that deterred businessmen from investing in Greece.

If Greece wants to have a more extrovert economy and a more business – friendly environment that appeals new investors, it is imperative to change its strategy and deliver a new model that guarantees a viable economic growth.

The Greek government developed a new National Growth Model (NGM) which exploits some of the country’s comparative advantages: geography, climate, culture, human and natural resources.

The NGM – which was presented by the Greek Prime Minister Mr Samaras two weeks ago- will try to develop even further the following economic activities:

  • Tourism: it accounts for more 15% of the Greek GDP. The Greek government aims to increase this contribution. In order to do so, it is necessary to: a) invest in infrastructure works that will facilitate transportation, b) to exploit the tourist real estate (hotels, resorts, vacation homes, camping areas, etc), c) improve connectivity within the country – e.g. the airports costs in some of the airports are very high preventing tourists from entering specific tourist places. The tourist period should not be concentrated only in summer months but it can be expanded throughout the whole year. The overall aim is to provide for a quality tourist product that will make the tourists to spend more money on the local economies.
  • Energy: The primary aim is to establish a robust national energy strategy that will set the following targets:  eduction of CO2 emissions, improvement of energy efficiency in buildings, exploitation of renewable sources.
  • Agro-food industry and food processing: Greek land offers a great variety of products with high nutritional value. Greece could have exploited this asset and could have penetrated foreign markets. Instead of that, the European markets sell a limited percentage of Greek products (only 2%, when the penetration of Italian or Spanish products is 10% and 13% respectively). It is important to deliver a strong product exports strategy that will standardize and modernize the food processing procedures (production, packaging) and secondly it will ensure a long-lasting presence at foreign markets.
  • Logistics: Greece is a perfect logistics hub due to its geographical position. A national logistics strategy is already being developed. It will simplify the procedures related to the logistics activity, making easier the relative businesses to invest in the country.
  • Pharmaceuticals: The Greek pharmaceutical industry produces generic drugs. It is a strong player that is ranked within the TOP 5 of manufacturing sub-sectors in terms of exports. Greece aims to withhold this position by promoting policies that help innovation (e.g. access to low cost financing or tax facilitation).
  • Research and Development (R&D), innovation: Provision of economical incentives for activities related to this field would make Greece the R&D center of the wider area.
  • Construction materials industry: this economic activity is highly related to other sector such as energy, infrastructure, R&D
  • Shipping: it is clear that if Greece wishes to maintain its leading position in international maritime, it is necessary to establish an active shipping center responsible for providing solutions and incentives.
  • Tradable sector: Greece can take advantage of the fact that its labour force is very well qualified and it can become a regional center for the provision of the specialized services in the wider Balkan and Eastern Europe area.

The Greek government has developed the National Growth Model aiming to reinforce the competitiveness of the economy, and to create an investment – friendly environment. None model can be elaborated unless some important policies are primarily adopted. So, the Greek government is already implementing the following policies:

  • Fiscal consolidation: this effort is continuous ever since the outbreak of the crisis.
  • Re-organisation of the public administration and elimination of corruption: there is an on-going effort to reduce the size of the public sector and to fight corruption phenomena.
  • Improvement of tax policy: The targets to be achieved are: decrease the corporate taxation, further cuts in Social Security contributions, reduction of taxes for specific economic activities like R&D, innovation, energy projects.
  • Improvement of the justice system: The justice reform that is currently taking place, will lead to the acceleration of the justice award, because the judicial procedures will be rationalized.
  • Privatizations of the public properties: the expected revenues will be used to reduce the public debt.
  • Creation of a favorable investment climate and facilitation of the international trade. This is the most important policy adopted by the Greek government towards its ambition: appeal new investors mainly from abroad. It includes some actions such as simplification of licensing procedures, simplification of taxation for businesses, and establishment of the institution “Enterprise in Greece”.

The crisis was an opportunity for the Greek policy makers to realize that the policies from the past could no longer be applied. The only viable way that leads to real economic growth is the radical change of the old economic model. The National Growth Model proposes a new way that things should be done regarding the major pillars of the Greek economy. This new model will be successful, if and only, if it eventually achieves two things: reinforcement of the competiveness of the Greek economy and creation of a business – friendly environment in the country.



Greece’s Budget Surplus Sparks More Controversy

Publiziert am 13.Mai.2014 von Abraam Kosmidis

With the May 2014 European and local elections looming, the conservative-led coalition government has already embarked on the process of making political capital out of the first primary budget surplus recorded in a generation. Predicting a figure of around €2.5 billion, more than three times the government’s original estimate of €800 million, Prime Minister Antonis Samaras has stated: ‘We must help those most affected by the crisis, in order to give them a second chance. Our goal is to exit the crisis without leaving anyone behind.’ To this end, he has vowed to return 70% of the surplus to the people hit hardest by the austerity measures. This will go some way to addressing the problems of low-earners, and includes a €500 bonus to pensioners and members of the police and security services, who along with the majority of public sector employees have borne the brunt of drastic cuts over the past four years. By the end of April, more than a quarter of a million people had already applied for these ‘social dividends’.

The opposition, led by the radical-left Syriza party, immediately went on the attack, arguing that the idea of a primary surplus was the invention of a government that had not only drastically cut spending but failed to include in their calculations factors such as debts to state suppliers, which it had neglected in favour of a transparent attempt to buy votes from the casualties of austerity. Syriza argued that any budget surplus had been achieved only with the creation of a surplus of the unemployed and poverty-stricken. Meanwhile, the German Chancellor Angela Merkel still insists that in return for Germany’s backing, Greek austerity measures should continue.

Syriza issued a statement declaring that Greece clearly still had a long way to go before coming out of austerity, and that a new Memorandum of Understanding between Greece and the Troika would only lead to further cuts and job losses in the public sector, despite the country preparing a bond issue to raise money on the markets for the first time since the international bailout began. The statement concluded: ‘The celebrations about the primary, pre-election surplus… cannot hide the future that Mr Samaras and Mrs Merkel have in store for the Greek people.’

Public sector protests

The Troika’s austerity measures had included a demand for 25,000 public sector workers to go through the government’s ‘mobility scheme’, whereby workers are suspended on 75% wages while waiting to be transferred to another job. The scheme has been called a ‘precursor to layoffs’ because unless another job was found within a year the worker would be dismissed. The agreement caused a rash of protests and demonstrations by workers and unions, the preferred method being the occupation of local government offices rather than strikes, which would have only resulted in more lost wages.

The European Commission stated that the suspensions were a necessary part of the government’s restructuring programme, aimed at bringing the high public sector wages bill in line with the euro-zone average. For decades, Greece’s main political parties have traditionally rewarded loyal supporters with public sector positions, causing it to grow rapidly and become ever more expensive to maintain, although only 22.6% of Greeks work in the public sector compared to the EU average of 25%. The problem is commonly seen as more a matter of productivity than size. According to the opinion polls, Greece, out of all the EU countries, is the least satisfied with its public administration service. In a country where the security of public sector jobs has traditionally been inviolable, this was a recipe for conflict, which brought more workers onto the streets in protest in March 2014 ahead of resumed talks between the government and the Troika.

The coalition government has not held back from hailing an end in sight for the economic crisis, although austerity will have to continue as part of the loan agreement. It is committed by the end of 2014 to cutting 11,000 civil servants, reducing supplementary pensions and eventually to reducing the main pension. The Memorandum of Understanding puts a freeze on wages until 2018.

Run-up to the election

Despite the huge numbers of applicants for the social dividend, Prime Minister Samaras had to wait until the EU Statistics agency Eurostat had certified the actual amount of the budget surplus before proceeding with any payouts. The figure of €1.5 billion or 0.8% of annual GDP was confirmed in a press conference on 23 April by European Commission spokesman Simon O’Connor, who said it was ‘well ahead of the 2013 target, which was for a balanced budget.’ Meanwhile, the bond issue of €3 billion, which took place on 10 April, attracted orders for nearly seven times this amount. Greece has the highest unemployment figure in Europe and is still blighted by deflation, but this sign of growing confidence among its EU partners in its prospects for recovery has sent one positive message to voters who may doubt that the recovery is real, and has helped to counteract the stigma attached to a country that is blamed for starting the financial crisis in Europe.

On 28 April, in a meeting chaired by Alternate Finance Minister Christos Staikouras, representatives of the two coalition parties agreed on how the €525 million social dividend would be distributed, the main aim being to provide healthcare coverage to a large sector of the population who are uninsured. A bill will be tabled in parliament this week, with measures agreed between the Greek government and its creditors. The bill will be hastened through the parliamentary process in the hope of beginning distribution of the dividend by 9 May. Means testing will be based mainly on 2012 incomes, although the government is anxious not to leave out people who became unemployed in 2013.

€430 million will go to vulnerable groups such as pensioners and people on low salaries. The starting income level to qualify for the one-off benefit will be €4,000 per annum, rising to between €10,000 and €11,000, depending on the number of children in the family. A base figure for the award will be €500, with an added €150 per child, so that a family with two children should receive €800. A further €20 million will go to people who became unemployed in 2013, and between 68,000 and 70,000 in the police force or the military will be awarded a total of €35 million. In addition, services for feeding and housing the homeless will receive €20 million.

The largest single group to receive the dividend will be the 350,000 to 4000,000 people without social security, who will receive a total of €20 million worth of healthcare coverage. This group includes the long-term unemployed, people who are retired and uninsured, and unemployed professionals who have not kept up with insurance payments or suffer chronic health problems. It remains to be seen how these measures will affect the election results.